Ein Einzelklick auf den Kanallisten-Menü Button öffnet die Schnellübersicht, wo die aktivierten Hardware-Kanäle eingesehen werden können (siehe Abb. 174). Wenn man Button gedrückt hält und auf die gegenüberliegende Bildschirmseite zieht, öffnet sich das volle Kanallisten-Menü (siehe Abb. 175). Die Kanalliste und die Einstellungen der verbundenen Hardware kann hier geändert werden. Die Funktionalität der einzelnen Buttons wird im folgenden Kapitel erklärt.
Schnellübersicht der verbundenen TRION Module und verfügbaren Kanäle. Klicken Sie auf einen
bestimmten Kanal oder das ganze TRION Modul und die entsprechenden Kanäle werden hervorgehoben.
B – Filter und Gruppierung
1
Suchfilter
Suchen eines Kanals mit entsprechenden Namen
2
Kanalfilter
Filter, welcher die Kanäle entsprechend ihres
Kanaltyps anzeigt (Alle, Analog, Digital, Counter, EPAS,
Mathe, Video, Power, CAN). Diese Kanaltypen können auch
als Favorit markiert werden.
3
Filter löschen
Löschen des aktiven Kanal- und Suchfilters
4
Kanalgruppierung
Sortieren der Kanalliste entsprechend das TRION
Modul oder in alphabetischer Reihenfolge
C – Kanaloptionen
5
Kanalsortierung(nicht-analoge Kanäle)
Zum Ändern der Reihenfolge von nicht-analog Kanälen wie
Mathe- oder Statistikkanäle (Abb. 176).
6
Auswählen
Auswählen von mehreren Kanälen in der Liste, z.B.
zum gleichzeitigen (De-)Aktivieren
7
Kanalname
Individueller Kanalname; Kann individuell angepasst
werden; für eine detaillierte Beschreibung siehe
Benutzeroberfläche. Löschen des Namens und ENTER stellt
den Standardnamen des Kanals wieder her. Vor doppelten
Kanalnamen wird gewarnt.
8
Farbe
Farbschema für eine Kanal kann hier geändert
werden
9
Verbergen
Verbergen aller Kanäle eines Moduls
10
Setup
Ändern des Setups für den Eingangskanal (alle
Kanaleinstellungen können hier geändert werden)
11
Aktiv
Aktivieren oder deaktivieren eines Kanals; ein aktiver
Kanal kann in einem Messinstrument angezeigt
werden, für eine Mathe-Kanal verwendet werden und
aufgezeichnet werden, ein inaktiver Kanal nicht
12
Speichern
Auswählen ob der Kanal während einer Aufzeichnung
gespeichert werden soll oder nicht
13
Skalierter Wert
Vorschau des Eingangssignals
14
Modus
Ändern des Modus des Eingangssignals
15
Abtastrate
Ändern der Abtastrate; Bemerkung: um die
Samplerate für einzelne Kanäle zu ändern siehe
Individuelle Kanal-Samplerate.
16
Bereich
Ändern des Eingangsbereichs des Kanals
17
Skalierung
Ändern der Skalierung des Kanals
18
Physikalische Einheit
Physikalische Einheit des Kanals, kann in den
Kanaleinstellungen geändert werden
Umschalten zwischen der Kanalliste und vorher
geöffnetem Menü
D – Mathe-Optionen
21
Hinzufügen
Hinzufügen einer Formel, Statistik, Filter, FFT,
Rosette, Power Gruppe, EthernetEmpfänger oder
Ethernet Sender
22
Löschen
Löschen einer ausgewählten Formel, Statistik, Filter,
FFT, Rosette, Power Gruppe, Ethernet-Empfänger
oder Ethernet-Sender
23
Power Gruppe erstellen
Power Gruppe mit ausgewählten Kanälen erstellen
oder leere Power Gruppe erstellen
Bemerkung
Um in langen Kanallisten schnell zu navigieren, kann man mit der Tastenkombination STRG + BILD AUF/AB durch die Kanalliste scrollen. Diese Funktionalität ist möglich, wenn die Kanalliste am ganzen Bildschirm geöffnet ist und auch dann, wenn sie nur in der kleinen Ansicht am Bildschirmrand geöffnet ist.
Die folgende Abbildung bezieht sich auf Nr. 5 in tab-buttons.
Wenn eine Messkarte komplett eingeklappt wird, wie in Abb. 177 dargestellt, wird die Slot Nummer angezeigt in der sich die jeweilige Messkarte befindet.
Abb. 177 Slot-Nummern bei eingeklappten Messkarten¶
Im Kanallisten-Menü kann der Benutzer mehrere Eingangskanäle durch verschiedene Methoden auswählen. Mit mehreren ausgewählten Kanälen kann der Benutzer die Kanaleinstellungen dieser Kanäle gleichzeitig ändern.
Um mehrere Kanäle auszuwählen:
Wählen Sie einen Kanal, indem Sie auf die Kanalgrafik im oberen linken Eck des Kanallisten-Menüs klicken
Klicken Sie auf die Checkbox am linken Rand des entsprechenden Kanals um diesen (oder mehrere) auszuwählen
Sie können auch einfach auf die Kanalzeile klicken und Strg gedrückt halten, um mehrere Kanäle auszuwählen
Wie in tab-buttons erklärt, kann der Benutzer die Kanäle entsprechend ihres Typs und Namens filtern, um z.B. nur relevante Kanäle anzeigen zu lassen. Es sind auch weitere Filteroptionen verfügbar, welche hier im Folgenden erklärt werden.
Um zu den Filteroptionen zu gelangen und die Kanäle in verschiedenen Weisen zu filtern, öffnen Sie das Kanallisten-Menü vollständig.
Um die Kanäle nach ihrem Typ zu filtern, sind am oberen Rand der Kanalliste verschiedene Buttons des Kanaltyps dargestellt wie in Abb. 179 zu sehen. Diese variieren je nach verfügbaren Kanälen. Dies bedeutet, dass nur diejenigen Buttons dargestellt werden, für welche auch die zugehörigen Kanäle in der Liste vorhanden sind.
Eine weitere Option besteht darin, die Kanäle nach ihren Namen oder Modus zu filtern oder nur aktive Kanäle anzeigen zu lassen. Diese Filteroptionen werden durch 3 Punkte im Spaltenheader dargestellt wie in Abb. 181 dargestellt.
Abb. 181 Anzeige für die Filter-Option im Kanallisten-Menü¶
Öffnen Sie das Kanallisten-Menü vollständig
Ein Linksklick auf den Spaltenheader öffnet ein Filtermenü; folgende Spalten können filtert werden: Kanal, Aktiv, Modus
Für jede Spalte kann eine Sortierung von A nach Z, Z nach A oder ein Filter nach Namen/Präfix vorgenommen werden. Der Name kann durch Klick auf den entsprechenden Button ausgewählt werden (z.B. Ja für die Anzeige nur aktiver Kanäle, Temperatur für die Anzeige der entsprechenden Kanäle) oder direkt in das Textfeld eingegeben werden. So können auch individuell benannte Kanäle schnell gefunden werden.
Löschen Sie einen aktiven Filter mit dem Filter löschen Button (siehe ③ in tab-buttons)
Es ist möglich, Kanal-Tags zu definieren und ihnen Kanäle zuzuweisen, um sie zusätzlich zu gruppieren. Dies ist in den detaillierten Kanaleinstellungen möglich, die durch Klicken auf das Zahnradsymbol eines Kanals aufgerufen werden können (siehe ① in Abb. 185). Durch Klicken auf das Tag Symbol (siehe ② in Abb. 185) öffnet sich ein neues Fenster, in dem ein benutzerdefinierter Tag Name eingegeben werden kann (siehe ③ in Abb. 185) oder es ist möglich, einen bereits hinzugefügten Kanal-Tag aus der Liste auszuwählen, wenn man in das Textfeld klickt. Durch Klicken auf die Schaltfläche „+“ neben dem Textfeld wird der jeweilige Kanal dem ausgewählten Tag zugewiesen.
Wenn ein Kanal mit einem bestimmten Tag verknüpft ist, wird dieser direkt in der Kanalliste neben dem Namen des Kanals angezeigt (siehe Abb. 186). Es ist auch möglich, für jeden Kanal-Tag eine bestimmte Farbe festzulegen (siehe ④ in Abb. 186). Durch Klicken auf einen der Kanal-Tags werden alle Kanäle, die diesem Tag zugewiesen sind, automatisch in der Kanalliste ausgewählt.
Wenn mindestens ein Kanal-Tag definiert wurde, wird eine zusätzliche Option für die Kanal-Tags im Abschnitt „Filteroptionen“ der OXYGEN-Kanalliste angezeigt (siehe ① in Abb. 187). Nach Auswahl eines Tags werden in der Oxygen-Kanalliste nur die Kanäle aufgelistet, die dem jeweiligen Tag zugewiesen sind.
Es ist entweder möglich die Kanaleinstellungen im Kanallisten-Menü oder in den individuellen Kanaleinstellungen, welche über den Button ⑨ (siehe tab-buttons) erreichbar sind, zu ändern.
Ändern der Kanaleinstellungen im Kanallisten-Menü¶
Um die individuellen Kanaleinstellungen im Kanallisten-Menü zu ändern, linksklicken Sie auf den gewünschten Parameter und ein Pop-up-Fenster erscheint. Ob der Parameter geändert werden kann oder nicht, hängt vom Kanaltyp ab (z.B. ist es nicht möglich den Bereich eines Digitalkanals zu ändern) und die Auswahl der Parameter hängt von dem TRION Modul ab (z.B. verschiedene Eingangsmodi). Zur Veranschaulichung zeigen folgende Abbildungen die verschiedenen Optionen, welche mit dem TRION-1620-ACC Modul
verfügbar sind.
Kanalfarbe ändern
Abb. 188 Pop-up-Fenster, um die Kanalfarbe zu ändern¶
Ändern des Eingangsmodus
Abb. 189 Pop-up-Fenster, um den Eingangsmodus zu ändern¶
Ändern der Samplerate
Abb. 190 Pop-up-Fenster, um die Samplerate zu ändern¶
Es ist möglich die Samplerate des gesamten Moduls oder auch die Samplerate für einzelne Kanäle zu ändern. Für eine detaillierte Beschreibung siehe Sensor-Skalierung für Brücken.
Ändern des Eingangsbereichs
Abb. 191 Pop-up-Fenster, um den Eingangsbereich zu ändern¶
Ändern der Kanalskalierung und physikalischen Einheit
Abb. 192 Pop-up-Fenster, um die Skalierung und physikalische Einheit zu ändern¶
Nullabgleich eines Eingangskanals
Nach dem Auswählen des gewünschten Kanals in der Liste erscheint der Nullen Button am unteren Ende des*Kanallisten*-Menüs:
Auch im Kanalskalierungs-Pop-up-Fenster verfügbar.:
Abb. 194 Pop-up-Fenster, um die Sensitivität zu ändern¶
Ändern der 2-Punkt Skalierung
Auch im Kanalskalierungs-Pop-up-Fenster verfügbar.
Abb. 195 Pop-up-Fenster, um die 2-Punkt Skalierung zu ändern¶
Durch Klicken auf den AVG-oder ACRMS-Button kann ein direkter Messwert zum aktuellen Zeitpunkt des Mittelwertes oder ACRMS-Wertes verwendet werden. Das Zeitfenster beträgt 1 s in die Vergangenheit.
Es ist auch möglich die AVG & ACRMS Kalibrierung für mehrere Kanäle gleichzeitig durchzuführen, indem man mehrere Kanäle gleichzeitig in der Kanalliste auswählt. Durch einen Klick auf die Skalierungsoption in der Kanalliste, öffnet sich das Fenster für die 2-Punkt Skalierung. Durch den Klick auf den AVG oder ACRMS-Button wird der jeweilige Wert automatisch für jeden einzelnen ausgewählten Kanal individuell verwendet (siehe Abb. 196).
Abb. 196 AVG & ACRMS calibration for multiple channels¶
Anwenden einer Tabellen-Skalierung
Auch im Kanalskalierungs-Pop-up-Fenster verfügbar.
Abb. 197 Pop-up-Fenster für die Anwendung einer Tabellen-Skalierung¶
Anwenden einer Polynom-Skalierung
Auch im Kanalskalierungs-Pop-up-Fenster verfügbar.
Abb. 198 Pop-up-Fenster für die Anwendung einer Polynom-Skalierung¶
Ändern der Brückeneinstellungen
Abb. 199 Skalierungseinstellungen für den Brücken-Modus¶
Die effektive Kompensation der Sensorverzögerung wird berechnet aufgrund der Abtastrate und immer abgerundet. Zum Beispiel wird für eine Abtastrate von 100 Hz und eine Kompensation der Sensorverzögerung von 99 ms eine Effektive Kompensation von 90 ms eingestellt.
Abb. 205 Effektive Kompensation der Sensorverzögerung¶
Um die Samplerate eines ganzen Moduls zu ändern, klicken Sie auf eine der Sampleraten eines Kanals und wählen Sie die gewünschte Samplerate aus dem Dropdown-Menü (siehe Abb. 206).
Abb. 206 Auswahl der Samplerate eines TRION Moduls mit der Dropdown-Liste¶
Um die Samplerate für einen Kanal zu ändern, klicken Sie auf den Reduktion aktivieren Button im Samplerate Fenster (siehe Abb. 207). Die Ziel-Samplerate für diesen Kanal kann in der Dropdown-Liste ausgewählt werden. In dieser Liste findet sich eine Auswahl an Sampleraten, welche ganzzahligen Teilern der Samplerate des Moduls entsprechen. Die kleinste auswählbare Samplerate entspricht 1/1000 der Gesamt-Samplerate. Zudem ist es nicht möglich einen eigenen Wert einzugeben.
Beispiel: die Samplerate des Moduls wird auf 20 kHz gestellt, die kleinste auswählbare Samplerate für einen Kanal entspricht also 20 Hz.
Bemerkung
Die kleinste auswählbare Reduktion entspricht 1 Hz. Wenn die Samplerate des Moduls auf 100 Hz eingestellt wird, ist die kleinste Reduktion 1 Hz.
Abb. 207 Auswahl einer Samplerate für einen individuellen Kanal¶
Wenn die Samplerate des Moduls geändert wird und eine Reduktion aktiv ist, verändert sich die Ziel-Samplerate nicht, sofern diese weiterhin einem ganzzahligen Teiler entspricht. Es ist also auch nur eine Reduktion der Gesamt-Samplerate möglich.
Beispiel: die Samplerate des Moduls wird auf 500 kHz gesetzt und für Kanal 2 wird eine reduzierte Samplerate von 20 kHz ausgewählt. Wenn nun die Gesamt-Samplerate auf 100 kHz geändert wird, verändert sich die reduzierte Samplerate von 20 kHz nicht, da diese weiterhin einem ganzzahligen Teiler von 100 kHz entspricht.
Wenn die Ziel-Samplerate diese Anforderung nicht mehr erfüllt, wenn die Gesamt-Samplerate geändert wird (z.B. wenn die Gesamt-Samplerate kleiner als die reduzierte Samplerate ist), wird die effektive Samplerate in Rot dargestellt (siehe Abb. 208). Diese effektive Samplerate entspricht dem Wert, welcher so nah wie möglich zur ursprünglichen Ziel-Samplerate liegt mit der neuen Gesamt-Samplerate. Durch den Akzeptieren Button wird diese effektive Rate als neue Ziel-Samplerate
verwendet.
Abb. 208 Effektive Rate bei Änderung der Samplerate des Moduls¶
Für den Fall, dass der Akzeptieren Button nicht ausgewählt wird, erscheint die effektive Samplerate in Rot in der Kanalliste (siehe Abb. 209). Die ursprünglich ausgewählte Ziel-Samplerate ist in Klammern darunter dargestellt. Jedoch wird hier die effektive Samplerate als neue reduzierte Samplerate verwendet, auch wenn diese nicht explizit akzeptiert wurde. Die rote Markierung dient lediglich als Hinweis dafür.
Abb. 209 Nicht akzeptierte effektive Rate als reduzierte Samplerate in der Kanalliste¶
Bemerkungen
Die individuelle Kanal-Samplerate kann auch auf synchrone Kanäle angewendet werden (z.B. Formel oder Filter-Kanäle).
Die Frequenz des AUTO-Filters wird automatisch an die neue Samplerate angepasst.
Arbeitsprinzip
Dieses Kapitel erklärt das Arbeitsprinzip hinter der individuellen Kanal-Samplerate. Die Samples werden physikalisch mit der definierten Abtastrate abgetastet (rot markiert in Abb. 210). Wenn eine Reduktion aktiviert ist, kann eine Ziel-Samplerate vom Benutzer ausgewählt werden (blau markiert in Abb. 210), welche im Hintergrund in einen ganzzahligen Teiler konvertiert wird und nicht benötigte Samples werden übersprungen.
This chapter shortly explains the working principle behind the channel-wise sample rate selector. The samples are physically sampled with the set sample rate, which is defined in the channel list (red box in Abb. 210). If the reduction is enabled the user can set a reduced sample rate (blue box in Abb. 210) which is converted to an integer divider in the background and unnecessary samples are skipped
Wenn die Filtereinstellungen auf AUTO gestellt wurden, für den entsprechenden Kanal, dann wird der Filter im Hintergrund automatisch an die Ziel-Samplerate angepasst. Der Benutzer muss sich also keine Sorgen über Aliasing machen. Im Beispiel oben, wird der Filter bei einer Ziel-Samplerate von 10 kHz auf 3333,3 Hz eingestellt. Diese Einstellung kann jedoch vom Benutzer einfach überschrieben werden.
Abb. 211 Arbeitsprinzip der individuellen Kanal-Sampleraten¶
Beispiel
Abb. 212 zeigt verschiedene Signale mit verschiedenen Abtastraten und Filtereinstellungen. Die einzelnen Signale haben folgende Einstellungen:
Blaues Signal:
- Samplerate: 200 kS/s
- Filtereinstellungen: AUTO
Rotes Signal:
- Reduzierte Samplerate: 10 kS/s
- Filtereinstellungen: AUTO
Abb. 212 Channel-wise sample rate reduction with example signals¶
Das rote Signal ist phasenverschoben aufgrund des Anti-Aliasing Filters, welcher automatisch auf 3333,3 Hz gesetzt wurde. Das grüne Signal hat ebenso eine reduzierte Samplerate, jedoch wurde der Filter manuell auf die gleichen Einstellungen wie für das rote Signal gesetzt. Deshalb sind die zwei Signale nicht phasenverschoben. In diesem Fall kann es jedoch zu Aliasing führen.
OXYGEN bietet die Möglichkeit eine nicht-lineare Skalierung in Form einer Tabelle auf nicht-lineare Sensoren anzuwenden. Dies kann in den Kanaleinstellungen der Kanalliste oder der individuellen Kanäle gemacht werden.
Folgende Eigenschaften sind verfügbar:
Die Einheit kann angegeben werden
Durch Klicken auf den + Button kann ein Punkt mit x- und y-Wert hinzugefügt werden (siehe Abb. 210)
Durch Klicken auf den – Button kann ein Punkt wieder entfernt werden (siehe Abb. 211)
Abb. 213 Tabellen-Skalierung – Punkt mit x- und y-Wert hinzufügen¶
Durch Klicken auf den AVG oder ACRMS Button kann ein direkter Messwert zum aktuellen Zeitpunkt des Mittelwertes oder ACRMS Wertes zur Tabelle hinzugefügt werden. Das Zeitfenster beträgt 1 s in die Vergangenheit.
Eine Tabelle kann auch aus einer anderen Quelle, wie z.B. Excel kopiert und durch Strg+V oder dem Einfügen Button eingefügt werden. Gleichermaßen kann die Tabelle von OXYGEN durch Strg+C oder dem Kopieren Button kopiert und in z.B. Excel eingefügt werden (siehe Abb. 212).
→
Um eine gesamte Tabelle von einem Kanal in einen anderen einzufügen, klicken Sie auf den Kopieren Button von Kanal 1. In den Kanaleinstellungen von Kanal 2 klicken Sie ganz einfach auf den Einfügen Button und die Tabelle wird auch hier angewendet.
Bemerkung
Für eine gültige Skalierung müssen mindestens zwei Punkte definiert sein, andernfalls erscheint eine Fehlermeldung.
Wenn mehrere gleiche x-Werte in der Tabelle vorkomme, erscheint eine Fehlermeldung.
Wenn ein Wert außerhalb des definierten Tabellenbereichs ist, wird die Skalierung extrapoliert.
Zwischen den Punkten wird eine lineare Interpolation angewandt.
Die x-Werte müssen nicht in aufsteigender Reihenfolge eingegeben werden. Diese werden beim Verlassen und wieder Öffnen des Menüs automatisch sortiert.
Wie es auch in Mehrere Kanäle auswählen erwähnt wird, können gesamte Kanaleinstellungen, die Tabellen-Skalierung inkludiert, zwischen verschiedenen Kanälen mit Strg+C und Strg +V kopiert werden.
OXYGEN bietet die Möglichkeit eine nicht-lineare Skalierung in Form eines Polynoms auf nicht-lineare Sen- soren anzuwenden. Dies kann in den Kanaleinstellungen der Kanalliste oder in den individuellen Kanaleinstellungen gemacht werden. Folgende Eigenschaften sind verfügbar (siehe Fig. 7.30):
Die Einheit kann angegeben werden
Durch Klicken auf den + Button kann ein weiteres Polynomglied hinzugefügt werden
Durch Klicken auf den – Button kann ein Polynomglied wieder entfernt werden
Durch Klicken auf den Copy Button kann die Tabelle kopiert und in z.B. Excel eingefügt werden.
Zudem kann eine Polynom-Skalierung auch aus einer anderen Quelle, wie z.B. Excel kopiert und mit STRG+V oder dem Paste-Button eingefügt werden. Dabei muss jeder Grad angeführt werden, damit das Polynom richtig definiert wird. In Abb. 215 und Abb. 216 wird folgendes Polynom dargestellt:
Die sogenannte Enum-Skalierung oder Enum Label Editor ist in den Skalierungseinstellungen für bestimmte Kanäle verfügbar. Dabei kann eine Beschriftung für einen eindeutigen numerischen Wert hinterlegt werden. Dieses Label wird im Digitalinstrument und als Label im Rekorder (falls diese aktiviert sind, siehe Instrumenteneigenschaften) angezeigt (siehe Abb. 219), wenn der Kanal diesen Wert annimmt. Folgende Kanäle unterstützen die Enum-Skalierung:
CAN Kanäle: Wenn in der DBC Datei eine Enumeration hinterlegt ist, kann diese geparst werden. Diese kann im Enum-Skalierungsmenü auch noch bearbeitet werden.
Flexray and ARXML channels: Parsen von Enum Daten wird nicht unterstützt.
Ethernet Receiver Kanäle
IMU (ADMA & OxTS) Kanäle: Enum Daten werden nicht in der Kanaldefinition gespeichert
Im Editor können neue Labels mit dem + Button hinzugefügt, und mit dem – Button gelöscht werden. Die Tabelle kann kopiert (Copy Button) und in ein anderes Programm eingefügt werden. Eine vorhandene Tabelle kann auch aus einer anderen Quelle eingefügt werden (Paste Button).
Der folgende Abschnitt gibt einen kleinen Überblick über die Skalierungseinstellungen für verschiedene Brücken-Konfigurationen. Für eine detaillierte Beschreibung in dieser Thematik, verweisen wir auf weiterführende Literatur.
Die folgenden Definitionen werden in diesem Abschnitt verwendet:
Zwei aktive DMS (R1 and R2). Die Dehnung von (R1 and R2) sind im Betrag gleich aber unterscheiden sich im Vorzeichen, z.B. wird ein DMS auf der Ober-seite und ein DMS auf der Unterseite eines Biegebalken angebracht
Vier aktive DMS ((R1, R2, R3 and R4)). 2x Längsdehnung, 2x Querdehnung. Ein Paar der DMS liegt quer zum anderen Paar der DMS.
Ändern der Kanaleinstellungen in den individuellen Kanaleinstellungen¶
lle Kanaleinstellungen (außer Samplerate und Bitauflösung) können auch
in den jeweiligen individuellen Kanaleinstellungen (siehe Abb. 220) geändert werden, welche über den Button ⑪ (siehe Abb. 175 oder tab-buttons).
Abb. 220 Kanaleinstellungen eines TRION3-1820-MULTI Moduls¶
Der größte Vorteil zu den Einstellungen im Kanallisten-Menü erweist sich durch das große verfügbare Fenster. Dementsprechend kann der Benutzer direkte Auswirkungen von verschiedenen Einstellungen (z.B. Bereich oder Skalierung) am Signal in Echtzeit beobachten. Um zwischen den Einstellungen verschiedener Kanäle zu wechseln, benutzen Sie die Pfeile (<< >>) im oberen rechten Eck, und um die Einstellungen zu schließen, klicken Sie auf X neben den Pfeilen. Zusätzlich kann, je nach gewähltem Modus, das Verbinder-Pin-Out angezeigt werden.
Verschiedene TRION Module können für die Strommessung verwendet werden. Stromsignale können direkt an die TRION-1603-LV-6-L1B, TRION-1620-LV-6-L1B und TRION-1620-ACC-6-L1B Module angeschlossen werden, und den Strom mit einem 10 Ω Shunt-Widerstand messen.
Auch andere Module können für Strommessung verwendet werden, benötigen jedoch einen externen Shunt-Widerstand, um diese Funktionalität zu unterstützen. Es handelt sich um die folgenden Module:
TRION-1603-LV-6-BNC, TRION-1620-LV-6-BNC
TRION-1620-ACC-6-BNC, TRION-1820-dLV
TRION-1600-dLV und TRION-2402-x.
Das TRION-1820-PA Modul ist hier ausgeschlossen.
Module, welche einen externen Shunt-Widerstand für die Strommessung benötigen, enthalten eine vordefinierte Auswahl an Shunt-Widerständen in der Kanalliste (siehe Abb. 221), wenn Strom-Modus ausgewählt ist.
Abb. 221 Auswahl der externen Shunt-Widerstände in der Kanalliste¶
Vom technischen Standpunkt betrachtet, ist die Strommessung über einen (externen) Shunt-Widerstand die Messung der Potentialdifferenz, welche durch den Strom durch den Shunt-Widerstand hervorgerufen wird.
Die Spannung U wird gemessen, der Widerstand R bekannt und deshalb kann der Strom I berechnet werden. Wenn der Strom über den externen Shunt gemessen wird, wird ein Spannungssignal, welches die Potentialdifferenz über den Shunt-Widerstand aufgrund des Stromflusses darstellt, vom TRION Modul ausgegeben. Diese Spannung wird wiederum entsprechend des Stromes unter oben genannten Formel umskaliert. Diese Skalierung wird von OXYGEN übernommen. Deshalb muss der Widerstand bekannt sein und kann im Dropdown-Menü ausgewählt werden, wie in Abb. 221 dargestellt.
Auf jeden Fall können jegliche Shunt-Widerstände benutzt werden und nicht nur diejenigen, welche in der Liste enthalten sind. Wenn ein Shunt verwendet wird, wessen Widerstandswert sich nicht in der Liste befindet, kann die Skalierung, welche das Spannungssignal des Stromes repräsentiert, manuell gemacht werden. Wählen Sie dazu den Spannungsmodus und folgen Sie diesen Schritten:
Stellen Sie die Verstärkeroption auf Spannung (siehe Abb. 222):
Ändern Sie die Einheit auf A (Ampere) und geben Sie den Widerstand des Shunt-Widerstandes als Skalierungsfaktor ein, z.B. 50 Ω (siehe Abb. 223).
Abb. 223 Eingabe des Shunt-Widerstandes als Skalierungsfaktor¶
Mit diesen Einstellungen erfolgt die Skalierung des Spannungssignal, welches den Strom repräsentiert, in der gleichen Weise wie im Strommodus mit dem entsprechend ausgewählten Shunt-Widerstand aus dem Dropdown-Menü. Hierzu wird nun das Spannungssignal mit dem eingegebenen Skalierungsfaktor multipliziert und das Resultat ist der entsprechende Strom:
Betrachtet man die physikalischen Einheiten dieser Formel, verdeutlicht sich diese Situation:
Wenn ein TRION Modul mit einem integrierten 10 Ω Shunt für die Strommessung verwendet wird, kann diese Betrachtung vernachlässigt werden. Dies trifft nur bei Strommessungen mit externen Shunt-Widerstand zu.
Neben Hardware-Kanälen (analog, digital, CAN, Zähler usw.) ermöglicht OXYGEN auch die Erstellung von Softwarekanälen (auch als Mathematikkanäle bezeichnet). Softwarekanäle bieten verschiedene Funktionen wie grundlegende und erweiterte Mathematik, Analysewerkzeuge, Softwarefilter und Daten-Ein-/Ausgabefunktionen. Alle verfügbaren Softwarekanäle werden in den folgenden Abschnitten ausführlich beschrieben.
Erstellen eines neuen Softwarekanals (siehe Abb. 224):
Klicken Sie auf die Schaltfläche [+] in der unteren linken Ecke.
Es öffnet sich ein Popup-Fenster. Wählen Sie den gewünschten Softwarekanal aus.
Konfigurieren Sie bei Bedarf die kanalspezifischen Einstellungen.
Klicken Sie auf Hinzufügen, um den Kanal zu erstellen.
Erstellte Kanäle werden im Menü „Datenkanäle“ in ihrer jeweiligen Kanalgruppe angezeigt.
Bemerkung
Bei einigen Softwarekanälen (z. B. FFT) müssen die Eingangskanäle ausgewählt werden, bevor Sie auf [+] klicken. Dies wird gegebenenfalls in der jeweiligen Softwarekanalbeschreibung erwähnt.
Abb. 224 Pop-up-Fenster zur Erstellung von Softwarekanälen¶
Das Bestätigungsfenster kann in den erweiterten Einstellungen im OXYGEN-Setup-Menü aktiviert/deaktiviert werden.
Favoriten und Schnellsuche
Softwarekanäle können mithilfe der Suchfunktion oder durch Markieren als Favoriten schnell gefunden werden (siehe Abb. 226).
Markierte Favoriten werden automatisch an den Anfang der Liste verschoben, um einen schnelleren Zugriff zu ermöglichen.
Wenn ein Favorit nicht mehr markiert ist, kehrt er an seine Standardposition in der Liste zurück. Das Powergruppen-Symbol in der Kanalliste wird
durch die gewählten Favoriten ersetzt.
Um Formelkanäle zu erstellen, klicken Sie auf die Schaltfläche [+] in der unteren linken Ecke der Kanalliste (siehe Abschnitt Arbeiten mit Softwarekanälen) und wählen Sie Formel. Im Popup-Fenster können Sie einen Gruppennamen zuweisen und die Anzahl der zu erstellenden Formelkanäle festlegen:
Gruppenname: Verwenden Sie diesen, um mehrere Formeln unter einer Gruppe in der Kanalliste zu organisieren.
Kanäle: Geben Sie an, wie viele Formeln erstellt werden sollen – es können bis zu 100 Formelkanäle auf einmal hinzugefügt werden.
Abb. 227 Pop-up-Fenster zur Erstellung eines Formelkanals¶
Aktivieren oder deaktivieren eines Kanals; ein aktiver Kanal kann in einem Messinstrument angezeigt werden, für eine Mathe-Kanal verwendet werden und aufgezeichnet werden, ein inaktiver Kanal nicht
2
Kanalname
Individueller Kanalname; Kann individuell angepasst werden
3
Physikalische Einheit
Physikalische Einheit des Kanals, kann in den Kanaleinstellungen geändert werden
4
Eingabefeld
Geben Sie hier Ihre gewünschte Formel ein
5
Hinzufügen
Fügt den gewünschten Kanal in das Eingabefeld ein; Kanäle könne auch mit Drag-and-Drop hinzugefügt werden
6
Funktionen
Verfügbare mathematische und logische Funktionen könne hier ausgewählt werden. Mit den zurück (a) und weiter (b) Buttons kann zwischen Standard, Trigonometrisch, Logisch und Gemischt umgeschaltet werden. Für eine detaillierte Beschreibung der korrekten Syntax siehe Mathematische und logische Funktionen.
7
Tasten und Operatoren
Numerisches Feld und mathematische Operatoren; Können auch über die Tastatur eingegeben werden
8
Vorschau-Fenster
Echtzeit-Vorschau der Berechnung
9
Enum-Labeleditor
Ermöglicht die Anzeige von Text für zugehörige Werte der Formel. Logische Operationen bzw. If-Abfragen werden für nicht-digitale Kanäle empfohlen.
Bemerkung
Es ist möglich Kanäle mit verschiedenen Sampleraten einem Formelkanal zuzuweisen. Die Samplerate des Formelkanals wird auf die höchste Samplerate der Eingangskanäle gesetzt. Es findet keine Interpolation der Kanäle mit geringeren Sampleraten statt, sondern der letzte Wert wird wiederholt, bis der entsprechende Kanal aktualisiert wird.
Zählen der Anzahl von Flanken definierter der Bedingung; reset und rearm Parameter sind optional
ecnt(cond,rearm,reset)
hold2
Halten eines Werts bei Trigger-Bedingung; value und condition Parameter sind verpflichtend, init und rearm optional
hold(value,cond,init,rearm)
stopwatch3
Messung der Periodendauer in Sekunden, zwischen zwei aufeinanderfolgenden Bedingungen mit optionaler Reset-Bedingung; Wenn der Reset nicht angegeben ist, behält die Stoppuhrfunktion den Wert bei stop_cond bei und wird bei jedem neuen start_cond erneut ausgelöst.
stopwatch(start_cond,stop_cond, reset)
measdiff4
Messung der Differenz eines Kanals zwischen zwei Bedingungen
measdiff(val,cond1,cond2)
period5
Messung des Tastverhältnisses (duty cycle) (von 0 bis 1) zwischen 2 aufeinanderfolgenden Bedingungen mit optionaler rearm Bedingung
period(cond,rearm)
dutycycle6
Generierung einer positiven Flanke bei definierter Bedingung mit optionaler rearm Bedingung
Dutycycle(cond,rearm)
edge7
Generate positive edge on cond with rearm condition
7 Für eine detaillierte Beschreibung der edge-Funktion, siehe Edge-Funktion (edge)
Tab. 21 Rollingfunktionen – Beschreibung und Syntax¶
Funktion
Beschreibung
Syntax
rmin1
Messung des rollenden, gesamten Minimums eines Kanals während einer Messung mit optionaler Resetbedingung
rmin(value,reset)
rmax1
Messung des rollenden, gesamten Maximums eines Kanals während einer Messung mit optionaler Resetbedingung
rmax(value,reset)
ravg1
Messung des rollenden, gesamten Mittelwertes eines Kanals während einer Messung mit optionaler Resetbedingung
ravg(value,reset)
rrms1
Messung des rollenden, gesamten RMS-Wertes eines Kanals während einer Messung mit optionaler Resetbedingung
rrms(value,reset)
rsum1
Messung der rollenden, gesamten Summe eines Kanals während einer Messung mit optionaler Resetbedingung
rsum(value,reset)
racrms1
Messung des rollenden, gesamten ACRMS-Wertes eines Kanals während einer Messung mit optionaler Resetbedingung; nicht in der Auswahl vorhanden, muss manuell getippt werden
racrms(value,reset)
rp2p1
Messung des rollenden, gesamten Peak2Peak-Wertes eines Kanals während einer Messung mit optionaler Resetbedingung; nicht in der Auswahl vorhanden, muss manuell getippt werden
1 Für eine detaillierte Beschreibung der rolling-overall-Funktion, siehe Rolling-overall-Funktion
Tab. 22 Generator-Funktionen – Beschreibung und Syntax¶
Funktion
Beschreibung
Syntax
time1
Gibt die verstrichene Zeit sein Aufzeichnungs-(Re-)Start zurück
time
mtime1
Gibt die verstrichene Zeit seit Messbeginn zurück
mtime
scnt1
Zählt die Anzahl der Samples sein Aufzeichnungs-(Re-)Start
scnt
sr1
Gibt die Samplerate in Hz zurück
sr
dim
Bei der Multiplikation mit einem Array-Kanal x * dim zeigt die Ausgabe den aktuellen Index des Bin. [1,2…n]. Bei Skalaren ist der Index 0.
dim
noise
Rauschen(x), Zufallszahl [-x … x]
noise(x)
chirp
Erzeugt ein Chirp-Signal mit einer Frequenz von f0 bis f1 innerhalb von d Sekunden.
chirp(f0, f1, d)
sin wave
Erzeugt eine Sinuswelle mit der Frequenz f und optionaler Phase phi. Standardmäßig wird eine Phasenverschiebung von 0 rad angewendet.
sinwave(f,phi)
cos wave
Erzeugt eine Kosinuswelle mit der Frequenz f und optionaler Phase phi. Standardmäßig wird eine Phasenverschiebung von 0 rad angewendet.
coswave(f,phi)
saw wave
Erzeugt eine Sägewelle mit der Frequenz f und optionaler Phase phi. Standardmäßig wird eine Phasenverschiebung von 0 rad angewendet.
sawwave(f,phi)
tri wave
Erzeugt eine Dreieckswelle mit der Frequenz f und optionaler Phase phi. Standardmäßig wird eine Phasenverschiebung von 0 rad angewendet.
triwave(f,phi)
pulse wave
Erzeugt eine Rechteckwelle mit der Frequenz f , dem Tastverhältnis d und der optionalen Phase phi. Standardmäßig wird eine Phasenverschiebung von 0 rad angewendet.
1 Ein Referenzkanal für die Funktion muss spezifiziert werden, z. B. in folgender Weise: ‘Ref_Ch’ * 0 + time
Tab. 23 Gemischte Operatoren – Beschreibung und Syntax¶
mod
Rest der Division x/y, Vorzeichen von x
mod(x,y)
noise
Erzeugt ein Rauschsignal im Bereich [-x…+x]
noise(x)
atan2
Arkustangens von y/xmit Benutzung der Vorzeichen der Argumente, um den richti-gen Quadranten zu bestimmen
atan2(y,x)
floor
Rundet x in Richtung negative unendlich
floor(x)
ceil
Rundet x in Richtung positiv unendlich
ceil(x)
round
Rundung zum nächsten Integer (ganze Zahl)
round(x)
trunc
Runde x in Richtung Null
trunc(x)
delay
Verzögerung eines Signals x für N Abtastungen mit einem optionalen Anfangswert y0, standardmäßig 0
delay(x,N,y0)
lerp
Setzen Sie eine Wertereihe mit lerp(a,b,t)=(1-t)*a+t*b fort. Damit können Sie für beliebige t Werte die Gerade interpolieren oder fortsetzen. Ein Beispiel ist der Startwert a=10, der zweite Wert ist 15. Bei t=0 ist lerp gleich a, bei t=1 ist lerp gleich b. Für t-Werte zwischen 0 und 1 wird zwischen a und b interpoliert.
Die Edge-count Funktion zählt die Anzahl von erfüllten Bedingungen. Wenn gewünscht, kann ein Rearm Ereignis definiert werden, welches erfüllt werden muss, bevor die Bedingung wieder erfüllt werden kann. Auch ein Reset Ereignis kann optional definiert werden. Bedingung, Rearm und Reset können für die steigende oder fallende Flanke definiert werden. Steigende Flanken können durch die logischen Operatoren > und ≥ definiert werden und fallende Flanken durch < and ≤.
Die folgenden Beispiele erklären die Funktionalität (das entsprechende dmd-file können hier gefunden werden: https://ccc.dewetron.com/pl/OXYGEN):
ECNT_Cond = ecnt(‚SIGNAL‘>800)
Jedes Mal, wenn der Kanal SIGNAL über 800 steigt mit steigender Flanke (>), steigt der Kanal ECNT_Cond um 1 (siehe Abb. 229).
Der Grund warum die ecnt Funktion um mehr als 1 in Abb. 229 steigt, ist aufgrund des Rauschens gegeben, wodurch das Signal die Bedingung mehrere Male erfüllt. Das kann in der Vergrößerung in Abb. 229 erkannt werden. Deshalb zählt die ecnt Funktion auch bei fallender Flanke. Um gestörte Ergebnisse zu verhindern, kann ein Rearm-Level definiert werden. Ein Beispiel dafür wird im folgenden Kapitel erklärt und ist in Abb. 230 zu sehen.
Jedes Mal, wenn der Kanal SIGNAL über 800 steigt mit steigender Flanke (>), steigt der Kanal ECNT_Cond_Rearm um 1. Um unerwünschte Anstiege durch Rauschen zu verhindern, muss der Kanal SIGNAL 500 mit fallender Flanke (<) durchqueren, bevor der Kanal ECNT_Cond_Rearm wieder erhöht wird, wenn der Kanal SIGNAL 800 mit steigender Flanke übersteigt (siehe Abb. 230).
Wenn der Kanal SIGNAL 800 mit steigender Flankt (>) übersteigt, steigt der Kanal ECNT_Cond_Rearm_Reset um 1. Um unerwünschte Anstiege durch Rauschen zu verhindern, muss der Kanal SIGNAL 500 mit fallender Flanke (<) durchqueren, bevor der Kanal ECNT_Cond_Rearm_Reset wieder erhöht wird, wenn der Kanal SIGNAL 800 mit steigender Flanke übersteigt. Wenn der Kanal SIGNAL -100 mit fallender Flanke (<) (siehe Abb. 231).
Abb. 231 ECNT-Funktion mit Bedingung, Rearm und Reset¶
Die hold Funktion benötigt zwei Eingangskanäle. Ein Kanal ist der Signal-Kanal und der andere der Bedingungs-Kanal. Wenn der Bedingungs-Kanal eine bestimmte Bedingung erfüllt, wird der aktuelle Wert des Signal-Kanals in der hold Funktion gespeichert. Wenn erwünscht, kann ein Initialer Wert und ein Rearm Ereignis erfüllt werden, bevor die Bedingung wieder erfüllt werden kann. Bedingung und Rearm kann für die steigende und fallende Flanke definiert werden. Steigende Flanken können durch die logischen Operatoren > und ≥ definiert werden und fallende Flanken durch < and ≤.
Die folgenden Beispiele erklären die Funktionalität (das entsprechende dmd-file können hier gefunden werden: https://ccc.dewetron.com/pl/OXYGEN):
If the channel SIGNAL_COND passes 5 with a Rising Edge (>), the actual value of the channel SIGNAL_VAL is stored to the channel HOLD_VAL_COND. The value of the channel HOLD_VAL_COND is NaN before reaching the Condition the first time (see Abb. 232).
Wenn der Kanal SIGNAL_COND bei steigender Flanke (>) 5 übersteigt, wird der aktuelle Wert des Kanals SIGNAL_VAL im Kanal HOLD_VAL_COND_INIT gespeichert. Der initiale Wert des Kanals HOLD_VAL_COND_INIT ist 2, bevor die Bedingung das erste Mal erfüllt wird (siehe Abb. 233).
Abb. 233 HOLD-Funktion mit Bedingung und initialem Wert¶
Wenn der Kanal SIGNAL_COND bei steigender Flanke (>) 5 übersteigt, wird der aktuelle Wert des Kanals SIGNAL_VAL im Kanal HOLD_VAL_COND_INIT_REARM gespeichert. Der initiale Wert des Kanals HOLD_VAL_COND_INIT ist 2, bevor die Bedingung das erste Mal erfüllt wird. Zusätzlich muss der Kanal SIGNAL_VAL -3 erst mit steigender Flanke (>) überschreiten, bevor der Kanal HOLD_VAL_COND_INIT_REARM upgedated wird, wenn der Kanal SIGNAL_COND mit steigender Flanke (>) 5 überschreitet (siehe (siehe Abbildung Abb. 234).
Abb. 234 HOLD-Funktion mit Bedingung und initialem Wert und Rearm Level¶
Abb. 235 Schematische Erklärung der stopwatch Funtkion¶
Die stopwatch Funktion gibt die Zeitspanne in Sekunden zwischen zwei Bedingungen (start_cond und stop_cond) zurück. Die beiden Bedingungen können auf denselben oder auf verschiedene Kanäle referenzieren. Eine optionale reset Bedingung setzt die stopwatch Funktion auf NaN zurück bis die nächste start_cond Bedingung erfüllt wird.
Wenn diese reset Bedingung nicht definiert wird, fängt die stopwatch Funktion immer automatisch bei 0s an zu zählen sobald eine neue start_cond Bedingung erfüllt wird.
Wenn reset als 0 definiert wird (z.B. stopwatch (start_cond,stop_cond,0)), zählt die stopwatch Funktion bei einer erneuten start_cond Bedingung beim letzten Wert weiter und wird nicht zurückgesetzt.
Wenn reset anders definiert wird, z.B. als signal<0, wird die stopwatch Funktion genau bei diesem Ereignis auf NaN zurückgesetzt, und fängt wieder bei 0s an zu zählen, sobald eine neue start_cond Bedingung erfüllt wird.
Wenn eine start_cond Bedingung erneut auftritt bevor eine stop_cond Bedingung erfüllt wird, wird die start_cond Bedingung ignoriert. Wenn die start_cond Bedingung gleich der stop_cond Bedingung ist, returniert stopwatch 0s.
Die folgenden Beispiele erklären die Funktionalität (das entsprechende dmd-file können hier gefunden werden https://ccc.dewetron.com/pl/OXYGEN):
Die stopwatch Funktion (dunkelblauer Graph in Abb. 236) beginnt die Zeit in Sekunden zu messen, sobald der Kanal SIGNAL1 (hellblauer Graph in Abb. 236) 100 überschreitet und stoppt die Messung, wenn der Kanal SIGNAL1 800 überschreitet. Wenn SIGNAL1 100 wiederum überschreitet, fängt die stopwatch Funktion wieder bei 0s an.
Abb. 236 STOPWATCH-Funktion mit Start- and Stop-Bedingung¶
Die stopwatch Funktion (pinker Graph in Abb. 237) beginnt die Zeit in Sekunden zu messen, sobald der Kanal SIGNAL1 (hellblauer Graph in Abb. 237) 100 überschreitet und stoppt die Messung, wenn der Kanal SIGNAL1 800 überschreitet. Wenn SIGNAL1 100 wiederum überschreitet, fängt die stopwatch Funktion beim letzten Wert an weiter zu messen und wird NICHT zurückgesetzt.
Abb. 237 STOPWATCH-Funktion mit Start- and Stop-Bedingung ohne Reset¶
Die stopwatch Funktion (grüner Graph in Abb. 238) beginnt die Zeit in Sekunden zu messen, sobald der Kanal SIGNAL1 (hellblauer Graph in Abb. 238) 100 überschreitet und stoppt die Messung, wenn der Kanal SIGNAL1 800 überschreitet. Wenn (und nur wenn) SIGNAL1 -100 unterschreitet, wird die stopwatch Funktion zu NaN zurückgesetzt und fängt erneut bei 0s an zu messen, wenn SIGNAL1 100 überschreitet.
Abb. 238 STOPWATCH-Funktion mit Start- and Stop-Bedingung mit definiertem Reset¶
Die measdiff Funktion gibt die Differenz zwischen zwei Bedingungen cond1 und cond2 vom Signal val zurück. Die drei Parameter können auf denselben oder auf verschiedene Kanäle referenzieren.
Die measdiff Funktion gibt NaN zurück, bevor die cond2 Bedingung zum ersten Mal erfüllt wurde.
Wenn cond1 und cond2 mehrere Male während einer Messung erfüllt werden, wird die measdiff Funktion upgedated, sobald die cond2 Bedingung erneut erfüllt wird.
Wenn cond1 mehrere Male erfüllt wird bevor cond2 erreicht wird, startet die Messung, wenn cond1 das erste Mal erfüllt wird, und wird beim erneuten Erfüllen von cond1 nicht zurückgesetzt.
Die folgenden Beispiele erklären die Funktionalität (das entsprechende dmd-file können hier gefunden werden: https://ccc.dewetron.com/pl/OXYGEN):
Die measdiff Funktion (violetter Graph in Abb. 239) misst und gibt die Wertedifferenz von SIGNAL2 (grüner Graph in Abb. 239) zurück, ausgelöst von den folgenden Bedingungen: die Messung beginnt, wenn SIGNAL1 (hellblauer Graph in Abb. 239) 100 überschreitet und stoppt wenn SIGNAL1 800 überschreitet.
Die period Funktion gibt die Periode eines Signals in Sekunden zurück. Das Signal muss dabei in der cond Bedingung referenziert werden in Kombination mit dem Periodenschwellwert, welcher normalerweise null ist.
Eine optionale rearm Bedingung kann Störungen durch Signalrauschen unterdrücken. Die rearm Bedingung kann für das gleiche oder einem verschiedenen Signal definiert werden.
Die folgenden Beispiele erklären die Funktionalität (das entsprechende dmd-file können hier gefunden werden https://ccc.dewetron.com/pl/OXYGEN):
PERIOD_cond = period(‚SIGNAL‘>0)
Die period Funktion (grüner Graph in Abb. 240) isst und gibt die Periode des Signals in Sekunden des Kanals SIGNAL (brauner Graph in Abb. 240) fzurück, für die Bedingung, dass das SIGNALlevel höher 0 ist. Sofern SIGNAL ein reines Sinussignal mit einer Frequenz von 0.5 Hz ist, sollte die Periode 2 Sekunden betragen. Aufgrund von Rauschen, wird die Nullschwelle jedoch mehrere Male überschreitet (siehe Abb. 241) und verursacht falsche Messergebnisse bei der Bestimmung der Periode. Um diesen Einfluss zu unterdrücken, kann optional eine rearm Bedingung definiert werden. Dies wird im nächsten Kapitel erklärt.
Die period Funktion (grüner Graph in Abb. 240) misst und gibt die Periode des Signals in Sekunden des Kanals SIGNAL (brauner Graph in Abb. 240) f zurück, für die Bedingung, dass das SIGNALlevel höher 0 ist. Sofern Periodenzeitmessungen durch Rauschen gestört werden können, wird in diesem Beispiel eine rearm Bedingung definiert, um den Einfluss des Rauschens zu unterdrücken. Die rearm Bedingung wird wie folgt definiert: das SIGNALlevel muss -5 unterschreiten, bevor die Bedingung SIGNAL > 0 erneut erkannt wird. Mit diesem optionalen rearm Level kann der Einfluss des Rauschens bei der Periodenzeitmessung, gesehen als grüner Graph in Abb. 240, unterdrückt werden und die gemessene Periodenzeit ist immer 2s, was als blauer Graph in Abb. 240 gesehen werden kann.
Die dutycycle Funktion gibt das Tastverhältnis eines Signals zurück. Das Signal muss für die Funktion als Bedingungen referenziert werden in Kombination mit einem Schwellwert. Eine optionale rearm Bedingung kann Störungen durch Signalrauschen unterdrücken. Die rearm Bedingung kann für das gleiche oder einem verschiedenen Signal definiert werden.
Die folgenden Beispiele erklären die Funktionalität (das entsprechende dmd-file können hier gefunden werden https://ccc.dewetron.com/pl/OXYGEN):
DUTYCYCLE_cond = dutycycle(‚SIGNAL‘>0)
Die dutycycle Funktion (oranger Graph in Abb. 242) misst und gibt das Tastverhältnis des Kanals SIGNAL (brauner Graph in Abb. 242)zurück für die Bedingung, dass das SIGNALlevel höher 0 ist. Da das SIGNAL eine reine Sinuskurve ist, sollte das Tastverhältnis 0.5 (oder 50%) betragen. Aufgrund von Rauschen, wird der Nulldurchgang mehrere Male überschritten (siehe Abb. 243), wodurch ein falsches Messergebnis des Tastverhältnisses erzielt wird. Eine optionale rearm Bedingung kann Störungen durch Signalrauschen unterdrücken. Dies wird im folgenden Kapitel erklärt.
DUTYCYCLE_cond_rearm = dutycycle(‚SIGNAL‘>0,‘SIGNAL‘>-5)
will measure an
Die dutycycle Funktion (oranger Graph in Abb. 242) misst und gibt das Tastverhältnis des Kanals SIGNAL (brauner Graph in Abb. 242) zurück für die Bedingung, dass das SIGNALlevel höher 0 ist. Sofern die Messung durch Rauschen gestört werden kann, wird in diesem Beispiel eine rearm Bedingung definiert, um den Einfluss des Rauschens zu unterdrücken. Die rearm Bedingung wird wie folgt definiert: das SIGNALlevel muss -5 unterschreiten, bevor die Bedingung SIGNAL > 0 erneut erkannt wird. Mit diesem optionalen rearm Level kann der Einfluss des Rauschens bei der Tastverhältnismessung, gesehen als oranger Graph in Abb. 243, unterdrückt werden und das gemessene Tastverhältnis ist immer 0.5 (50%), was als blauer Graph in Abb. 243 gesehen werden kann.
Die edge Funktion gibt eine steigende Flanke von 0 auf 1 aus, im Falle einer erfüllten Bedingung und eine fallende Flanke von 1 auf 0, wenn die rearm Bedingung erfüllt wird.
Die folgenden Beispiele erklären die Funktionalität (das entsprechende dmd-file können hier gefunden werden: https://ccc.dewetron.com/pl/OXYGEN):
Die edge Funktion (grüner Graph in Abb. 244) gibt eine steigende Flanke von 0 auf 1 aus, wenn das SIGNALlevel 800 überschreitet (brauner Graph in Abb. 244). Wenn das SIGNALlevel -100 unterschreitet, gibt die edge Funktion eine fallende Flanke von 1 auf 0 aus.
Die folgenden Beispiele erklären die Funktionalität (das entsprechende dmd-file können hier gefunden werden https://ccc.dewetron.com/pl/OXYGEN):
Das blaue Signal in Abb. 245 misst die Zeit mit der stopwatch Funktion zwischen den folgenden zwei Bedingungen: cond1 ist wahr wenn SIGNAL1 (grünes Signal in Abb. 245) 100 überschreitet und cond2 ist wahr wenn SIGNAL1 800 überschreitet. Die Formelsyntax des blauen Signals in Abb. 245) ist die folgende:
stopwatch(‚SIGNAL1‘>100,‘SIGNAL1‘>800)
Um die Auswirkung des Rauschens zu unterdrücken wird ein rearm Level von -100 für cond1 hinzugefügt, wobei die edge Funktion verwende wird. Das Ergebnis kann als oranger Graph in Abb. 245 gesehen werden. In diesem Beispiel wird die stopwatch Funktion nur neu gestartet, wenn SIGNAL1 -100 unterschreitet. Die Syntax ist die folgende:
Gibt das globale Minimum des als value definierten Signals zurück, von Aufzeichnungsstart bis zum aktuellen Zeitpunkt; wird zum Messstart zurückgesetzt; kann optional mit einer reset Bedingung zurückgesetzt werden; die Updaterate ist gleich der Samplerate des Kanals mit der höchsten Samplerate, welcher in der Formel verwendet wird.
rmax(value[,reset])
Gibt das globale Maximum des als value definierten Signals zurück, von Aufzeichnungsstart bis zum aktuellen Zeitpunkt; wird zum Messstart zurückgesetzt; kann optional mit einer reset Bedingung zurückgesetzt werden; die Updaterate ist gleich der Samplerate des Kanals mit der höchsten Samplerate, welcher in der Formel verwendet wird.
ravg(value[,reset])
Gibt den globalen Mittelwert des als value definierten Signals zurück, von Aufzeichnungsstart bis zum aktuellen Zeitpunkt; wird zum Messstart zurückgesetzt; kann optional mit einer reset Bedingung zurückgesetzt werden; die Updaterate ist gleich der Samplerate des Kanals mit der höchsten Samplerate, welcher in der Formel verwendet wird.
rrms(value[,reset])
Gibt den globalen Effektivwert des als value definierten Signals zurück, von Aufzeichnungsstart bis zum aktuellen Zeitpunkt; wird zum Messstart zurückgesetzt; kann optional mit einer reset Bedingung zurückgesetzt werden; die Updaterate ist gleich der Samplerate des Kanals mit der höchsten Samplerate, welcher in der Formel verwendet wird.
rsum(value[,reset])
Gibt die globale Summe des als value definierten Signals zurück, von Aufzeichnungsstart bis zum aktuellen Zeitpunkt; wird zum Messstart zurückgesetzt; kann optional mit einer reset Bedingung zurückgesetzt werden; die Updaterate ist gleich der Samplerate des Kanals mit der höchsten Samplerate, welcher in der Formel verwendet wird.
racrms(value[,reset])
Gibt die globalen Standardabweichung (ACRMS) des als value definierten Signals zurück, von Aufzeichnungsstart bis zum aktuellen Zeitpunkt; wird zum Messstart zurückgesetzt; kann optional mit einer reset Bedingung zurückgesetzt werden; die Updaterate ist gleich der Samplerate des Kanals mit der höchsten Samplerate, welcher in der Formel verwendet wird.
Gibt den globalen Peak-Peak-Wert des als value definierten Signals zurück, von Aufzeichnungsstart bis zum aktuellen Zeitpunkt; wird zum Messstart zurückgesetzt; kann optional mit einer reset Bedingung zurückgesetzt werden; die Updaterate ist gleich der Samplerate des Kanals mit der höchsten Samplerate, welcher in der Formel verwendet wird.
Array-Kanäle in OXYGEN sind Kanäle (oder Vektoren), die mehrere Datenelemente für einen Zeitpunkt enthalten, z. B. Oberschwingungen aus einer Leistungsgruppe, Amplitudenspektren einer FFT-Berechnung oder ein CPB-Spektrum. Mit OXYGEN werden Array-Kanäle in der Regel entweder mithilfe einer Array Chart oder eines Spectrum Analyzers visualisiert.
Neben zeitbasierten synchronen und asynchronen Kanälen ist es auch möglich, mit Array-Kanälen im Formeleditor zu arbeiten.
Mathematische Operationen mit Array-Kanälen
Die folgenden mathematischen Operationen werden bei der Verwendung von Arraykanälen in Formeln unterstützt:
Grundlegende mathematische Operationen für Arrays mit gleichen Dimensionen unterstützt (siehe ① in Abb. 246): + - * /
Operationen (+ - * /) mit Arrays und Konstanten (siehe ② in Abb. 246)
In beiden Fällen ist die Ausgabe der Formel ein neuer Arraykanal.
Abb. 246 Grundlegende mathematische Operationen für Arrays¶
Darüber hinaus ist es möglich, die folgenden Operatoren in Kombination mit Array-Kanälen zu verwenden:
Abb. 249 Logikoperatoren in Kombination mit Array-Kanälen¶
Die Formelausgabe wird auch hier ein neuer Array-Kanal sein.
Extraktion von Array-Elemente
Es ist möglich, ein oder mehrere Elemente aus einem Array-Kanal in einen neuen Array-Kanal zu extrahieren. Die Syntax dafür folgt der Python-Sprache, also beachten Sie bitte, dass
Das erste Element eines Arrays immer den Index 0 hat
Beim Extrahieren mehrerer benachbarter Elemente der erste angegebene Index immer inklusiv und der letzte immer exklusiv ist (siehe Abb. 251)
Es gibt die folgenden Optionen zum Extrahieren von Arrayelementen:
Extraktion eines dedizierten Elements (siehe Abb. 250). Die Ausgabe ist ein asynchroner Zeitkanal.
Extraktion mehrerer benachbarter Elemente (siehe Abb. 251). Die Ausgabe ist ein Array-Kanal mit der Anzahl der extrahierten Elemente als neue Dimension.
Extraktion mehrerer benachbarter Elemente mit einer Schrittweite zwischen den zu extrahierenden Elementen (siehe Abb. 252). Die Ausgabe ist ein Array-Kanal mit der Anzahl der extrahierten Elemente als neue Dimension.
Abb. 252 Extraktion mehrerer benachbarter Elemente mit Schrittweite zwischen den zu extrahierenden Elementen¶
Erstellung von Arrays mit Konstanten
Zu guter Letzt ist es möglich, Array-Kanäle mit konstanten Elementen zu erstellen (siehe Abb. 253). Die Aktualisierungsrate kann definiert werden, indem ein Zeitdomänenkanal hinzugefügt und mit Null multipliziert wird. Das Array hat dann die gleiche Aktualisierungsrate wie der Zeitdomänenkanal.
Abb. 253 Erstellung von Arrays mit konstanten Elementen¶
Um Statistikkanäle zu erstellen, klicken Sie auf die Schaltfläche [+] in der unteren linken Ecke des Menüs „Datenkanäle“ (siehe Abschnitt Arbeiten mit Softwarekanälen) und wählen Sie „Statistik“. Zuvor müssen Sie den/die Eingangskanal(e) auswählen. Es können mehrere Eingangskanäle ausgewählt werden, um mehrere Statistikkanäle mit identischen Einstellungen zu erstellen.
Abb. 254 Pop-up-Fenster zur Erstellung eines Statistik-Kanals¶
Im Popup-Fenster „Kanal hinzufügen“ können Sie auswählen, welcher statistische Parameter berechnet werden soll. Für jeden Parameter erstellt OXYGEN einen individuellen Ausgabekanal. Darüber hinaus umfasst die allgemeine Konfiguration folgende Optionen:
Berechnungstyp – Es stehen mehrere Typen zur Verfügung, eine detaillierte Beschreibung finden Sie weiter unten.
Fenstergröße – Legen Sie die Größe des Berechnungsfensters fest.
Überlappung – Legen Sie die Fensterüberlappung fest; siehe Abb. 257.
Gruppenname – Legen Sie einen Gruppennamen fest, um die Kanäle im Menü „Datenkanäle“ zu organisieren.
Die definierten Kanalparameter können auch im Nachhinein in den Kanaleinstellungen geändert werden (siehe Abb. 258).
Verfügbare statistische Parameter
i = 1…N
N = Abtastrate des Eingangkanals * Fenstergröße
AVG: Berechnet den linearen Mittelwert im definierten Fenster entsprechend folgenden Formel:
MAX: Berechnet das Signalmaximum, welches im definierten Fenster auftritt.
MIN: Berechnet das Signalminimum, welches im definierten Fenster auftritt.
RMS: Berechnet den quadratischen Mittelwert (RMS) im definierten Fenster entsprechend folgenden Formel:
ACRMS: Berechnet den quadratischen Mittelwert (RMS), welcher von DC-Komponenten bereinigt ist. Dieser Wert ist mit der Standardabweichung nach folgender Formel ident:
Spitze-Spitze: Berechnet den Spitze-Spitz- Wert des Signals im definierten Zeitfenster nach folgender Formel:
SUM: Berechnet die Summe des Signals im definierten Zeitfenster nach folgender Formel:
MIN Time: Bestimmt die Zeit, an welcher das Minimum des Signals aufgetreten ist.
MAX Time: Bestimmt die Zeit, an welcher das Maximum des Signals aufgetreten ist.
Anzahl: Zählt die Anzahl der Samples im definierten Zeitfenster.
Varianz: Berechnet die Varianz, welche durch den quadrierten ACRMS-Wert berechnet wird, nach folgender Formel:
CV: Berechnet den Variationskoeffizient nach folgender Formel:
Spitze: Berechnet den Spitze-Wert nach folgender Formel:
Scheitel: Berechnet den Scheitelfaktor nach folgender Formel:
Frequenz: Berechnet die Frequenz der Start-Trigger Ereignisse und mittelt über N Perioden. Diese Option steht nur im Phase-Locked Berechnungstyp für einen ausgewählten Kanal zur verfügung.
Periodenzeit: Misst die Zeit zwischen Start-Trigger Ereignissen und mittelt über N Perioden. Diese Option steht nur im Phase-Locked Berechnungstyp für einen ausgewählten Kanal zur verfügung.
Bemerkung
Unterschied zwischen RMS- und ACRMS-Wert: Der RMS- und der ACRMS-Wert ohne DC-Komponenten ist derselbe. Man nehme eine Sinuskurve mit einer Amplitude von 1 und keinem DC Offset an:
Abb. 255 Sinuskurve mit Amplitude 1 und keinem DC Offset¶
In diesem Fall ist der RMR-Wert ~0.707 und der ACRMS-Wert ist auch ~0.707.
Wenn das Signal DC Komponenten enthält, enthält auch der RMS-Wert diese, jedoch der ACRMS-Wert nicht.
Abb. 256 Sinuskurve mit Amplitude 1 und 0.5 DC Offset¶
Für dieses Signal ist der RMS-Wert ~0.866, weil die DC-Komponenten berücksichtigt werden, aber der ACRMS-Wert beträgt ~0.707, da die DC-Komponenten nicht berücksichtigt werden.
Verfügbare Berechnungstypen
Bei Aufzeichnungsstart zurücksetzen
In diesem Modus wird die Statistik zu Beginn jeder Messung zurückgesetzt. Die Berechnung verwendet eine definierte Fenstergröße und eine optionale Überlappung.
Kontinuierlich
Die Statistik wird kontinuierlich berechnet, ohne zu Beginn einer Messung zurückgesetzt zu werden. Wie bei „Zurücksetzen bei Messungsstart” sind auch hier eine Fenstergröße und optional eine Überlappung erforderlich.
Gesamte Messung
Dieser Modus erzeugt einen einzigen statistischen Wert auf der Grundlage aller erfassten Datenpunkte über die gesamte Aufzeichnung. In einem Aufzeichnungsgerät wird dies als horizontale Linie angezeigt. Es sind keine zusätzlichen Parameter erforderlich.
Getriggert
Die Berechnung beginnt erst, wenn ein Triggerereignis eintritt. Dieser Modus ermöglicht hochgradig kontrollierte, ereignisbasierte Auswertungen. Sie können den Triggerkanal, den Triggerpegel, ob der Trigger auf eine steigende oder fallende Flanke reagiert, einen Rückstellpegel und den Stoppmodus definieren. Für den Stoppmodus können Sie entweder wählen: Stop Trigger – die Berechnung stoppt basierend auf einem anderen Triggerereignis, Duration – die Berechnungslänge wird über ein Zeitintervall definiert, Retrigger – die Start-Trigger-Konfiguration wird auch als Stoppbedingung verwendet.
Laufend
Die Statistik wird mit derselben Rate wie der Eingangskanal aktualisiert. Für jedes neu eingehende Sample blickt die Berechnung auf eine definierte Fenstergröße zurück und berechnet die Statistik für dieses Zeitfenster. Da das Fenster in der Regel viele Samples enthält, bietet dieser Modus eine ständig aktualisierte gleitende Statistik.
Phase-Locked
Statistiken für den Referenzkanal werden mit dem Perioden Quellkanal synchronisiert.
Standardmäßig entspricht der Perioden Quellkanal dem zuerst ausgewählten Kanal.
Das statistische Zeitfenster kann auf N Perioden (1 bis 1000) eingestellt werden.
Die Perioden werden anhand des Start-Triggers des Perioden Quellkanals ermittelt.
Im Phase-Locked Modus stehen zwei zusätzliche Statistiktypen zur Verfügung: Frequenz und Periodenzeit.
Diese werden basierend auf dem Perioden Quellkanal für jede Periode berechnet und über N Perioden gemittelt.
Fenster-Überlappung
Die folgende Abbildung zeigt wie das Berechnungsfenster bei verschiedenen Überlappungen verschoben wird.
Abb. 257 Überlappungsmechanismus für die statistischen Berechnungen¶
Kanaleinstellungen Übersicht
Abb. 258 und Tab. 24 geben einen Überblick über die Kanaleinrichtung für statistische Kanäle am Beispiel der RMS-Statistik.
Tab. 24 Buttons in den Statistik-Kanaleinstellungen – Übersicht¶
Nr.
Funktion
Description
1
Aktiv
Aktivieren oder deaktivieren eines Kanals; ein aktiver Kanal kann in einem Messinstrument angezeigt werden, für eine Mathe-Kanal verwendet
werden und aufgezeichnet werden, ein inaktiver Kanal nicht.
2
Kanalname
Individueller Kanalname; Kann individuell angepasst werden
3
Gruppen Name
Ändern Sie den Namen der Statistik Gruppierung
4
Statistikmodus
Wählen zwischen den verschiedenen Statistikwerten, die berechnet werden sollen.
5
Berechnungstyp
Wählen Sie ob die Berechnung kontinuierlich berechnet werden soll, mit Aufzeichnungsstart zurückgesetzt oder als Gesamtwert (Einzelwert)
berechnet werden soll.
6
Fenstergröße
Tippen Sie die gewünschte Fenstergröße ein (hat Auswirkungen auf die Samplerate ⑥).
7
Fenstergrößen-Einheit
Wählen Sie die Einheit des Fensters. Wählen Sie zwischen Sekunden (s), Minuten (m), Stunden (h) und Tage (d)
(hat Auswirkungen auf die Samplerate ⑥).
8
Fenster Überlappung
Wählen Sie eine Überlappung der einzelnen Berechnungsfenster zwischen 0 und 99 %.
9
Samplerate
Samplerate [Hz] und Fenstergröße hängen zusammen. Beide können bearbeitet werden.
10
Skalierung
Ändern der Skalierung des Kanals, indem ein Skalierungsfaktor eingegeben wird oder die Sensitivität geändert wird (und/oder
eingeben eines Offsets) oder eine 2-Punkt Skalierung,
Neben zeitbasierten synchronen und asynchronen Kanälen ist es auch möglich, Array-Kanäle für statistische Berechnungen zuzuweisen. Die Berechnung wird auf die gleiche Weise wie für Zeitbereichskanäle erstellt. Der resultierende Statistikkanal ist ein weiteres Array mit denselben Abmessungen wie der Quellkanal. Die Aktualisierungsrate entspricht der Größe des Statistikfensters. Das bedeutet, dass die statistische Analyse auf einer Bin-für-Bin-Basis durchgeführt wird.
Abb. 260 Pop-up-Fenster zur Erstellung eines FFT-Kanals¶
Um einen FFT-Kanal zu erstellen, wählen Sie einen Kanal aus, klicken Sie auf den Hinzufügen Button im unteren linken Eck (rot markiert in Abb. 224) und wählen Sie FFT (siehe Abb. 266). Es können mehrere Kanäle gleichzeitig ausgewählt werden, um mehrere FFT-Kanäle mit denselben Einstellungen zu erstellen.
Bemerkung
FFT-Mathematik kann nur auf synchrone Kanäle angewendet werden, wie analoge Eingangskanäle oder Counterkanäle, aber nicht auf asynchrone Kanäle, wie CAN-Kanäle, EPAD-Kanäle oder Power-Gruppen-Kanäle.
Bemerkung
Der Unterschied zwischen der FFT-Berechnung mit dem Mathe-Modul und dem Messinstrument FFT ist, dass die Berechnung mit dem Mathe-Modul deterministisch ist und das Messinstrument stochastisch. Eine deterministische Berechnung kann immer reproduziert werden, da der Zeitpunkt, zu welchem die FFT berechnet wird, enthalten ist. Für eine stochastische Berechnung ist dies nicht der Fall. Zusätzlich können die FFT-Daten des Mathe-Moduls im PLAY Modus exportiert (für Details siehe Exporteinstellungen) werden, da diese eigene Kanäle bilden. Dies ist beim Messinstrument nicht der Fall.
Fünf Kanäle können für jede FFT-Berechnung gebildet werden:
Der Kanal mit dem komplexen SpektrumYk (genannt Channel_Name_Cpx), kann nicht in OXYGEN visualisiert werden, ist aber für den Export und späteres Nachbearbeiten in einem anderen Programm hilfreich.
Der Kanal mit dem AmplitudenspektrumAk (genannt Channel_Name_Amp), wird nach folgender Formel berechnet:
Dieser Kanal kann mithilfe des FFT-Messinstruments in OXYGEN visualisiert werden (siehe Spektrum Analyzer – Frequenzanalyse), wenn das aktuelle Spektrum dargestellt werden soll oder wenn es dem Spektrogramm-Instrument zugeordnet wird (siehe Spektrogram), um den zeitabhängigen Trend darzustellen.
Der Kanal mit dem Phasenspektrumφk (genannt Channel_Name_Phi), wird nach folgender Formel berechnet:
Dieser Kanal kann mithilfe des FFT-Messinstruments in OXYGEN visualisiert werden (siehe Spektrum Analyzer – Frequenzanalyse), wenn das aktuelle Spektrum dargestellt werden soll oder wenn es dem Spektrogramm-Instrument zugeordnet wird (siehe Spektrogram), um den zeitabhängigen Trend darzustellen.
Dieser Kanal wird nicht automatisch berechnet, sondern muss manuell in den Kanaleinstellungen des komplexen Spektrums Channel_Name_Cpx ausgewählt werden, nachdem der FFT-Kanal erstellt wurde (siehe ⑭ in Abb. 262).
Der Kanal mit dem Gesamt-Spitzenwert der Amplituden. Dieser Kanal ist standardmäßig deaktiviert und hält das Maximum der Amplituden für jede Spektrallinie über den Datenakquise-Zeitraum.
Der Kanal mit dem Gesamt-Mittelwert der Amplituden. Dieser Kanal ist standardmäßig deaktiviert und berechnet den Mittelwert der Amplituden für jede Spektrallinie über den Datenakquise-Zeitraum.
Folgende FFT-Charakteristika können beim Auswählen des FFT-Abschnitts definiert werden:
Fensterbreite: Wählen Sie die Anzahl an Samples die simultan in den Frequenzbereich transformiert werden soll. Die Fensterbreite kann zwischen 42 und 16777216 (224) Samples variieren. Für weitere Details der Berechnung, siehe FFT Eigenschaften für Kanäle im Zeitbereich.
Fenstertyp: Wählen Sie ein geeignetes Fenster. Zur Auswahl sind: Hanning, Hamming, Rechteck, Blackman, Blackman-Harris, Flat Top oder Bartlett. Für weitere Details der Berechnung, siehe Fenstertyp.
Frequenzgewichtung: Wenn keine Frequenzbewertung erforderlich ist, wird standardmäßig Z (keine) eingestellt. Zusätzlich stehen die Bewertungen A, B, C und D zur Verfügung.
Amplitudenspektrum: Wählen Sie den Typ des Amplitudenspektrums, welchen die Amplitude enthalten soll. Die folgenden Amplitudenspektren sind verfügbar: Amplitude, Amplitude_RMS, Amplitude², PSD, PSD TISA, PSD MSA, PSD SSA, Dezibel (Ref: 1), Dezibel_RMS (Ref:1), Dezibel_Spitze (Ref: Max), Dezibel V-RMS, Decibel U-RMS, Sound Pressure Level or Sound Pressure Level (Water). Für weitere Details der Berechnung, siehe Abschnitt Spektrum.
Wenn keines ausgewählt wird, dann wird nur der Kanal des komplexen Spektrums, nicht aber der des Amplitudenspektrums Channel_Name_Amp erstellt.
Gruppenname: Definieren Sie einen Gruppennamen in der Kanalliste, zu welchem der Filter hinzugefügt werden soll
Spektrallinien-Reduktion (Bin reduction): Reduziert das errechnete FFT-Array für alle FFT-Kanäle auf eine bestimme Anzahl von Spektrallinien bezogen auf die Linienauflösung.
Nachdem Hinzufügen gedrückt wurde, werden die FFT-Kanäle für die ausgewählten Eingangskanäle berechnet und als FFT-Kanäle in der Kanalliste mit eigenem Abschnitt angezeigt (siehe Abb. 261).
Nachdem die FFT-Kanäle erstellt wurden, können die folgenden Kanaleinstellungen des komplexen Spektrums Channel_Name_Cpx vorgenommen werden:
Abb. 262 Kanaleinstellungen des komplexen Spektrums – Übersicht¶
Tab. 25 Buttons in den Kanaleinstellungen des komplexen Spektrums - Übersicht¶
Nr.
Funktion
Beschreibung
1
Farbe
Farbschema für einen Kanal kann hier geändert werden
2
Kanaleinstellungen
Kanaleinstellungsfenster öffnen
3
Aktiv
Aktivieren oder deaktivieren eines Kanals; ein aktiver Kanal kann in einem Messinstrument angezeigt werden,
für eine Mathe-Kanal verwendet werden und aufgezeichnet werden, ein inaktiver Kanal nicht
4
Name (des Eingangskanals)
Der Name des Eingangskanals für die FFT-Berechnung
5
Abtastrate (des Eingangskanals)
Die Abtastrate des Eingangskanals wird hier angezeigt.
6
Kanalname
Individueller Kanalname; Kann individuell angepasst werden
7
Gruppenname
FFT-Kanäle können gruppiert werden. Standardmäßig werden alle FFT-Kanäle in die Gruppe „FFT-Kanäle” eingeordnet.
Dies kann jederzeit geändert werden.
8
Fenstergröße
Wählen Sie die Anzahl an Samples die simultan in den Frequenzbereich transformiert werden soll. Die Fensterbreite
kann zwischen 42 und 16777216 (2^24) Samples variieren. Für weitere Details der Berechnung, siehe FFT Eigenschaften für Kanäle im Zeitbereich.
Wählen Sie ein geeignetes Fenster. Zur Auswahl sind: Hanning, Hamming, Rechteck, Blackman, Blackman-Harris, Flat Top oder
Bartlett. Für weitere Details der Berechnung, siehe Fenstertyp.
12
Normalisierungstyp
Auswahl zwischen Amplitude True, Power True oder Keine Normalisierung. Für weitere Details der Berechnung,
siehe Normierung von FFT Spektren.
13
Überlappung
Wählen Sie einen Überlappungsfaktor zwischen 0 bis 99.97559 %. Für weitere Details der Berechnung, siehe Markers.
14
Aktivierung des Amplitudenkanals
Aktivierung und Deaktivierung der Berechnung des Amplitudenkanals; Standardmäßig aktiviert.
15
Aktivierung des Phasenkanals
Aktivierung und Deaktivierung der Berechnung des Phasenkanals; standardmäßig deaktiviert.
16
Aktivierung des Gesamt-Spitzenwert-Kanals
Aktivierung und Deaktivierung der Berechnung des Spitzenkanals; (siehe Abb. 262); standardmäßig deaktiviert.
17
Aktivierung des
Gesamt-Mittelwert-Kanals
Aktivierung und Deaktivierung der Berechnung des Mittelwertkanals; (siehe Abb. 262); standardmäßig deaktiviert.
Aktivierung oder Deaktivierung der Berechnung des exponentiellen Gesamtdurchschnittskanals mit der folgenden
Formel. y*n= α*x(n)+(1-α)*y*(n-1) and α=1-e^(ΔT/τ).
19
Exponential Zeitkonstante (tau)
𝜏 ist die exponentielle Zeitkonstante und kann in Sekunden eingegeben werden. Je kleiner 𝜏, desto größer ist der Einfluss des neuesten
Spektrums auf den tatsächlichen Durchschnitt. Je größer 𝜏, desto größer ist der Einfluss der älteren Spektren auf den tatsächlichen
Durchschnitt.
20
Mittelungs-Fenster
Kann auf 3 Modi eingestellt werden, die sich auf alle Gesamtkanäle auswirken:
- Gesamte Messung (Standard): Mittelwertbildung vom Messbeginn bis zum Messende
- Anzahl: Mittelwertbildung mehrerer Spektren für eine bestimmte Anzahl von Spektren
- Zeitdauer: Mittelwertbildung mehrerer Spektren für einen bestimmten Zeitraum
21
Mittelungs-Dauer
Nur sichtbar, wenn als Mittelungs Fenster „Anzahl“ oder „Zeitdauer“ ausgewählt ist. Hier kann die Blockgröße oder Zeitspanne für
die FFT Berechnung eingestellt werden, je nach Auswahl des Mittelungsfensters.
22
Minimale Frequenz
Auswahl der minimalen Frequenz für die FFT-Berechnung zwischen 0 und der Hälfte der Abtastrate des Basiskanals.
23
Maximale Frequenz
Auswahl der maximalen Frequenz für die FFT-Berechnung zwischen der gewählten minimalen Frequenz und der Hälfte der
Abtastrate des Basiskanals.
24
Spektrallinien Reduktion
Reduziert die FFT-Bins auf die definierten Spektrallinien, beispielsweise 1, 2 und 5. Ordnung bezogen auf die Linienauflösung.
Nachdem die FFT-Kanäle erstellt wurden, können die folgenden Kanaleinstellungen des Amplitudenspektrums Channel_Name_Amp vorgenommen werden:
Abb. 263 Kanaleinstellungen des Amplitudenspektrums – Übersicht¶
Tab. 26 Kanaleinstellungen des Amplitudenspektrums – Übersicht¶
Nr.
Funktion
Beschreibung
1
Farbe
Farbschema für eine Kanal kann hier geändert werden.
2
Kanaleinstellungen
Öffnen des Kanaleinstellungsfenster.
3
Aktiv
Aktivieren oder deaktivieren eines Kanals; ein aktiver Kanal kann in einem Messinstrument angezeigt werden,
für einen Mathe-Kanal verwendet werden und aufgezeichnet werden, ein inaktiver Kanal nicht
4
Name (des Eingangskanals)
Der Name des Eingangskanals für die FFT-Berechnung.
5
Abtastrate (des Eingangskanals)
Die Abtastrate des Eingangskanals wird hier angezeigt.
6
Kanalname
Individueller Kanalname; Kann individuell angepasst werden
7
Typ des Spektrums
Wählen Sie den Typ des Amplitudenspektrums. Für weitere Details der Berechnung,
siehe Abschnitt Spektrum.
8
Referenzwert
Wenn Dezibel oder Dezibel RMS als Typ des Spektrums ausgewählt wurde, kann hier der Referenzwert
eingegeben werden.
9
Frequenzmittelung
Wählen Sie aus, ob eine Frequenzbewertung auf das Amplitudenspektrum angewendet werden soll.
Es stehen A, B, C, D oder Z (keine) zur Verfügung.
Nachdem die FFT-Kanäle erstellt wurden, können die folgenden Kanaleinstellungen des Phasenspektrums Channel_Name_Phi vorgenommen werden:
Abb. 264 Kanaleinstellungen des Phasenspektrums – Übersicht¶
Tab. 27 Kanaleinstellungen des Phasenspektrums – Übersicht¶
Nr.
Funktion
Beschreibung
1
Farbe
Farbschema für eine Kanal kann hier geändert werden.
2
Kanaleinstellungen
Öffnen des Kanaleinstellungsfenster.
3
Aktiv
Aktivieren oder deaktivieren eines Kanals; ein aktiver Kanal kann in einem Messinstrument angezeigt werden,
für einen Mathe-Kanal verwendet werden und aufgezeichnet werden, ein inaktiver Kanal nicht.
4
Kanalname
Individueller Kanalname; Kann individuell angepasst werden
4
Name (des Eingangskanals)
Der Name des Eingangskanals für die FFT-Berechnung.
5
Abtastrate (des Eingangskanals)
Die Abtastrate des Eingangskanals wird hier angezeigt.
7
Typ des Spektrums
Wählen Sie den Typ des Amplitudenspektrums. Verfügbare Typen sind Phase, Phase unwrapped, Phase (radiant) und
Phase unwrapped (radiant). Für weitere Details der Berechnung, siehe Abschnitt Spektrum.
Für Gesamtkanäle, d. h. den Gesamtpeak-, den Gesamt-RMS- und den Gesamt-Exponentialmittelwertkanal, können nach der Erstellung der FFT-Kanäle keine Einstellungen mehr in den Kanaleinstellungen geändert werden. Es ist nur möglich, den Namen des Kanals zu ändern und ihn zu aktivieren oder zu deaktivieren. Alle Gesamtkanäle basieren auf dem Amplitudenkanal der FFT. Wenn der Amplitudenkanal deaktiviert wird, werden automatisch auch alle Gesamtkanäle deaktiviert.
Die folgende Abbildung zeigt alle drei Amplitudenkanaltypen. Den Amplitudenkanal, den Gesamt-Spitzenwert und den Gesamt-Mittelwert der Amplituden.
Abb. 265 Beispiel für Amplituden, Gesamtspitzenwert, Gesamtmittelwert und exponentiellen Mittelwert in der Spektralansicht¶
Um einen Filterkanal zu erstellen, muss der Benutzer einen oder mehrere Eingangskanäle auswählen. Klicken Sie dann auf das Pluszeichen + und wählen Sie anschließend im Menü Filter die Option IIR-Filter aus. Optional können bereits beim Erstellen des Filterkanals der Filtertyp, die Filterfrequenz, die Filtercharakteristik einschließlich der Ordnung und der Name der Filtergruppe definiert werden. Diese Parameter können auch nach dem Klicken auf Hinzufügen geändert werden. Für alle ausgewählten Eingangskanäle wird ein Filterkanal erstellt.
Abb. 266 Pop-up-Fenster zur Erstellung eines (Hoch- oder Tiefpass-)Filterkanals¶
Nachdem Hinzufügen gedrückt wurde, können folgende Filtercharakteristika ausgewählt werden:
Wenn Tief- oder Hochpassfilter ausgewählt wurde (siehe Abb. 266), kann weiters folgendes eingestellt werden:
Filterfrequenz: von 0 Hz bis < Nyquist Frequenz (0.99 * Abtastrate) / 2
Filtercharakteristik: Bessel, Butterworth, Chebyshev I oder Chebyschev II. Bei Chebyshev Filtern kann noch Ripple (Stopband) zwischen 0 und 80 dB eingestellt werden.
Filterordnung: 2, 4, 6, 8, 10
Gruppenname: Definieren Sie einen Gruppennamen in der Kanalliste, zu welchem der Filter hinzugefügt werden soll
Wenn Bandpass oder Bandsperre ausgewählt wurde (siehe Abb. 266):
Untere Frequenz: von 0 Hz bis Obere Frequenz Hz
Obere Frequenz: von (Untere Frequenz + 1) Hz bis < Nyquist Frequenz (0.99 * Abtastrate) / 2
Filtercharakteristik: Bessel, Butterworth, Chebyshev I oder Chebyschev II. Bei Chebyshev Filtern kann noch Ripple (Stopband) zwischen 0 und 80 dB eingestellt werden.
Filterordnung: 2, 4, 6, 8, 10
Gruppenname: Definieren Sie einen Gruppennamen in der Kanalliste, zu welchem der Filter hinzugefügt werden soll
Wenn Differenzierer ausgewählt wurde, kann weiters folgendes eingestellt werden:
Betriebsmodus: Einzelne oder doppelte Differentiation
Ob hohe Frequenzen gefiltert werden sollen
Filterfrequenz: von 0 Hz bis < Nyquist Frequenz (0.99 * Abtastrate) / 2
Filtercharakteristik: Bessel, Butterworth, Chebyshev I oder Chebyschev II. Bei Chebyshev Filtern kann noch Ripple (Stopband) zwischen 0 und 80 dB eingestellt werden.
Filterordnung: 2, 4, 6, 8, 10
Gruppenname: Definieren Sie einen Gruppennamen in der Kanalliste, zu welchem der Filter hinzugefügt werden soll
Wenn Integrator ausgewählt wurde, kann weiters folgendes eingestellt werden:
Betriebsmodus: Einzelne oder doppelte Integration
Ob niedrige Frequenzen gefiltert werden sollen
Filterfrequenz: von 0 Hz bis < Nyquist Frequenz (0.99 * Abtastrate) / 2
Filtercharakteristik: Bessel, Butterworth, Chebyshev I oder Chebyschev II. Bei Chebyshev Filtern kann noch Ripple (Stopband) zwischen 0 und 80 dB eingestellt werden.
Filterordnung: 2, 4, 6, 8, 10
Gruppenname: Definieren Sie einen Gruppennamen in der Kanalliste, zu welcher der Filter hinzugefügt werden soll
Bemerkung
Filter können nur auf synchrone Kanäle angewendet werden, wie analoge Eingangskanäle oder Counterkanäle, aber nicht auf asynchrone Kanäle, wie CAN-Kanäle, EPAD-Kanäle oder Power-Gruppen-Kanäle.
Durch Drücken von Enter, werden die Filterkanäle in der Kanalliste erstellt. Die definierten Kanalparameter können auch im Nachhinein in den Kanaleinstellungen geändert werden (siehe A Abb. 267).
Tab. 28 Push buttons in the Filter Channel Setup – Overview¶
Nr.
Funktion
Beschreibung
1
Farbe
Farbschema für eine Kanal kann hier geändert wer- den.
2
Aktiv
Aktivieren oder deaktivieren eines Kanals; ein aktiver Kanal kann in einem Messinstrument angezeigt werden,
für einen Mathe-Kanal verwendet werden und aufgezeichnet werden, ein inaktiver Kanal nicht.
3
Kanalgruppe
Individueller Kanalname; Kann individuell angepasst werden.
4
Filtermodus
Wählen des Filtertyps: Tiefpass, Hochpass, Differenzierer, Integrator.
5
Betriebsmodus
Wählen des Betriebsmodus einzelne oder doppelte Integration/Differentiation (nur auswählbar für
Differenzierern und Integratoren).
6
Hohe Frequenzen filtern
Zum Filtern von Frequenzen über/unter einer Grenzfrequenz beim Differenzierer/Integrator Modus.
- Integrator: Wählen Sie ob niedrige Frequenzen und DC-Komponenten gefiltert wer- den sollen.
- Differenzierer: Wählen Sie ob hohe Frequenzen gefiltert werden sollen.
- Tiefpass/Hochpass: nicht verfügbar
7
Frequenzauswahl
Definieren Sie die Grenzfrequenz von 0 bis ≤ Nyquist Frequenz (0.99 * Abtastrate) / 2
8
Filtercharakteristik
Wählen Sie zwischen Bessel, Butterworth, Chebyshev I und Chebyshev II Charakteristik.
9
Filterordnung
Wählen Sie zwischen 2., 4., 6., 8. Oder 10. Filterordnung. Wenn ein Chebyshev Filtern gewählt wurde
kommt ein Parameter für den Ripple (Passband) in dB hinzu.
10
Vorschau-Fenster
Echtzeit-Vorschau der Berechnung
11
Filtervorschau
Vorschau für den Filter in dB von > 0 Hz bis hin zu < Nyquist Frequenz (0.99 * sample rate) / 2
12
Skalierung
Ändern der Skalierung des Kanals, indem ein Skalierungsfaktor eingegeben wird oder die Sensitivität
geändert wird (und/oder eingeben eines Offsets) oder eine 2-Punkt Skalierung.
Um FIR-Filter-Kanäle zu erstellen, klicken Sie auf die Schaltfläche [+] in der unteren linken Ecke der Kanalliste (siehe Arbeiten mit Softwarekanälen) und wählen Sie FIR-Filter. Es können mehrere Kanäle gleichzeitig ausgewählt werden, um mehrere Filterkanäle mit denselben Einstellungen zu erstellen.
Abb. 268 Popup-Fenster zum Erstellen von FIR-Filterkanälen; links: Tiefpass, rechts: Bandpass¶
Nachdem FIR-Filter gedrückt wurde, können folgende Filtercharakteristika ausgewählt werden:
Gruppenname: Definieren Sie einen Gruppennamen in der Kanalliste, zu welchem der Filter hinzugefügt werden soll
Bemerkung
Filter können nur auf synchrone Kanäle angewendet werden, wie analoge Eingangskanäle oder Counterkanäle, aber nicht auf asynchrone Kanäle, wie CAN-Kanäle, EPAD-Kanäle oder Power-Gruppen-Kanäle.
Durch Drücken von Enter, werden die Filterkanäle in der Kanalliste erstellt. Alle definierten Kanalparameter können auch im Nachhinein in den Kanaleinstellungen geändert werden. Im Allgemeinen sind die FIR-Kanaleinstellungen in vier Abschnitte unterteilt:
FIR-Filteroptionen – Definieren und Anpassen der FIR-Konfiguration
FIR-Stages – Festlegen des Filterverhaltens; zusätzliche Stufen können hinzugefügt werden mit [+] hinzugefügt werden
Eingangskanäle – Auswahl der zu filternden Kanäle
Vorschau – Anzeige des Filterverhaltens
Eine detaillierte Beschreibung finden Sie in Abb. 269 und tab_fir-settings.
Farbschema für eine Kanal kann hier geändert werden.
2
Aktiv
Aktiviert oder deaktiviert einen Kanal. Deaktivierte Kanäle werden nicht angezeigt, nicht aufgezeichnet und können
nicht für weitere Analysen verwendet werden.
3
Gruppenname
Hier kann ein Gruppenname für die FIR-Kanäle innerhalb der OXYGEN-Kanaliste definiert werden.
4
Filtermodus
Wählen des Filtertyps: Tiefpass, Hochpass, Bandpass, Bandstop
Verzögerung abhängig von der Filterlänge (siehe Punkt 4).
8
Verzögerung ausgleichen
Filterverzögerung automatisch ausgleichen Ja = TRUE, Nein = FALSE
9
Sättigungsdetektion
Aktiviert (Ja) oder deaktiviert (Nein) die Sättigungserkennung. Wenn diese Option aktiviert ist und der Eingangskanal
gesättigt ist oder den Messbereich überschreitet, gibt der entsprechende FIR-Kanal so lange NaN aus, wie die Sättigung
auftritt (siehe Abb. 270). Ein Kanal gilt als gesättigt, sobald 99 % oder 99,9 % (wählbar) des
Bereichs (des Eingangskanals) erreicht sind. Wenn diese Funktion deaktiviert ist, gibt der Kanal stattdessen
den Bereichsgrenzwert aus.
10
Kanalliste
Liste der verfügbaren Eingangskanäle. Wählen Sie die zu filternden Kanäle aus oder entfernen Sie die Auswahl.
11
Kanalfilter
Filtert die Kanalliste anhand mehrerer Filteroptionen.
12
Kanalgruppierung
Zeigt die Kanalliste entweder nach Kanalgruppen oder alphabetisch sortiert an.
13
Grenzfrequenz
Definiert die Grenzfrequenz des Filters; muss 0 < fcutoff < input sample rate / 2 erfüllen
14
Dezimierungsfaktor
Dezimiert die Ausgangsabtastrate um den angegebenen Faktor – z. B. Eingangsabtastrate: 10 kHz,
Dezimierungsfaktor: 5 -> Ausgangsabtastrate: 2 kHz. Zwischenliegende Samples werden übersprungen.
Nur für Tiefpassfilter verfügbar.
15
Ausgaberate
Darstellung der resultierenden Ausgaberate je nach den Einstellungen der Dezimierungsstufen.
Eine geringere Filterlänge hat schnelle Ausführungszeiten und daher geringere Verzögerungszeiten, allerdings entsteht bei der Wahl von sehr geringen Filterlängen ein flacher Dämpfungsabfall.
Der Dämpfungsabfall wird bei Änderungen der Filterlängen im Vorschau-Fenster dargestellt.
Die Filterlänge kann mit folgender Formel definiert werden.
Hohe Dämpfungen im Sperrberiech bzw. geringe Welligkeiten im Durchlassbereich erfordern gegebenenfalls eine höhere Filterlänge. Im Fall eines Tiefpassfilters ist es sinnvoll, mehrere Filterstufen zu definieren, wenn die errechnete Filterlänge zu hoch ist. Dies passiert, wenn man z.B. bei einem Signal mit einer Abtastfreuquenz von 200 kHz nur an Frequenzen unter 100 Hz interessiert ist. Dadurch werden die einzelnen Filterstufen mit geringeren Filterlängen durchgeführt, was eine Verminderung der Rechenlast mit sich bringt.
Falls vor dem Anlegen des Filters Kanäle ausgewählt wurden, wird der erste angewählte Kanal als Referenzkanal und alle folgenden als Inputkanäle zugewiesen.
Für die zugewiesenen Kanäle wird ein Ausgangskanal pro extrahierte Ordnung angelegt.
2
Drehzahl Referenzkanal
Der Referenzkanal bestimmt die Mittelfrequenz des Bandpass-Filters. Dieser kann in rpm oder
Hz angegeben werden. Falls ein Einheitenfehler vorliegt, wird dies in der Statuszeile ⑦ angezeigt.
3
Fixierte Bandbreite
Die fixierte Bandbreite bestimmt, ab welcher Frequenz über und unter der Referenzfrequenz
die Eingangssignale um 3 dB gedämpft werden. Das bedeutet, dass bei einer festen Bandbreite
von 3 Hz die Dämpfung von Frequenzen, die 3 Hz über der Bezugsfrequenz liegen, -3 dB beträgt.
4
Filtertyp
Auswahl der Filterfunktion, entweder Bessel oder Butterworth.
5
Ordnung
Bestimmt die Potenz der Filterfunktion von 2. bis 10. Ordnung.
6
Extrahierte Ordnung
Bestimmt für welches Verhältnis zur Referenzfrequenz der Bandpass-Filter angewandt werden soll.
Es sind auch non-integer Werte möglich.
7
Status
Hier werden potenzielle Fehler der Kanaleinheiten oder Abtastraten angezeigt.
Cepstrum ist ein Signalverarbeitungsalgorithmus, das in den 1960er Jahren für die Audio- und Akustikanalyse eingeführt wurde. Ursprünglich wurde Cepstrum verwendet, um die Erregungsparameter von den klangbeeinflussenden Parametern zu trennen.
Beispiele:
- Sprechen: Erregung des Stimmbandes und Beeinträchtigung der Mundhöhle
- Saiteninstrumente: Saitenerregung und Korpusresonanz
Die Cepstralanalyse wird mittlerweile auch für die Schwingungsanalyse eingesetzt und kann z.B. zur Charakterisierung von seismischen Echos verwendet werden, wie die von Erdbeben und Bombenexplosionen. Es ist ein nicht-lineares Fourier-Verfahren welches zur „Entfaltung“ zweier Signale verwendet wird.
Im Allgemeinen wird die Cepstrum-Analyse auf folgende Weise durchgeführt (siehe Abb. 273):
Der Begriff „Cepstrum“ ist ein Kunstwort, welches aus dem Wort „Spectrum“ durch vertauschen der ersten vier Buchstaben entsteht. In gleicher Weise wird „Frequency“ zu „Quefrency“ und „Filtering“ zu „Liftering“. (siehe Abb. 273):
Der Algorithmus ist folgendermaßen definiert. Wenn man ein akkustisches Signal misst wird das Signal mittels FFT in den Frequenzbereich transformiert, anschließend wird der natürliche Logarithmus es Spektrums gebildet und zum Schluss über eine inverse FFT in den Zeitbereich zurücktransformiert. Das Ergebnis dieses Algorithmus ist das Cepstrum.
Durch einen Klick auf „+“ in der Kanalliste öffnet sich das Fenster zur Auswahl der verschiedenen Mathematik Funktionen. Unter den Basis-Mathematikfunktion befindet sich die Option zum Hinzufügen einer Cepstrum/Quefrency-Analyse. (siehe Abb. 274). Es ist möglich unter 3 verschiedenen Cepstralanalysen zu wählen. Zur Auswahl stehen „Amplitude“, „Power“ und „Komplex“. Weiters ist es möglich eine Filterung (Liftering) zu aktivieren, sowie einen Gruppennamen zu definieren in dem die neuen Kanäle in der Kanalliste hinzugefügt werden. (nähere Informationen zu den Funktionen siehe Abb. 274). Durch einen Klick auf den „Hinzufügen“ Button im rechten unteren Eck des Fensters, werden die erstellten Kanäle zum definierten Gruppennamen automatisch erstellt.
Tab. 31 Einstellung zum Anlegen einer Cepstral-Analyse¶
Nr.
Funktion
Beschreibung
1
Amplitude
Das Amplituden-Cepstrum oder reelles Cepstrum ist wie folgt definiert:
Man nimmt ein Zeitsignal und geht blockweise wie folgt vor:
- FFT- Berechnung
- Bildung des Absolutbetrags
- Nicht-linearisierung mit dem Logarithmus naturalis (ln)
- Inverse Fouriertransformation
- Extraktion des Realteil
2
Power
Beim Power Cepstrum wird der Absolutbetrag quadriert bevor er logarithmiert wird.
Die Berechnung lautet:
3
Komplex
Beim komplexen Spektrum wird nicht der Betrag der FFT, sondern das komplexe
Spektrum logarithmiert. Dadurch bleibtbei der Rücktransformation die Phaseninfo
erhalten. Die Berechnung lautet:
4
Liftering
Bei Aktivierung wird die Filterung aktiviert und kann anschließend in
den Einstellung des angelegten Kanals angepasst werden.
5
Gruppenname
Definiert den Gruppennamen, in dem die erzeugten Kanäle der Cepstralanalyse aufgelistet werden.
Nach dem Klick auf „Hinzufügen“ wird eine neue Cepstrum Gruppe unter dem angegebenen Gruppennamen hinzugefügt. Durch Öffnen der Eigenschaften der neu angelegten Gruppe, können weitere Einstellungen für die Cepstralanalyse durchgeführt werden.
Zusätzlich zu den „Liftering Kanälen“ (siehe Tab 7.22: Cepstrum Einstellungen) werden 3 weitere Kanäle automatisch angelegt und stehen Ihnen somit zur Verfügung.
Cepstrum: Dies ist das kontinuierliche Cepstrum
Overall: Das gesamte ceptrsum gemittelt vom Messbeginn bis zum Messende.
Spectrum: Das logarithmierte Signal im Frequenzbereich
Wählen Sie die Anzahl an Samples die simultan in den Frequenzbereich transformiert
werden soll. Die Fensterbreite kann zwischen 32 und 262144 (218)
Samples variieren. Für weitere Details der Berechnung, siehe Instrumente und Instrumenteigenschaften.
Wählen Sie ein geeignetes Fenster. Zur Auswahl sind: Hanning, Hamming, Rechteck,
Blackman, Blackman-Harris, Flat Top oder Bartlett. Für weitere Details der
Berechnung, siehe Fenstertyp.
5
Liftering
Hier kann das Liftering (Filterung) aktiviert oder deaktiviert werden.
6
Liftering Schwellwert
Hier kann man einen Grenzwert in Samples eingeben. Das Cepstrum wird damit in
ein oberes (H) und unteres (L) Cepstrum aufgeteilt.
Alle Cepstrum-Samples unterhalb des Grenzwerts (inkl Grenzwert) werden in einen
neuen Kanal „Low-Lifter“ geschrieben.
- Ausgabekanal Low-Lifter-Spectrum: Re{ FFT(L * Cepstrum) }
- Ausgabekanal Low-Lifter: Re{ IFFT(exp(FFT(L * Cepstrum))) }
Alle Cepstrum-Samples oberhalb des Grenzwerts (exkl Grenzwert) werden in einen
neuen Kanal „High-Lifter“ geschrieben.
- Ausgabekanal High-Lifter-Spectrum: Re{ FFT(H * Cepstrum) }
- Ausgabekanal High-Lifter: Re{ IFFT(exp(FFT(H * Cepstrum))) }
Dies gilt für Amplituden und Power Cepstrum. Beim Komplex Cepstrum wird statt
dem Real-Teil immer der Absolutbetrag des komplexen Signals ausgegeben.
7
Kanalauswahl
Hier können die Kanäle ausgewählt werden, für die eine Cepstral-Analyse
durchgeführt werden soll.
Durch einen Klick auf „+“ in der Kanalliste öffnet sich das Fenster zur Auswahl der verschiedenen Mathematik Funktionen. Unter den Basis-Mathematikfunktion befindet sich die Option zum Hinzufügen einer Korrelation (siehe Abb. 276). Es ist möglich unter einer Autokorrelation oder einer Kreuzkorrelation zu wählen. Drücken Sie anschließend auf den „Hinzufügen“ Button im rechten unteren Eck des Fensters und es wird automatisch ein neuer Korrelationskanal in der Kanalliste unter dem angegebenen Gruppennamen (siehe ③ in Abb. 276) hinzugefgügt.
Die Autokorrelation
Die Autokorrelation (siehe ① in Abb. 276) beschreibt mathematisch gesehen die Faltung eines Signals mit sich selbst und wird verwendet, um Periodizität in Signalen zu erkennen, z.B. bei modulierten und verrauschten Signalen.
Formel Autokorrelation:
Die Berechnung wird folgendermaßen durchgeführt:
Man nimmt ein Zeitsignal und geht blockweise wie folgt vor:
FFT Berechnung
Multiplikation des Spektrums mit sich selbst
Inverse FFT
Normierung auf Amplitude ±1
Abb. 276 Hinzufügen von Autokorrelation und Kreuzkorrelation¶
Zur Auswahl stehen: Autokorrelation und Kreuzkorrelation. Hier
können Sie auch nachträglich zwischen beiden Berechnungen wechseln.
2
Fensterbreite
Wählen Sie die Anzahl an Samples die simultan in den Frequenzbereich
transformiert werden sollen. Die Fensterbreite kann zwischen 32 und
262144 (218) Samples variieren.
Für weitere Details der Berechnung, siehe Instrumente und Instrumenteigenschaften.
Wählen Sie ein geeignetes Fenster. Zur Auswahl sind: Hanning,
Hamming, Rechteck, Blackman, Blackman-Harris, Flat Top oder Bartlett.
Für weitere Details der Berechnung, siehe Fenstertyp.
5
Symmetrische Zeitachse
Visualisierung der Autokorrelation entweder von - t/2 … + t/2 (Ja)
oder 0 … t (Nein).
6
Kanalauswahl
Hier können die Kanäle ausgewählt werden, für die eine
Autokorrelation durchgeführt werden soll.
Erzeugte Kanäle der Autokorrelation
Wenn Sie eine Autokorrelation durchführen, werden Ihnen von OXYGEN 2 Kanäle automatisch erstellt:
Time – Das Ergebnis der Autokorrelation im Zeitbereich
Frequency - Das Ergebnis der Multiplikation von Signal x mit sich selbst im Frequenzbereich
Die Kreuzkorrelation (siehe ② in in Abb. 276) beschreibt mathematisch gesehen die Faltung eines Signals x mit einem anderem Signal y. Die Kreuzkorrelation wird z.B. dazu verwendet identische Komponenten in 2 verschiedenen Signalen zu erkennen oder die Verzögerungszeit zwischen 2 Signalen zu analysieren.
Formel Kreuzkorrelation:
Die Berechnung wird folgendermaßen durchgeführt:
Man nimmt ein Zeitsignal und geht blockweise wie folgt vor:
- FFT Berechnung
- Multiplikation des Spektrums von Signal x mit dem Spektrum des Signals y
- Inverse FFT
- Normierung auf Amplitude +/-1
Zur Auswahl stehen: Autokorrelation und Kreuzkorrelation. Hier
können Sie auch nachträglich zwischen beiden Berechnungen wechseln.
2
Referenzkanal
Wählen Sie einen Referenzkanal für die Berechnung der Kreuzkorrelation
aus. Ziehen Sie dazu per Drag and Drop den gewünschten Referenzkanal
aus der Kanalliste ⑦ in das Feld für den Referenzkanal ②.
3
Fensterbreite
Wählen Sie die Anzahl an Samples die simultan in den Frequenzbereich
transformiert werden sollen. Die Fensterbreite kann zwischen 32 und
262144 (218) Samples variieren. Für weitere Details der
Berechnung, siehe Instrumente und Instrumenteigenschaften.
Wählen Sie ein geeignetes Fenster. Zur Auswahl sind: Hanning, Hamming,
Rechteck, Blackman, Blackman-Harris, Flat Top oder Bartlett. Für weitere
Details der Berechnung siehe Fenstertyp.
6
Symmetrische Zeitachse
Visualisierung der Autokorrelation entweder von - t/2 … + t/2 (Ja)
oder 0 … t (Nein).
7
Kanalauswahl
Hier können die Kanäle ausgewählt werden, für die eine Kreuzkorrelation
durchgeführt werden soll, bezugnehmend auf den gewählten Referenzkanal ②.
Erzeugte Kanäle der Kreuzkorrelation
Wenn Sie eine Kreuzkorrelation durchführen werden, Ihnen von OXYGEN 3 Kanäle automatisch erstellt:
Time – Das Ergebnis der Kreuzkorrelation im Zeitbereich
Frequency - Das Ergebnis der Multiplikation von Signal x und Signal y im Frequenzbereich
Kohärenz
Die Kohärenz ist ein Indikator, um zu sehen ob das Referenzsignal x und das Signal y übereinstimmen. Je identer sich die beiden Signale sind, umso näher geht der Wert zu 1. Sind die Signale exakt identisch würde die Kohärenz „1“ als Wert zurückliefern.
Abb. 281 Pop-up-Fenster zur Erstellung einer Rosetten-Berechnung¶
Um einen Rosetten-Kanal zu erstellen, klicken Sie auf den Hinzufügen Button im unteren linken Eck (rot markiert in Abb. 224) und wählen Sie Rosette (siehe Abb. 281). Nachdem Hinzufügen erneut geklickt wurde, wird ein Rosetten-Hauptkanal (Rosette_1 in Abb. 282) mit Unterkanälen (Max Principal strain bis VonMises Stress in Abb. 282) der Kanalliste hinzugefügt. Ein Klick auf das Zahnrad des Rosetten-Hauptkanals öffnet die Rosetteneinstellungen, um Änderungen vorzunehmen (siehe Abb. 282).
Das Plugin benötigt drei DMS Eingangskanäle (Epsilon A, B, C), die Rosetten-Zuordnung (45°, 60°, 90° (T)) und den Referenzwinkel (A, B, C). Verfügbare Eingangskanäle für Epsilon A, B, C sind analoge Kanäle. Die 90° oder Tee Typ Rosette benötigt nur zwei Eingangskanäle (Epsilon A, B). Durch die Verwendung von Drei-Kanal-Rosetten ist kann
der Fehler durch falsches Anbringen der Elemente minimiert werden. Zusätzlich gilt, je größer der Winkel zwischen zischen den DMS, desto besser sind die Ergebnisse bezüglich Rauschverhalten.
Kanäle, welche der Rosette zugeordnet werden, müssen die Einheit µm/m oder um/m haben. Andere Einheiten werden nicht akzeptiert und es folgt die Fehlermeldung Einheit der Eingangskanäle nicht µm/m oder um/m in den Kanaleinstellungen des Rosetten-Hauptkanals (siehe Abb. 283).
Der für die Rosetten-Berechnung verwendete Kanal kann vor dem Klicken auf Hinzufügen ausgewählt werden. Wenn die Kanäle 1/1, 1/2 und 1/3 nacheinander ausgewählt werden, und eine Drei-Kanal-Rosette gewählt wird, werden die Kanäle in folgender Reihenfolge in der Rosetten-Berechnung zugewiesen: 1/1 zu Epsilon A, 1/2 zu Epsilon B und 1/3 zu Epsilon C.
Wenn die Kanäle 1/3, 1/1 und 1/2 nacheinander ausgewählt werden, und eine Drei-Kanal-Rosette gewählt wird, werden die Kanäle in folgender Reihenfolge in der Rosetten-Berechnung zugewiesen: 1/3 zu Epsilon A, 1/1 zu Epsilon B und 1/2 zu Epsilon C.
Wenn sechs Kanäle 1/1, 1/2, 1/3, 1/4, 1/5 und 1/6 nacheinander ausgewählt werden, werden zwei Drei-Kanal-Rosette erstellt. Die Kanäle werden in folgender Reihenfolge in der Rosetten-Berechnung zugewiesen:
Rosette 1: 1/1 zu Epsilon A, 1/2 zu Epsilon B und 1/3 zu Epsilon C
Rosette 2: 1/4 zu Epsilon A, 1/5 zu Epsilon B und 1/6 zu Epsilon C
Wenn vier Kanäle 1/1, 1/2, 1/3 und ¼ nacheinander ausgewählt werden, werden zwei Drei-Kanal-Rosette erstellt. Die Kanäle werden in folgender Reihenfolge in der pn-Berechnung zugewiesen:
Rosette 1: 1/1 zu Epsilon A, 1/2 zu Epsilon B und 1/3 zu Epsilon C
Rosette 2: 1/4 zu Epsilon A, Epsilon B und Epsilon C bleiben leer
Die Kanalzuweisung kann auch im Nachhinein per Drag-and-Drop in den Kanaleinstellungen der Rosette gemacht werden (siehe ⑯ in Abb. 282), indem der gewünschte Kanal der Kanalliste in den gewünschten Eingangskanal der Rosetten-Berechnung gezogen wird (siehe Abb. 284).
Abb. 284 Kanalzuweisung in den Rosetten-Kanaleinstellungen¶
Wenn eine Kanalzuweisung fehlt, wird dies durch eine Fehlermeldung am unteren Rand der Kanaleinstellungen angezeigt (siehe Abb. 285).
Abb. 285 Fehlermeldung, wenn eine Kanalzuweisung fehlt¶
Die Samplerate der zugewiesenen Kanäle muss gleich sein. Wenn diese unterschiedlich sind, wird eine Fehlermeldung angezeigt (siehe Abb. 286).
Abb. 286 Fehlermeldung, wenn die Sampleraten der Eingangskanäle unterschiedlich sind¶
Die Unterkanäle (siehe ⑰ in Abb. 282) er Rosetten-Berechnung haben Kanaleinstellungen, welche durch das Klicken des Zahnrades zugänglich gemacht werden können. Jedoch kann hier nur die Skalierung geändert werden.
Das Rosetten-Plugin wird verwendet, um den Winkel und die maximale/minimale Amplitude von Dehnung und Spannung auf einer Oberfläche zu bestimmen. Das ist der Fall, wenn die erwartete Richtung der Dehnung/Spannung unbekannt ist.
Rosetten-DMS gibt es als Folien-DMS (gestapelte Anordnung), alternative können auch einzelne DMS verwendet werden (flache Anordnung).
Abb. 288 zeigt verschiedene Rosetten-Typen links: 90° (T), Mitte: 45°, rechts: 120° Rosette.
Dehnung : Ist die mechanische Verformung gemessen als Verhältnis von Längenänderung relativ zur Anfangslänge:
Die Dehnung wird normalerweise in µm/m angegeben, also ist das Verhältnis der Dehnung Mikrometer verglichen zur Länge der Probe in Meter. Was bedeutet also eine Messung von 2000? Vorweg, dies kann auch in Prozenten ausgedrückt werden. Durch eine Division von 10000 kann Dehnung in µm/m als prozentuelle Dehnung ausgedrückt werden. In diesem Fall beträgt die Dehnung 0.2%.
Spannung : Ist definiert als die Kraft pro Flächeneinheit, wobei auch das Material miteinbezogen wird.
Young’scher Modul/E-Modul : Die oben genannten Formeln sind nur im linearen Bereich des Spannungs-Dehnungs-Diagramms gültig, welches in Abbildung 5‑72 dargestellt ist. In diesem Bereich existiert ein konstanter Faktor zwischen Spannung und Dehnung.
Wobei E der Young’sche Modul oder Elasitizitätsmodul (kurz: E-Modul) darstellt. Diese Konstante ist abhängig vom verwendeten Material (z.B. Stahl = 210 kN/mm²). Der gemessene Wert der DMS ist daher die Dehnung und die Spannung kann durch berechnet werden.
In OXYGEN kann eine Zeitreferenzkurve unter der fortgeschrittenen Mathematik angelegt werden. Diese dient als rein visuelle Referenz und kann wie andere Kanäle im Rekorder etc. angezeigt werden.
Nach Anlegen der Referenzkurve können Einstellungen unter anderem zum Typ, also ob eine oder zwei Kurven erstellt werden sollen, der Datenquelle, also ob eine Tabelle oder ein anderes Messdatei die Kurven bestimmen sollte, definiert werden. Die weiteren Optionen werden in Tab. 36 genauer erläutert. Im der folgenden Abbildung Abb. 291 wurden zwei Referenzkurven, Obere/Untere als Datenquelle eine Tabelle und als Startbedingung Triggern auf einen Kanal ausgewählt.
Auswahl, ob eine - Single oder zwei – obere/untere Referenzkurven erstellt werden sollen.
2
Datenquelle
Auswahl, was die Grundlage für die Referenzkurve sein soll. Entweder eine Tabelle mit
Zeitpunkt und Wert oder basierend auf Kanal aus Datenfile.
3
Vorauszeit füllen
Hier kann ein Zeitlicher Offset für die Referenzkurve eingefügt werden. Das heißt die Referenzkurve
beginnt 0… 500s vor dem aktuellen Zeitpunkt. Siehe Abb. 292.
4
Endverhalten
Auswahl, ob die Referenzkurve nach Ablauf der Datenpunkte: komplett wiederholt werden soll - Wiederholen,
der letzte Datenpunkt gehalten – Wiederholen des letzten Datenpunkts oder nicht weitergeführt –
NaN werden soll
5
Startbedingung
Zum Starten der Referenzkurve können 3 Optionen gewählt werden. Start Auf Kanal bedeutet, dass der
Start der Kurve durch einen Kanal getriggert. Start Auf Acquisition bedeutet, dass mit Beginn
der Datenerfassung (ohne Messung) die Referenzkurve losgeht. Start Auf Messung bedeutet, dass
mit armieren der Messung die Referenzkurve losläuft. Solange die Startbedingung nicht erfüllt ist,
wird der erste Wert der Referenzkurve wiederholt
6
Triggerkanal
Nur bei Startbedingung Auf Kanal zur Auswahl. Auswahl des Triggerkanals zum Start der Referenzkurve.
Dies können sowohl Mathekanäle als auch Analogkanäle sein.
7
Triggertyp
Nur bei Startbedingung Auf Kanal zur Auswahl. Auswahl ob bei Überschreiten oder Unterschreiten des
Triggerlevels ⑧ die Referenzkurve beginnen soll.
8
Triggerlevel
Nur bei Startbedingung Auf Kanal zur Auswahl. Auswahl des Levels ab dem die Startbedingung erfüllt ist.
9
Rearm-Level
Nur bei Startbedingung Auf Kanal zur Auswahl. Definition des Levels nachdem ein erneutes Auslösen des
Triggers wieder erfolgen kann.
10
Referenzkurve Copy/Paste/Clear
Wenn als Datenquelle Datenfile gewählt wurde, kann entweder in OXYGEN oder einem 3rd Party
Texteditor die Definition der Datenpunkte durchgeführt werden. Um die Tabelle von OXYGEN zu exportieren,
kann Copy verwendet werden. Um von einem Texteditor die Tabelle zu importieren, kann Paste
verwendet werden. Die Struktur ist „Zeit in s“ „Tab“ „Wert“. Mit Clear kann die Tabelle gelöscht werden.
11
Referenzkurve Plus/Minus
Hier können Zeilen für die Referenzkurve hinzugefügt (+) oder gelöscht (-) werden.
12
Datenfilepfad
Wenn als Datenquelle Tabelle gewählt wurde kann ein OXYGEN Messdatei *.dmd zum Definieren
der Referenzkurven ausgewählt werden.
13
Quelle obere Referenzkurve
Auswahl des Kanals für die obere Referenzkurve aus der in ⑫ gewählten Messdatei.
14
Quelle untere Referenzkurve
Auswahl des Kanals für die untere Referenzkurve aus der in ⑫ gewählten Messdatei.
Die nächste Abbildung Abb. 292 zeigt ein Beispiel für eine Obere und Untere Referenzkurve, die mit einer 5s Vorauszeit eingestellt ist und sich wiederholt.
Abb. 292 Beispiel obere und untere Zeitreferenzkurve mit 5 s Vorauszeit (Zeit Offset)¶
Mit diesem Modul kann auf Basis eines synchronen oder asynchronen zeitabhängigen Kanals oder Arrays eine Perzentile Messung hinzugefügt werden. Mit dieser Berechnung ist es möglich den Schwellwert zu berechnen, der in x% der Messzeit überschritten wird.
Um einen oder mehrere Kanäle für eine Perzentile Messung zu erstellen, klicken Sie auf den + Button im unteren linken Eck der Kanalliste. Ein Pop-up Fenster erscheint, wobei die Perzentile Messung in der Liste ausgewählt werden muss (siehe Abb. 293). Es müssen ein oder auch mehrere Kanäle in der Kanalliste ausgewählt werden bevor auf den + Button geklickt wird (siehe ① in Abb. 293). Es ist auch möglich im Nachhinein Kanäle für die Messung hinzuzufügen (Siehe ① in Abb. 294). Sie können 1 oder mehrere Schwellwerte in % angeben. Bei der Auswahl mehrerer Schwellwerte müssen die einzelnen Werte durch „;“ getrennt werden (Siehe ② in Abb. 293).
Nach dem Klicken des Hinzufügen Buttons erscheint ein neuer Abschnitt in der Kanalliste namens PERCENTILE MEASUREMENT Channels. Um die Einstellungen im Nachhinein zu verändern bzw. Kanäle oder Schwellwerte hinzuzufügen, muss auf das kleine Zahnrad geklickt werden (siehe Abb. 294).
Abb. 294 Nachträgliche Änderungen der Perzentilen Messung¶
Während der Messung werden die Werte für die Perzentile Messung kontinuierlich neu berechnet, es wird dabei aber nur der zuletzt berechnete Werte in der Messdatei gespeichert und ist dann als Einzelwert in der Messdatei verfügbar.
Das Histogramm ist ein Mathefunktion zur statistischen Auswertung eines einzelnen Kanals. Es befindet sich im Reiter Fortgeschrittene Mathematik (siehe Abb. 295).
Auswahl des Kanals, für welchen eine Histogramm Berechnung
durchgeführt werden soll.
2
Unteres Limit
Mindestwert für die Erstellung des Histogramms; Werte unterhalb des Grenzwertes werden
ignoriert.
3
Oberes Limit
Maximalwert für die Erstellung des Histogramms; Werte oberhalb des Grenzwertes werden
ignoriert.
4
Anzahl der Klassen
Die Anzahl der Klassen (Bins), die auf der X-Achse angezeigt werden.
5
Klassenbreite
Resultierende Breite der Klassen aus den Limits und Anzahl der Klassen. (Oberes Limit –
unteres Limit) / Anzahl der Klassen
6
Histogramm Typ
Der Histogramm Typ definiert die Ausgabe (Amplitude) der Berechnung und die in den
Ausgabekanälen gespeicherten Informationen. Es stehen folgende Typen zur
Auswahl: Absolute Anzahl, Relative Anzahl und Relative Anzahl in [%], Dichte
und Dichte in [%], Verteilung und Verteilung in [%]
Beschreibungen der Histogrammtypen:
Absolute Anzahl: Jede Klasse enthält die Anzahl der Messwerte innerhalb der Klasse (der Wert wird immer aufwärts gezählt)
Relative Anzahl: Jeder Klassenwert ist der Anzahl der Messwerte in der Klasse, normiert auf die Gesamtzahl der erfassten Messwerte (die Summe aller Klassen ist immer 1)
Relative Anzahl [%]: Wie relative Anzahl, aber ausgedrückt in Prozent (die Summe aller Klassen ist immer 100)
Dichte: Bei der empirischen Wahrscheinlichkeitsdichte wird jede relative Anzahl durch die Klassenbreite geteilt. In diesem Fall ist der Wert nicht abhängig von der Anzahl der Klassen innerhalb eines Bereichs
Dichte [%]: Wie Dichte, jedoch in Prozent ausgedrückt (mit 100 multipliziert).
Verteilung: Bei einer empirischen Wahrscheinlichkeitsverteilung hat wird die relative Anzahl für jede Klasse kumuliert. Das heißt jede Klasse ist die Summe aller niedrigeren Klassen und der aktuellen Klasse. Die höchste Klasse hat den Wert 1.
Verteilung [%]: Entspricht der Verteilung, wird aber in Prozent ausgedrückt. Die höchste Klasse hat den Wert 100.
Als Beispiel wird ein Eingangssignal zwischen -8 V und 8 V in ein Histogramm mit 13 Bins, einem unteren Limit von 1 und einem oberen Limit von 10 in Abb. 296 dargestellt. Dieses Signal hat einen Maximalwert von 8 V, was bedeutet, dass alle Bins über 8 keine relative Anzahl oder Dichte aufweisen, aber immer noch eine Verteilung von 1.
Abb. 296 Beispieldarstellung eines Histogramms für Relative Anzahl, Dichte und Verteilung¶
Abb. 297 Pop-up Fenster um einen Kanal für eine Frequenzmessung zu erstellen¶
Mit diesem Modul kann die Frequenz eines periodischen Signals berechnet werden. Die Berechnung passiert dabei blockweise. Um einen oder mehrere Kanäle für eine Frequenzmessung zu erstellen, klicken Sie auf den + Button im unteren linken Eck der Kanalliste. Ein Pop-up Fenster erscheint, wobei Frequenzmessung in der Liste ausgewählt werden muss (siehe Abb. 297). Es kann ein oder auch mehrere Kanäle in der Kanalliste ausgewählt werden bevor auf den + Button geklickt wird oder die Kanäle können auch erst danach zugewiesen werden.
Nach dem Klicken des Hinzufügen Buttons erscheint ein neuer Abschnitt in der Kanalliste namens Frequenzmessung Channels.
Um die Einstellungen zu öffnen, muss auf das kleine Zahnrad geklickt werden.
Abb. 298 Abschnitt für die Frequenzmessungskanäle in der Kanalliste¶
Abb. 299 Einstellungen für die Frequenzmessungskanäle¶
Folgende Einstellungen sind verfügbar:
Eingangskanäle: die Kanäle, für welche eine Frequenzmessung durchgeführt werden sollen, können hier geändert oder ausgewählt werden
Überlappung: die Überlappung des Fensters kann hier von 0 bis 90 % gewählt werden
Fensterlänge: die Fensterlänge kann hier eingestellt werden, entweder durch Eingeben eines Wertes innerhalb des Bereiches von 10 ms bis 1 s oder durch Auswählen eines Wertes von der Dropdown Liste
Min. Frequenz: die minimale Frequenz für die Berechnung muss hier angegeben werden; die minimale Frequenz ist 0 Hz
Max. Frequenz: die maximale Frequenz wird durch die halbe Abtastrate definiert (Nyquist-Frequenz).
Öffnen Sie die Kanalliste und markieren Sie die gewünschten Kanäle, für die eine CPB Analyse erstellt werden soll. Drücken Sie den + Button
Wählen Sie CPB Analysis zusammen mit den gewünschten Optionen und wählen Sie die gewünschten Ausgabekanäle (Details sind in CPB Analyse – Optionen zu finden.)
Drücken Sie Add um die Berechnung anzulegen. Die Ausgangskanäle werden der Kanalliste hinzugefügt (siehe ④ in Abb. 301)
Die Einstellungen können nachträglich geändert werden und sind über den Gear Button der jeweiligen Kanalgruppe zugänglich (siehe ⑤ in Abb. 301)
Ein Array Chart Instrument kann für die Darstellung des CPB Spektrums genutzt werden. Weitere Details hierzu sind in Array Chart mit Total-Spalte zu finden.
Die folgenden Optionen können bei einer CPB-Berechnung gewählt werden (siehe ② in Abb. 300):
Group Name: Definition eines Gruppennamens nach dem die Kanalgruppe in der Kanalliste benannt wird
Octave mode: Auswahl zwischen Oktav-, Terz- oder Zwölfteloktavband-Gruppierung (nach EN 61260)
Minimum Frequency: Untere Grenzfrequenz für die Berechnung. Falls die gewählte Frequenz keine Mittenfrequenz eines Bins ist, wird der Bin, in dem die gewählte Frequenz enthalten ist, als kleinster Bin gewählt.
Maximum Frequency: Obere Grenzfrequenz für die Berechnung. Falls die gewählte Frequenz keine Mittenfrequenz eines Bins ist, wird der Bin, in dem die gewählte Frequenz enthalten ist, als größter Bin gewählt. Die maximal einstellbare Frequenz beträgt 500 kHz.
Window type: Auswahl zwischen Hamming, Hanning, Rectangular, Blackman, Blackman-Harris, Flattop, Flattop-Bartlett Window für die Spektralanalyse
Overlap: Auswahl einer Überlappung 0 … 90 % für die Spektralanalyse
Amplitude Spectrum: Auswahl zwischen Amplitudenspektrum oder Decibelspektrum mit frei definierbarem Referenzwert und Referenzpegel
Frequency Weighting: Auswahl einer Frequenzgewichtung nach DIN-EN 61672: A-, B-, C-, D- oder Z- (linear) Gewichtung
Ausgangskanäle: Folgende Ausgabekanäle können aktiviert werden:
Das zeitlich ändernde CPB Spektrum wird automatisch berechnet. Der Kanalname ist CPB (siehe ④ in Abb. 301).
Falls Compute energetic sum over individual bins aktiviert ist, wird die energetische Summe des Spektrums berechnet. Der Kanalname ist Energetic Sum (siehe ④ in Abb. 301).
Im Falle eines Amplitudenspektrums erfolgt die Berechnung nach folgender Formel
n … Number of CPB bins
xi … CPB bin with index i
Im Falle eines Dezibelspektrums erfolgt die Berechnung nach folgender Formel:
n … Number of CPB bins
xi … CPB bin with index i
Falls Compute overall Values aktiviert ist, wird ein CPB Spektrum, das über die gesamte Messdauer gemittelt wird, und ein energetischer Summenwert, der ebenfalls (falls aktiviert) über die gesamte Messdauer gemittelt wird, berechnet.
Die Berechnung wird bei Messstart zurückgesetzt.
Die Kanalnamen sind CPB Overall und Energetic Sum Overall (siehe ④ in Abb. 301).
Falls Extract individual frequency bands aktiviert ist, können einzelnen CBP Bins als in den Zeitbereich extrahiert werden, um Ihren zeitlichen Verlauf zu analysieren. Falls beispielsweise 100 Hz eingegeben wird, wird der 100 Hz Bin in den Zeitbereich extrahiert.
Es ist möglich, mehrere Bins zu extrahieren (siehe Abb. 302).
Falls die gewählte Frequenz nicht exakt der Mittenfrequenz eines Bins entspricht wird der Bin, der die Frequenz enthält, extrahiert.
Abb. 302 CPB Analyse mit extrahiertem 100 Hz und 250 Hz Bin¶
Um Array Statistikkanäle zu erstellen, klicken Sie auf die Schaltfläche [+] in der unteren linken Ecke des Menüs „Datenkanäle“ (siehe Arbeiten mit Softwarekanälen) und wählen Sie Array Statistik im Fortgeschrittene Mathematik Reiter. Vor dem Auswählen der Array Statistik bei den muss mindestens ein Array Kanal (z.B. FFT-Amplitudenkanal) ausgewählt werden.
Folgende Optionen sind beim Anlegen der Array Statistik vorhanden (siehe Abb. 303):
Abb. 303 Optionen beim Anlegen der Array Statistik¶
Minimalwert: Extrahiert den kleinsten Wert aus dem Array
Element Index: Extrahiert den Bin und die Frequenz des kleinsten Wertes aus dem Array
Maximalwert: Extrahiert den größten Wert aus dem Array
Element Index: Extrahiert den Bin und die Frequenz des größten Wertes aus dem Array
Summe aller Bins: Summiert alle Bins
Mittelwert über alle Bins: Berechnet das lineare Mittel aus allen Bins
Energetische Summe über alle Bins: Berechnet die quadratische Summe aus allen Bins
RMS über alle Bins: Berechnet den RMS aus allen Bins
Die Angewählten Optionen erzeugen jeweils einen Softwarekanal mit der jeweiligen Information für jeden zugewiesenen Array Kanal.
In der folgenden Abbildung (Abb. 304) ein Beispiel für die Array Statistik eines FFT-Amplitudenkanals ist abgebildet mit allen Optionen aktiviert.
Abb. 304 Beispiel für Array Statistik von einem FFT-Amplitudenkanal¶
Unterschied der Array Statistik zur Statistik von Array Kanälen¶
Im Fenster Kanal hinzufügen (nachdem Sie in der Kanalliste auf „+“ geklickt haben) finden Sie das Statistik Tool unter Grundlegende Mathematik und das Array Statistik Tool unter Fortgeschrittene Mathematik.
Im Gegensatz zur Array Statistik, bei der die gewählte Analyse einmal über das gesamte Array ausgeführt wird, wird bei der Statistik mit Array-Kanälen die Analyse für jedes einzelne Bin separat berechnet. Hat ein Array beispielsweise 5001 Bins und es wird eine Maxima-Statistik berechnet, dann enthält der resultierende Statistikkanal auch 5001 Maxima, eines pro Bin. Bei der Array-Statistik dagegen wird nur ein einziges globales Maximum über alle Bins ausgegeben.
Die Aktualisierungsrate der Array Statistik entspricht dabei stets der Aktualisierungsrate des referenzierten Array-Kanals. Für die Statistik kann zusätzlich eine Fenstergröße festgelegt werden, um die Aktualisierungsrate der Statistik gezielt zu verändern.
Um mehr über die Statistik zu Erfahren springen Sie zum Verwendung von Array-Kanälen in der Statistik Kapitel.
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird.
Um eine Power-Gruppe zu erstellen klicken Sie auf den Hinzufügen Button oder den Power Button im unteren linken Eck im Kanallisten-Menü (beide Buttons sind rot markiert in Abb. 305).
Abb. 305 Pop-up-Fenster zur Erstellung einer Power-Gruppe¶
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird.
Abb. 306 Pop-up-Fenster zum Erstellen einer Ordnungsanalyse¶
Um eine Ordnungsanalyse zu erstellen, klicken Sie auf die Schaltfläche [+] in der unteren linken Ecke des Menüs „Datenkanäle“ (siehe Abschnitt Arbeiten mit Softwarekanälen) und wählen Sie Ordnungsanalyse im Optionale Mathematik Reiter.
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird.
Die Swept-Sine-Analyse kann verwendet werden, um die Übertragungsfunktion und das Bode-Diagramm eines DUT zu bestimmen. Dabei wird der DUT von einem Shaker stimuliert, welcher wiederum von einem Sinusgenerator angetrieben wird. Ein exemplarischer Aufbau könnte wie folgt aussehen (siehe Abb. 307):
Abb. 307 Exemplarischer Aufbau für den Gebrauch des Swept-Sine-Analyse Plugins¶
Ein DUT steht auf einem Shaker, welcher von einem Signalgenerator angetrieben wird und einen Sinus-Sweep wiederholt. Ein Beschleunigungssensor ist direkt am Shaker angebracht und fungiert als Referenzsignal (Quelle). Ein oder mehrere weitere Beschleunigungssensoren sind direkt am DUT angebracht, um die Beschleunigung an verschiedenen Orten zu messen (Senke). Diese Signale können für das Swept-Sine-Analyse Plugin verwendet werden, um die Übertragungsfunktion und das Bode-Diagramm von der Quelle zur Senke zu bestimmen.
Für die Erstellung einer Swept-Sine-Analyse, befolgen Sie folgende Schritte:
Zuerst markieren Sie den Kanal des Referenzsignals für die Swept-Sine-Analyse (siehe ① in Abb. 308)
Dann markieren Sie den Kanal, welcher das Signal der Senke enthält (siehe ② in Abb. 308). Auch mehrere Kanäle können ausgewählt werden.
Klicken Sie auf den + Button (siehe ③ in Abb. 308) um die Mathe-Einstellungen zu öffnen und wählen Sie Swept-Sine-Analyse. Wenn gewünscht, ändern Sie den Gruppennamen und klicken Sie auf Hinzufügen.
Abb. 308 Schritte zur Erstellung einer Swept-Sine-Analyse¶
Abb. 309 Einstellungen der Swept-Sine-Analyse – Übersicht¶
Tab. 38 Einstellungen der Swept-Sine-Analyse – Übersicht¶
Nr.
Funktion
Beschreibung
1
Referenzkanal
Der Kanal des Referenzsignals
kann hier geändert werden;
dieser Kanal wird verwendet,
um die Grundfrequenz zu
bestimmen, welche im Kanal
F_fund verfügbar ist (siehe
(see Swept Sine analysis output channels).
2
Erkennungsschwellwert
Amplitudenschwellwert zur
Bestimmung der Grundfrequenz;
wenn die Amplitude des
Referenzsignals unter dem
definierten Schwellwert fällt
(Prozent des Bereichs des
Eingangskanals), wird die
Grundfrequenz nicht bestimmt.
Z.B. Bereich des
Eingangskanals = 100 V und
Schwellwert = 1%; Die
Signalamplitude muss
mindestens 1 V betragen, um
die Grundfrequenz zu
bestimmen
3
Berechnungsmodus
RMS oder Zero-Peak
auswählbar; die Ausgangskanäle
(siehe Swept Sine analysis output channels)
enthalten entweder
RMS oder Zero-to-Peak Level
als Resultat.
4
Startfrequenz
Geben Sie das untere Limit
für die Swept-Sine-Analyse
ein
5
Stopfrequenz
Geben Sie das ober Limit für
die Swept-Sine-Analyse ein
6
Schrittgröße
Geben Sie die
Frequenzauflösung für die
Swept-Sine-Analyse ein
7
Perioden
Anzahl der Signalperioden des
Referenzsignal, um einen Wert
upzudaten
8
Eingangskanäle
Wählen Sie die Eingangskanäle
der Senke (Sensoren auf dem
DUT); ein oder mehrere Kanäle
können ausgewählt werden
F_fund: enthält die Grundfrequenz der Swept-Sine-Analyse; Berechnung basiert auf dem Signal des Referenzkanals (Quelle)
ChannelName_iRMS oder ChannelName_iPeak: Zeitkanal; enthält die Amplitude (RMS oder Zero-to-Peak Level abhängig von der Auswahl in ③ in Abb. 309) des Signals mit entsprechendem Zeitstempel; die Amplitude referenziert nur auf die Signalkomponenten der Grundfrequenz; kann einem Rekorder (siehe Rekorder), Digitalanzeige (siehe Digitalanzeige) oder Ähnlichem zugewiesen werden.
ChannelName_iPhi: Zeitkanal; enthält die Phasenverschiebung des Signals mit entsprechendem Zeitstempel; kann einem Rekorder (siehe Rekorder), Digitalanzeige (siehe Digitalanzeige) oder Ähnlichem zugewiesen werden
ChannelName_iUFRMS oder ChannelName_iUFPeak: Zeitkanal; enthält die Amplitude (RMS oder Zero-to-Peak Level abhängig von der Auswahl in ③ in Abb. 309) des Signals mit entsprechendem Zeitstempel; die Amplitude referenziert auf die Signalkomponenten des gesamten Signals; kann einem Rekorder (siehe Rekorder), Digitalanzeige (siehe Digitalanzeige) oder Ähnlichem zugewiesen werden
ChannelName_RMS oder ChannelName_Peak: Frequenzkanal; enthält die Übertragungsfunktion (RMS oder Zero-to-Peak Level abhängig von der Auswahl in ③ in Abb. 309) des Signals für die aktuelle Frequenz; die Amplitude referenziert nur auf die Signalkomponenten der Grundfrequenz; kann einem FFT-Instrument zugewiesen werden um die Daten darzustellen
ChannelName_Phi: Frequenzkanal; enthält das Phasendiagramm des Signals für die aktuelle Frequenz; kann einem FFT-Instrument zugewiesen werden, um die Daten darzustellen
ChannelName_UFRMS oder ChannelName_UFPeak: Frequenzkanal; enthält die Übertragungsfunktion (RMS oder Zero-to-Peak Level abhängig von der Auswahl in ③ in Abb. 309) des Signals für die aktuelle Frequenz; die Amplitude referenziert nur auf die Signalkomponenten des gesamten Signals; kann einem FFT-Instrument zugewiesen werden um die Daten darzustellen
Die maximale Frequenzspanne ist von 1 bis zu 20000 Hz definiert. Um eine geeignete Genauigkeit zu erzielen, empfiehlt es sich die Abtastrate 20 Mal höher als die maximale Frequenz zu setzen. Im Fall von 1 kHz würde sich als Abtastrate 20 kHz empfehlen.
Die höchste Auflösung der Frequenzkanäle ist 1 Hz. Daten von nicht-Integer-Frequenzlinien werden zur nächsten Integer-Frequenzlinie gerundet.
Wenn der Sweep nicht genau eine Frequenzlinie trifft, welche im Datenarray enthalten ist, werden die Daten der entsprechenden Frequenzlinie durch lineare Interpolation der zwei benachbarten Frequenzlinien aufgefüllt.
Die Kanäle mit Frequenzdaten enthalten nur ein Datenarray am Ende der Messung. Im Fall von Multi-File Aufzeichnung (siehe Multi-file-Aufzeichnung), enthält nur die letzte Datei dieses Array.
Wenn der Sweep mehrere Male wiederholt wird, enthält das Array nicht mehrere Werte für dieselbe Frequenz, sondern nur das Maximum aller Durchläufe wird für die jeweilige Frequenz gespeichert.
Wenn der Bildschirm eingefroren ist (siehe ⑯ in Abb. 14) und der orange Cursor entweder in der Übersichtsleiste oder in einem Recorder bewegt wird, wird das Datenarray ungefähr jede Sekunde für die Darstellung upgedated, da das Array sich fortlaufend mit Daten füllt.
Da Kanäle mit Frequenzdaten am Ende nur ein Datenarray enthalten, sind keine reduzierten Statistikdaten verfügbar (siehe Triggerereignisse).
In der Telekommunikation ist ein Psophometer, oder auch ein Geräuschspannungsmesser, ein Messgerät, welches das wahrnehmbare Rauschen einer Telefonleitung misst.
Der Kern des Meters basiert auf einem true RMS Voltmeter, welches das Rauschlevel misst. Dies wurde für die ersten Psophometer in den 1930ern verwendet. Da das vom Menschen wahrgenommene Rauschen in der Telekommunikation wichtiger als der rohe Spannungswert ist, binden modernen Psophometer durch verschiedene Gewichtungsfunktionen diese Wahrnehmung ein. Die Charakteristika der Gewichtungsfunktionen hängen vom Netzwerktyp ab, welches untersucht wird, wie z.B. wenn das Netzwerk für normale Sprechstandards (300 Hz–3.3 kHz) oder für klangtreue Broadcast-Qualität (50 Hz–15 kHz) verwendet wird.
Wählen Sie einen oder mehrere Kanäle für die Psophometer-Berechnung aus.
Bemerkung
Beachten Sie, dass die Eingangskanäle mindestens eine Samplerate von 20 kHz haben müssen.
Abb. 310 Kanalliste mit mehreren ausgewählten Kanälen¶
Öffnen Sie den Kanal hinzufügen Dialog, indem Sie auf den + Button klicken.
Wählen Sie Psophometer aus. Das Fenster zeigt nun die Frequenzgewichtungen (siehe Gewichtungsoptionen), welche ausgewählt werden können.
Die neu erstellte Psophometer-Gruppe kann individuell benannt werden.
Abb. 311 Kanal hinzufügen Fenster mit den Psophometer-Optionen¶
Klicken Sie auf Hinzufügen, um die neue Berechnung zu erstellen.
Abb. 312 Kanalliste mit der neu erstellten Psophometer-Berechnungsgruppe¶
In der Setup-Ansicht für die Kanaldetails können Sie die Einstellungen jedes einzelnen Kanals ändern und eine detaillierte Vorschau der Signale anzeigen lassen. Außerdem wird je nach ausgewähltem Modus die Steckerbelegung angezeigt.
Abb. 313 Kanaleinstellungen für einen Psophometer-Berechnungskanal¶
Psophometer-Berechnungen sind als Mathe-Kanäle verfügbar.
Abb. 314 Kanalliste der Seitenleiste mit den berechneten Psophometer-Kanälen¶
Abhängig von der Samplerate, ist die FFT Fenstergröße 2^N Samples während das Zeitfenster zwischen 75 und 125 ms groß ist, um das Bestehen von Detektor-Schaltkreistests sicher zu stellen (siehe ITU-T Empfehlung O.41 (10/94)).
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird.
Abb. 320 Pop-up-Fenster zum Erstellen einer Schallpegelberechnung¶
Eine Schallpegelberechnung kann erstellt werden, indem auf den Hinzufügen Button im linken unteren Eck des Kanallisten-Menüs geklickt wird (rot markiert in Abb. 320).
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird (OXY-OPT-MODAL).
Abb. 321 Pop-up-Fenster für die Erstellung des Modal-Test-Plugins¶
Ein Modaltest kann im LIVE-Modus erstellt und konfiguriert werden, indem die Schaltfläche Hinzufügen in der unteren linken Ecke der Kanalliste gedrückt wird (in Abb. 321 rot markiert).
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird (OPT-TAPE-RES).
Das OXYGEN Tape Sensor and Resolver Plugin ermöglicht die Geschwindigkeits- und Winkelbestimmung für Band Sensoren (schwarz-weiß gestreiftes Band mit optischem Sensor) und für Resolver mit und ohne Hüllkurvenerkennung.
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird (OPT-TAPE-RES).
Das OXYGEN Tape Sensor and Resolver Plugin ermöglicht die Geschwindigkeits- und Winkelbestimmung für Band Sensoren (schwarz-weiß gestreiftes Band mit optischem Sensor) und für Resolver mit und ohne Hüllkurvenerkennung.
Dies ist eine optionale Funktion und erfordert eine Lizenz (OXY-OPT-SRS).
Das Shock Response Spectrum hilft zu verstehen, wie verschiedene Systeme auf plötzliche Bewegungen oder Stöße reagieren. Es wird verwendet, um die maximale Bewegung von Strukturen zu berechnen und um Anforderungen für die Konstruktion von Gebäuden oder Maschinen zu erstellen, die plötzlichen Belastungen wie Erdbeben oder Explosionen standhalten müssen.
Ein Beschleunigungssignal wird für definierte Frequenzabschnitte auf eine Reihe von Masse-Dämpfungs-Systemen gegeben, die Durchbiegung wird als Maximum, Minimum oder absolutes Maximum ermittelt und in ein Diagramm für die jeweilige Frequenz eingetragen.
Die folgende Abbildung Abb. 322 zeigt den Berechnungsablauf. Der Beschleunigungseingang ist unten rechts als Halbsinus zu sehen, der in seine Spektralkomponenten zerlegt und auf Einfreiheitsgrad-Schwingelemente (SDOF) aufgetragen wird. Die Antwort, d.h. die SDOF-Beschleunigungsantwort, wird dann für das Maximum im Beispiel analysiert und im obigen Stoßantwortspektrum aufgetragen. Die Schwingelemente sind nur durch ihren Dämpfungsfaktor definiert, also Single-Degree-Of-Freedom.
Abb. 322 Schematisches Verfahren zur Berechnung eines Schockantwortspektrums¶
Ein Schockantwortspektrum (SRS) kann im Wiedergabemodus (*.dmd) konfiguriert werden, indem mindestens ein Eingangskanal ausgewählt und die Schaltfläche Hinzufügen in der unteren linken Ecke der Kanalliste (in Abb. 323 rot markiert) gedrückt wird. Wenn der Gruppenname leer gelassen wird, erhält die Gruppe standardmäßig den Namen „SRS_n“ (n=1,2,3).
Abb. 323 Pop-up Fenster zum Anlegen des Shock Response Spectrum-Plugins¶
Abb. 324 Einstellungen des Shock Response Spectrum-Plugins¶
SRS-Name der Kanalgruppe,
standardmäßig SRS_n, (n=1,2,3)
Legen Sie den Namen der Spektralkanalgruppe für die Stoßantwort fest,
die auf jeden Fall die Beschleunigungsstoßantwort enthält.
2
Startfrequenz
Definieren Sie die Startfrequenz für die Berechnung des Stoßspektrums.
Gültige Werte sind (0,01 Hz bis zur Stoppfrequenz)
3
Endfrequenz
Definieren Sie die Endfrequenz der SRS-Berechnung. Mit dem Toggle wird automatisch
die halbe Abtastrate als Endfrequenz eingestellt. Gültige Werte sind (Startfrequenz
bis zur Hälfte der Abtastrate).
4
Frequenzband
Wählen Sie das Frequenzband, in dem die SRS berechnet wird. Wenn „Linear“ ausgewählt ist,
wird das darunter liegende Textfeld für die Subfrequenzbandbreite aktiviert. Für
Oktavbänder stehen das Oktav-, 1/3-Oktav- und 1/12-Oktavband zur Verfügung.
5
Dämpfung
Definieren Sie die Dämpfung über den Q-Faktor oder das Dämpfungsverhältnis, indem
Sie die entsprechende Dropdown-Option und den entsprechenden Wert auswählen.
6
Spektrum
Wählen Sie entweder ein Spektrum der SDOF-Elemente (single degree of freedom),
Absolutes Maximum, Maximum oder Minimum.
7
Eingangsbereichauswahl
Legen Sie die Methode zur Auswahl des Zeitrahmens fest. Bei Auswahl von „Manuell“
werden die Startzeit und die Stoppzeit in Punkt ⑧ zur Berechnung verwendet. Wenn
LinkedCursors gewählt wird, kann man mit einem Rekorder den Zeitbereich definieren.
8
Start/Stopp-Zeit
Wenn der Modus für den Eingangsbereich auf „Manuell“ eingestellt ist, wird der Zeitrahmen
für die SRS-Berechnung für die Proben zwischen der Start- und der Stoppzeit durchgeführt.
9
Inputkanäle
Listenansicht der Kanäle, für die die SRS berechnet wird. Diese Kanäle können jederzeit
geändert werden, aber ihre Abtastrate muss gleich sein. Die erwarteten Eingangskanäle sind
Beschleunigungskanäle in m/s2.
10
Geschwindigkeitsausgabe
Zusätzlich zum SRS der Beschleunigung, dem Zeitintegral der Beschleunigung, kann die
Geschwindigkeit aktiviert werden.
11
Auslenkungsausgabe
Zusätzlich zum SRS der Beschleunigung, dem zweiten Zeitintegral der Beschleunigung,
kann die Verschiebung aktiviert werden.
12
Wähle SDOF-Ausgabe
Definieren Sie, für welche Frequenzen die SDOF-Beschleunigungselemente zur SRS-Gruppe
hinzugefügt werden sollen. Wenn die Eingangsfrequenz nicht die Mittenfrequenz des
SDOF-Elements ist, wird das nächstgelegene Element gewählt.
Um den AB-Cursor als Zeitrahmen für die SRS-Berechnung einer beliebigen SRS-Gruppe zu verknüpfen, aktivieren Sie den AB-Cursor und klicken Sie auf die Schaltfläche rechts neben dem Kontrollkästchen AB-Cursor, wählen Sie die SRS-Gruppen aus, die mit dem Cursor verknüpft werden sollen, und klicken Sie auf OK. Das Bewegen des Cursors ändert nun den Zeitrahmen, für den die SRS berechnet wird.
Abb. 325 Verlinken des AB-Zeiger als Zeitbereich für die SRS-Kalkulation¶
Die SRS-Kanäle (Beschleunigung, Geschwindigkeit und Verschiebung) sind 1D-Arrays. So hat z. B. „AI 2/1_AMAX_Acc“ eine Beschleunigung pro Bin/Frequenz und kann in einem Array-Diagramm angezeigt werden. Das Array-Diagramm kann zur weiteren Analyse kopiert und eingefügt werden. Die extrahierten SDOF-Kanäle sind die Beschleunigungszeit-Verläufe der Dämpfungselemente für die ausgewählten Frequenzen und können in einem Schreiber angezeigt werden.
Bitte beachten Sie, dass zur Aktualisierung des Zeitintervalls in der Berechnung der Editiermodus aktiv sein muss. Dies wird in der Kanalliste mit dem Edit already stored channels-Button durchgeführt.
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird (OPT-POWER-ADV).
Das Matrix Sampler Feature ist in der Power-Advanced Lizenz inkludiert. Dieses Feature stellt die Beziehung zwischen zwei Kanälen und einem Eingangskanal in Form einer Heatmap dar.
Es bestehen zwei Möglichkeiten einen Matrix Sampler Kanal zu erstellen:
Klicken Sie auf die Schaltfläche [+] in der unteren linken Ecke des Menüs „Datenkanäle“ (siehe Arbeiten mit Softwarekanälen) und wählen Sie Matrix Sampler im Reiter Optionale Mathematik. Dabei können im Vorhinein schon die gewünschten Referenzkanäle ausgewählt werden oder diese im Nachhinein gewählt werden.
Abb. 327 Erstellung eines Matrix Sampler Kanals mit Kanälen aus der Kanalliste¶
Die zweite Möglichkeit einen Matrix Sampler Kanal in Form einer Efficiency Map zu erstellen, befindet sich in den Power-Gruppen Einstellungen. Für eine detaillierte Beschreibung zur Erstellung einer Power-Gruppe siehe Power Gruppe oder das OXYGEN Power Technical Reference Handbuch, welches im DEWETRON CCC-Portal (https://ccc.dewetron.com/) verfügbar ist.
Öffnen Sie die Power-Gruppen Einstellungen und klicken Sie auf den Abschnitt Mechanisch in den Erweiterten Einstellungen. Der Button Efficiency Map hinzufügen (siehe Abb. 328), erstellt einen Matrix Sampler Kanal mit den entsprechenden Kanälen (Geschwindigkeit, Drehmoment und Effizienz) für die Efficiency Map der jeweiligen Power Gruppe.
Abb. 328 Erstellung eines Matrix Sampler Kanals als Efficiency Map einer zugehörigen Power-Gruppe¶
Nachdem ein Matrix Sampler Kanal mit einer dieser beiden Möglichkeiten erstellt wurde, erscheint ein neuer Abschnitt in der Kanalliste wie in Abbildung Abb. 329. For each matrix sampler one new channel will be created.
Abb. 329 Neuer Abschnitt für Matrix Sampler Kanäle in der Kanalliste¶
Einige der hier beschriebenen oder gezeigten Einstellungen werden anhand einer Efficiency Map als Beispiel eines Matrix Sampler Kanals gezeigt. Jedoch sind die Einstellungen bzw. Kanäle nicht auf bestimmte Einheiten der Kanäle gebunden, sondern funktionieren für jegliche gemessene Kanäle. Eine Übersicht der Kanaleinstellungen zeigt Abb. 330. Um die Kanaleinstellungen zu öffnen klicken Sie auf das Zahnrad des Kanals in der Kanalliste (siehe Abb. 329).
Der folgende Abschnitt erklärt die Einstellungen eines Matrix Sampler Kanals.
Abb. 330 Kanaleinstellungen eines Matrix Sampler Kanals¶
Abb. 331 zeigt eine detailliertere Übersicht der verfügbaren Kanaleinstellungen.
Abb. 331 Detail-Ansicht der Einstellungen eines Matrix Sampler Kanals¶
Tab. 40 Buttons des Matrix Sampler Kanals – Übersicht¶
Nr.
Funktion
Beschreibung
1
X, Y, Z Referenzkanal
Auswahl
Die Referenzkanäle für X, Y
und Z können hier ausgewählt
werden. Z dient dabei als
Eingangskanal, welcher in der
Matrix dargestellt wird. Die
Kanäle können auch über
Drag’n’Drop zugewiesen oder
durch Klicken auf den rot
markierten Button in
Abbildung 5‑80 ausgewählt
werden
2
Mittelung
Das Zeitfenster, welches für
die Mittelung des Kanals Z
verwendet wird kann hier
definiert werden
3
Trigger Kanal
Auswahl eines Trigger-Kanals;
dieser Kanal wird als Trigger
verwendet, um ein neues
Sample in die Matrix zu
speichern
4
Trigger Schwellwert
Definiert den Schwellwert, ab
welchem der Trigger aktiv
werden soll
5
Rearm
Definiert das Rearm Level,
bei welchem ein bereit
aktivierter Trigger wieder
aktiviert werden soll
6
Grenzbereich
Definiert den Bereich, in
welchem Signal X und Y
bleiben müssen, um den
Trigger auszulösen
7
Zeit
Definiert die Zeit für welche
Signal X und Y im
Grenzbereich verbleiben
müssen, damit der Trigger
ausgelöst wird
8
Trigger-Verzögerung
Definiert die Verzögerung,
nach welcher ein aktivierter
Trigger das Sample in die
Matrix speichert
9
Sample aufnehmen
Button, um ein Sample manuell
in die Matrix zu speichern
10
Triggerdeaktivieren/aktivieren
Trigger wird
deaktiviert/aktiviert; wenn
deaktiviert wird die Matrix
nicht mehr aktualisiert
Wie im vorherigen Abschnitt erklärt können die Kanäle entweder in der jeweiligen Reihenfolge markiert werden, bevor ein Matrix Sampler Kanal erstellt wird, können aber auch danach via Drag‘n’Drop oder den Kanallisten-Button geändert bzw. zugewiesen werden. Die Kanäle einer Efficiency Map werden automatisch richtig zugewiesen, wenn diese aus den Power-Gruppen Einstellungen erstellt wird.
Dabei wird die Geschwindigkeit als Referenzkanal für X-Achse, Drehmoment für die Y-Achse und mechanische Effizienz für die Z-Achse verwendet.
Als Trigger-Kanal kann z.B. ein Signal eines Prüfstandes verwendet werden, um zu definieren, wann ein Sample in die Matrix gespeichert werden soll.
Im Beispiel in Abb. 331 wird ein Sample in die Matrix gespeichert, wenn der Kanal Trigger Kanal über einen definierten Schwellwert von 20 V steigt und dieser Trigger wird erst wieder aktiviert sobald das Signal einmal unter 0 V abfällt.
Bemerkung
Bezüglich den Trigger-Einstellungen, kann entweder ein Trigger-Kanal ausgewählt werden oder die Steady-State Detektion (X und Y) verwendet werden. Wenn ein Trigger-Kanal ausgewählt ist, ist die Steady-State Detektion deaktiviert. Um diese zu verwendet, darf kein Trigger-Kanal ausgewählt sein oder muss gelöscht werden. Die Bedingungen Grenzbereich und Zeit müssen vom X und Y Kanal erfüllt werden, um den Trigger zu aktivieren.
Der Trigger deaktivieren/aktivieren Button kann verwendet werden, um einen bestimmten Messpunkt zu wiederholen und manuell ein Sample in die Matrix zu speichern, ohne die komplette Matrix zu überschreiben. Sobald der Trigger deaktiviert ist, wird die Matrix nicht mehr aktualisier, sprich keine Samples werden in die Matrix gespeichert. Mit dem Button Sample aufnehmen, kann ein bestimmtes Sample in die Matrix gespeichert werden.
Abb. 332 zeigt exemplarisch die resultierende Matrix. Es kann jeweils für die X- und Y-Achse das Minimum, Maximum und die Schrittauflösung in der jeweiligen Einheit definiert werden. Sobald die Schrittauflösung eingetragen wird, werden die resultierenden Schritte darunter angezeigt.
Abb. 332 Detail-Ansicht der Vorschau-Matrix in den Einstellungen eines Matrix Sampler Kanals¶
Um diese Efficiency Map oder die Matrix am Messbildschirm grafisch darzustellen, ziehen Sie diesen Kanal via Drag’n’Drop auf den Messbildschirm oder verwenden Sie das Heatmap Instrument und wählen Sie den entsprechenden Kanal aus.
Für weitere Informationen über das Heatmap Instrument, siehe Heatmap.
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird.
Abb. 333 Pop-up-Fenster zum Empfangen eines Ethernet Datenstroms¶
Ein Ethernet Datenstrom kann empfangen werden, indem auf den Hinzufügen Button im linken unteren Eck des Kanallisten-Menüs geklickt wird (rot markiert in Abb. 333).
Diese Option ermöglicht OXYGEN Daten von SCPI Kompatiblen Geräten abzurufen. Details zum SCPI-Query-Plugin finden Sie im OXYGEN SCPI Query Handbuch, welches im DEWETRON CCC-Portal (https://ccc.dewetron.com/) verfügbar ist.
OXYGEN bietet ein integriertes OPC UA-Client-Plugin, mit dem Daten von OPC UA-Servern mit einem Abtastintervall von bis zu 1 ms abonniert werden können.
Weitere Informationen finden Sie im technischen Referenzhandbuch zu OXYGEN OPC UA, das auf dem DEWETRON CCC-Portal (https://ccc.dewetron.com/) verfügbar ist.
Das Externes Video-Werkzeug importiert Videos in OXYGEN-Messdateien (*.dmd).
Abb. 334 Popup-Fenster zum Laden externer Videodateien¶
Die externe Videooption () von OXYGEN bietet die folgenden Möglichkeiten:
Laden einer Videodatei während der Datenanalyse im PLAY Mode, die mit einer Software von Drittanbietern aufgezeichnet wurde
Manuelle Synchronisierung des Videos mit den Messdaten
Analysieren von synchronisierten Video- und Sensordaten in OXYGEN
Diese Funktion wurde hauptsächlich entwickelt, um Videodaten, die mit Hochgeschwindigkeitskameras aufgezeichnet wurden, mit den Sensordaten zu synchronisieren, aber sie kann verwendet werden, um eine Videodatei von jeder Kamera in OXYGEN zu laden. Der Schwerpunkt des folgenden Abschnitts liegt auf Hochgeschwindigkeits-Videodaten.
Vorteile:
Laden Sie Videos von jeder Kamera in OXYGEN für die Analyse
Unterstützte Formate:
AVI (unkomprimiert)
MKV (VP8 und h264)
MP4 (h264)
Keine Dateigrößenzunahme, da nur der Pfad zur Videodatei in der dmd-Datei gespeichert wird
Der Abschnitt beschreibt verschiedene Szenarien, um den Aufnahmestart des Datenerfassungssystems und der Kamera zu initiieren, und listet bestimmte Vor- oder Nachteile der verschiedenen Methoden auf.
Aufnahmestart von DAQ-System und Kamera durch externes Signal
Abb. 335 Aufnahmestart von DAQ-System und Kamera, ausgelöst durch externes Signal¶
Ein externes Signal / Gerät wird verwendet, um den Aufnahmestart von DAQ-System und Kamera auszulösen. Das Signal ist normalerweise ein TTL-Signal mit steigender Flanke, um den Aufnahmestart zu initiieren.
Moderne Highspeed-Kameras haben einen Triggersignal-Eingang. Das Datenerfassungssystem benötigt einen digitalen Signaleingang, um das Signal zu erfassen und die Datenaufzeichnung zu starten. Analoge Eingänge könnten ebenfalls verwendet werden.
Vorteile:
Paralleler Aufnahmestart von Kamera und DAQ-System ohne Latenzen
Einfache Synchronisation von Sensordaten und Videodaten
Kein manueller Aufnahmestart auf einem Gerät erforderlich
Nachteile:
Separate Hardware für die Erzeugung des Triggersignals erforderlich
Aufnahmestart des DAQ-Systems durch Kamera ausgelöst
Abb. 336 Aufnahmestart des DAQ-Systems, ausgelöst durch Kamera¶
Die Kamera erzeugt ein TTL-Signal mit steigender Flanke beim Aufnahmestart, das über den Trigger-Ausgang der Kamera an das DAQ-System weitergeleitet wird. Moderne Highspeed-Kameras bieten die Möglichkeit ein Triggersignal zu erzeugen, um damit den Aufzeichnungsstart von Hardware von Drittanbietern zu initiieren. Das Datenerfassungssystem benötigt einen digitalen Signaleingang, um das Signal zu erfassen und den Aufnahmezustand auszulösen. Analoge Eingänge könnten ebenfalls verwendet werden.
Vorteile:
Paralleler Aufnahmestart von Kamera und DAQ-System ohne Latenzen
Einfache Synchronisation von Sensordaten und Videodaten
Keine separate Hardware für die Erzeugung des Triggersignals
erforderlich
Nachteile:
Die Aufnahme muss manuell für die Kamera gestartet werden
Aufnahmestart der Kamera ausgelöst durch DAQ-System
Abb. 337 Aufnahmestart der Kamera durch DaQ-System ausgelöst¶
Das Datenerfassungssystem erzeugt ein TTL-Signal mit Rising Edge beim Aufnahmestart, das über einen digitalen Ausgang des Datenerfassungssystems an die Kamera weitergeleitet wird. Moderne Highspeed-Kameras bieten einen Triggersignaleingang.
Das Betriebssystem des Datenerfassungssystems verursacht eine Verzögerung zwischen dem Aufnahmestart des Datenerfassungssystems und dem Zeitpunkt, zu dem der digitale Ausgang physisch auf High geht, was zum Aufnahmestart der Kamera führt. Diese Verzögerung kann gemessen werden, indem das Signal auch an einen digitalen Eingang angeschlossen wird. Im realen Leben kommt es zu einer Verzögerung im ms-Bereich zwischen DAQ-Systemaufnahmestart und Kameraaufnahmestart, die kompensiert werden kann, während das Video zur Nachbearbeitung in OXYGEN geladen wird.
Vorteile:
Keine separate Hardware für die Erzeugung des Triggersignals erforderlich
Aufzeichnungsstart des Datenerfassungssystems könnte getriggert werden
Nachteile:
Deterministische Latenz zwischen Aufnahmestart der Kamera und DAQ-System durch das Betriebssystem verursacht
Latenz muss beim Laden und Nachverarbeiten des Videos kompensiert werden
Manuelle Aufzeichnung des Startes von DAQ-System und Kamera
Abb. 338 Manual Recording start of DAQ system and camera¶
Die Aufnahme wird manuell sowohl auf dem DAQ-System als auch auf der Kamera gestartet.
Vorteile:
Keine separate Hardware für die Erzeugung des Triggersignals erforderlich
Keine Verdrahtung zwischen Kamera und DAQ-System erforderlich
Nachteile:
Stochastische Latenz zwischen Aufnahmestart der Kamera und DAQ-System durch das Betriebssystem verursacht
Latenz muss empirisch bestimmt und beim Laden und Nachverarbeiten des Videos kompensiert werden
Abb. 340 Ausgleichen einer Deterministischen Verzögerung zwischen Video- und Sensordaten¶
Wenn die Latenz zwischen Video- und Sensordaten bekannt ist, kann sie durch Eingabe der Verzögerung im Startoffset in die Kanaleinrichtung des Videos kompensiert werden (siehe ① in Abb. 340).
Positiver Offset bedeutet, dass die OXYGEN-Datenaufzeichnung zuerst gestartet wurde und die Videodatenaufzeichnung an zweiter Stelle.
Negativer Offset bedeutet, dass die Videodatenaufzeichnung zuerst gestartet wurde und OXYGEN-Datenaufzeichnung an zweiter Stelle.
Abb. 341 Manuelle Verzögerungskompensation zwischen Video- und Sensordaten¶
Wenn die Latenz zwischen Video- und Sensordaten bekannt ist, kann sie durch Eingabe der Verzögerung im Startoffset in die Kanaleinrichtung des Videos kompensiert werden (siehe ① Video for details).
Gehen Sie zum Messbildschirm und ziehen Sie den externen Videokanal auf den Messbildschirm ab (siehe ① in Abb. 341). Dadurch wird ein Videoinstrument mit dem entsprechenden Video erstellt.
Die Zeitleiste zeigt die tatsächliche Position des Videos in der OXYGEN-Datendatei (siehe ② in Abb. 341)
Die Tasten (siehe ③ in Abb. 341) können verwendet werden, um die Position des Videos in der Datendatei zu ändern
<<< Video +1 Frame verschieben
<< Video +10 Frames verschieben
< Verschieben des Videos +100 Frames
Mit Cursor ausrichten: Videostart an die tatsächliche Cursorposition verschieben
> Verschieben des Video -1 Frames
>> Verschieben des Videos -10 Frames
>>> Video -100 Frames verschieben
Im Allgemeinen wird der folgende Workflow zum manuellen Synchronisieren von Sensor- und Videodaten empfohlen:
Verwenden Sie den Recorder, um den orangefarbenen Cursor zum Referenzereignis für die Datensynchronisierung zu bewegen (siehe ① in Abb. 342)
Drücken Sie mit dem Cursor ausrichten, um den Videostart in die orange Cursorposition zu bewegen, um eine grobe Zeitanpassung vorzunehmen (siehe ② in Abb. 342)
Verwenden Sie für Feinzeitanpassungen die Schaltflächen <<<, <<, < & >, >>, >>>, um die Zeitachse auszurichten (siehe ③ in Abb. 342)
Wenn Sie fertig sind, kann die Zeitleiste ausgeblendet werden (siehe ④ in Abb. 342)
Der absolute Zeitversatz ist auch im Kanal-Setup des Videos zu sehen (siehe ⑤ in Abb. 342)
Die Einstellungen können im Datenfile gespeichert werden (siehe ⑥ in Abb. 342)
Bemerkung
Bitte beachten Sie, dass nur der Dateipfad zum Video in der OXYGEN-Datendatei gespeichert wird, nicht aber das Video selbst.
Beachten Sie, dass dies ein optionales Feature ist und eine Lizenz dafür benötigt wird.
Ein UDP-Datenstrom kann empfangen werden, indem auf den Hinzufügen-Button im linken unteren Eck des Kanallisten-Menüs geklickt wird (in rot markiert in Abb. 343).
Im OXYGEN Viewer ist es möglich, *.dxd und *.d7d Daten (②) als Kanal zu importieren. Daten können in der relativen Zeit, zum ersten Sample der *.dmd oder der absoluten Zeit (③) verschoben werden. Es sind sowohl synchrone als auch asynchrone Kanäle unterstützt
Im OXYGEN Viewer ist es möglich, CSV oder TXT-Daten als Kanal zu importieren. Dies ist nur im PLAY-Modus möglich (siehe ① in Abb. 345). Die erste Spalte kann als relative oder absolute Zeit interpretiert werden (siehe ③ in Abb. 345). Die Option Equidistant ermöglicht asynchrone Daten mit einer virtuellen Abtastrate einzulesen. Falls keine Zeit angegeben wird, kann eine synchrone Abtastrate definiert werden (siehe ④ in Abb. 345). Ein optionaler Zeitversatz kann vor Anlegen des Kanals (siehe ⑤ in Abb. 345) oder nachträglich in den Eigenschaften (siehe ⑥ in Abb. 345) definiert werden. Der importierte Kanal ist in der Gruppe CSV_TXT_IMPORT Channels in der Kanalliste zu finden.
Mit der Topologie Offline Mathematik sind Berechnungen gemeint, welche am Ende einer Messung innerhalb einer Messdatei (.dmd) gemacht werden können. Die folgenden offline Mathematik-Features werden unterstützt.
Abb. 346 Bearbeitung von online erstellten Kanälen¶
Mit dem „Edit already stored channels” Knopf (siehe Abb. 346) können Softwarekanäle, wie Formeln, Statistik oder Power Groups, die während der Aufzeichnung berechnet wurden, auch offline verändert werden. Abhängigkeiten von diesen Kanälen werden automatisch aktualisiert. Zusätzlich ist es auch möglich, den Namen sowie die Einheit von Hardwarekanälen offline zu verändern.
Offline Mathematik ist nicht auf die Skalierung von analogen Eingangskanälen anwendbar.
Kanäle können auf die gleiche Weise wie in Softwarekanäle erstellt werden, indem auf den + Button (siehe Abb. 224) im unteren linken Eck der Kanalliste geklickt wird.
Kanäle, welche in derselben geöffneten Sitzung erstellt wurde, können durch das Klicken auf den – Button (siehe tab-buttons). wieder gelöscht werden. Wenn eine Datei erneut geöffnet wird, können vorher erstellte Kanäle nicht mehr gelöscht werden.
Formeln, Filter, Statistik und FFT Kanäle können in einer Sitzung erstellt und geändert werden. Das Psophometer Plugin, das Swept-Sine-Analyse Plugin, die Rosettenberechnung, die Sound Level Berechnung und die CPB Analyse können auch offline verwendet werden.
Kanalabhängigkeiten werden während offline Berechnungen respektiert. Somit ist es möglich einen Filterkanal und einen Statistik-Kanal, welcher sich auf den Filterkanal bezieht, in einer Sitzung zu erstellen. Wenn der Filterkanal nachher geändert wird, wird auch der Statistik-Kanal nachgerechnet.
Kanäle, welche offline erstellt wurden, werden mit einem grünen Aufzeichnungs-Button in der Kanalliste gekennzeichnet (siehe Abb. 347):
Abb. 347 Erkennung von offline erstellten Kanälen¶
Jegliche Änderungen können durch Klicken auf den Datei speichern Button in der jeweiligen Datei gespeichert werden (siehe Abb. 348 oder ⑬ in Abb. 14):
Erstellte Kanäle und jegliche Änderungen können durch Klicken auf den Setup-Datei speichern Button als Setup-Datei exportiert werden (siehe Abb. 349 oder ⑮ in Abb. 14):
Ein Fortschrittsindikator informiert über den aktuellen Status der Berechnung (siehe Abb. 350) und enthält Informationen über die Anzahl der berechneten Kanäle, Fortschritt in Prozent und verbleibende Berechnungszeit:
Abb. 350 Fortschrittsindikator für offline Mathematik¶
Eine Datei, welche mit OXYGEN 2.x aufgenommen wurde, kann mit OXYGEN 3.x geöffnet und offline Mathematik kann auch angewendet werden. Nachdem es gespeichert wurde, kann es jedoch nur noch mit OXYGEN 3.x geöffnet werden, nicht mehr mit OXYGEN 2.x.
Bitte beachten Sie, dass ein offline erstellter Statistik-Kanal sich von einem online Statistik-Kanal unterscheidet, z.B. am Anfang der Datei oder im Fall von ereignisgesteuerten Aufzeichnungen (siehe Triggerereignisse). Im Beispiel, dargestellt in Abb. 351, ist der grüne Kanal ein online berechneter Statistik-Kanal, angewendet auf den gelben Analogkanal, und der rote Kanal ist ein offline berechneter Statistik-Kanal, auch angewendet auf den gelben Analogkanal, mit denselben Einstellungen. Die Abweichung zwischen dem grünen und roten Kanal entsteht aufgrund der Verfügbarkeit der vollen analogen Daten während der online Berechnung. Während der offline Berechnung, sind nur die ereignisgesteuerten aufgenommen Analogdaten verfügbar.
Abb. 351 Abweichung zwischen offline und online berechneten Statistikkanälen im Fall einer ereignisgesteuerten Aufzeichnung¶
Bitte beachten Sie, dass ein offline erstellter Filterkanal sich von einem online Filterkanal unterscheidet, z.B. am Anfang der Datei oder im Fall von ereignisgesteuerten Aufzeichnungen (siehe Triggerereignisse). Im Beispiel, dargestellt in Abb. 352, ist der grüne Kanal ein online berechneter Integrator, angewendet auf den gelben Analogkanal, und der rote Kanal ist ein offline berechneter Integrator, auch angewendet auf den gelben Analogkanal, mit denselben Einstellungen. Die Abweichung zwischen dem grünen und roten Kanal entsteht aufgrund dessen, da der offline berechnete Integrator am Anfang jedes Ereignisses oszilliert, im Gegensatz zum online berechneten Integrator, da analoge Daten jederzeit verfügbar sind.
Abb. 352 Abweichung zwischen offline und online berechneten Filterkanälen im Fall einer ereignisgesteuerten Aufzeichnung¶
Digitaler Eingang/Ausgang Modi für den Chassis-Controller¶
Der Modus von Digitalen Eingangskanäle ist fixiert auf DI.
Ab TRION / OXYGEN 8.1 können die digitalen Ausgangskanäle des Chassis-Controllers auf verschiedene Ausgangsmodi konfiguriert werden.
Folgende Ausgangsmodi stehen zur Verfügung:
Digital Out - Ausgabe eines statischen Digitalsignals
LOW oder HIGH
FrequencyClock - Ausgabe eines anpassbaren Taktsignals
Frequenz: 1 Hz … 10 MHz
Kontinuierliche Ausgabe (Ja/Nein): Ja → Das Signal wird kontinuierlich ohne zurücksetzen bei Messbeginn ausgegeben
Invertiertes Signal (Ja/Nein): Ja → Das Signal startet High anstatt Low
IRIG
Source: IRIG_GEN (statische Einstellung)
Code: CodeB_DC (statische Einstellung)
Bemerkung
Nur Wenn in den Sync Einstellungen oder in der Kanalliste für den AUX-Ausgang IRIG ausgewählt ist, kann der digitale Ausgang ebenfalls IRIG-Signale ausgeben.
PPS - Ausgabe eines Puls-Pro-Sekunde Signals
CLK10 - Ausgabe eines 10 Mhz Taktsignals
Abb. 353 Digital Output Modi für den Chassis-Controller.¶
Bemerkung
Für diese digital Ausgang Funktionen ist die Firmware von >R8.1 TRION Applications erforderlich.
Der AUX-Ausgangsanschluss ist ab TRION/OXYGEN 8.1 in der Kanalliste sichtbar. (FW-Update notwendig)
Durch setzen des Ausgangsmodus im AUX-Ausgangs in der Kanalliste wird die Einstellung in den Synchronisationseinstellungen fixiert.
Die Standard-AUX-Einstellung CustomSignalOut bedeutet, dass die Einstellung aus den Synchronisationseinstellungen angewendet wird.
CustomSignalOut
Disabled - Ausgabe des AUX wird in den Synchronisationseinstellungen bestimmt
PPS - Ausgabe eines Puls-Pro-Sekunde Signals
FrequencyClock - Ausgabe eines anpassbaren Taktsignals
Frequenz: 1 Hz … 10 MHz
Kontinuierliche Ausgabe (Ja/Nein): Ja → Das Signal wird kontinuierlich ohne zurücksetzen bei Messbeginn ausgegeben
IRIG - Ausgabe eines IRIG Zeitsignals
Source: IRIG_GEN (statische Einstellung)
Code: CodeB_DC (statische Einstellung)
Bemerkung
Nur Wenn in den Sync Einstellungen oder in der Kanalliste für den AUX-Ausgang IRIG ausgewählt ist, kann der digitale Ausgang ebenfalls IRIG-Signale ausgeben.
Abb. 354 AUX Ausgangs Modi für den Chassis-Controller.¶
Bemerkung
Die Auswahl eines beliebigen AUX-Ausgabemodus (außer CustomSignalOut) in der Kanalliste überschreibt die entsprechenden Einstellungen im Synchronisations-Setup.
Für diese AUX-Funktionen ist die Firmware von >R8.1 TRION Applications erforderlich.
OXYGEN unterstützt drei verschiedene Counter-Modi: Ereignis-Counter, Frequenzbestimmung und Encoder-Modus (inkl. X1, X2, X4 und A-up / B-down).
Der folgende Auszug aus dem TRION Modul Technische Referenz Manual gibt einen Überblick über die verschiedenen Counter Modi. Für weitere Details siehe das TRIONTM module Technical Reference Manual.
Beim Ereignis-Counter zählt der Counter die Anzahl an Pulse, welche am Eingang A/B auftreten. Bei jedem Erfassungszeitpunkt wird der Counterwert gelesen, ohne den Zählprozess zu stören.
Abb. 355 zeigt ein Beispiel eines Ereignis-Counter, wobei acht Ereignisse am Eingang A oder B gezählt werden. Synchronized Value (synchronisierter Wert) ist der ausgelesene Wert vom TRION-CNT Modul bei Erfassungszeitpunkt (Acquisition Clock - eingekreiste Zahlen in der Abbildung, z.B. 1, 2).
Wenn es notwendig ist bei fallender Flanke zu zählen, muss das Eingangssignal invertiert werden. Das kann direkt in der Software gemacht werden, indem Eingangssignal invertieren ausgewählt wird.
Generell ist es möglich den Kehrwert einer Periodenmessung zu verwenden, um die Frequenz eines Signals zu berechnen. Wenn eine Periodenmessung erfolgt, kommt es zu einer Ungenauigkeit von intern gezählten Zeitzyklen von ±1 Zyklus, da die gezählten Zyklen der internen Zeitbasis von der Phase des Eingangssignals abhängig ist in Bezug auf die interne Zeitbasis. Für lange Perioden und dementsprechend kleine Frequenzen ist dieser Fehler vernachlässigbar. Bei hohen Frequenzen, also kurzen Perioden, jedoch, werden einige Zyklen gezählt. In diesem Fall wird der
Fehler von ±1 Zyklus signifikant.
Für eine höhere Genauigkeit wird intern eine Kombination aus Haupt- und Nebencounter verwendet, um eine höhere Präzision bei Frequenzmessungen zu erhalten. Der Hauptcounter ist ein Ereignis-Counter (oder Encoder-Modus). Der Nebencounter misst die Zeit dazwischen. Dieser misst exakt die Zeit des Ereignisses mit einer Auflösung von 12.5 ns relativ zur Erfassungsuhr. Bei jeder steigenden Flanke des Eingangs A wird der Counterwert des Nebencounters in einem Register gespeichert. Zu jedem Erfassungszeitpunkt (1, 2, …, 6) werden beide Werte der Counter ausgelesen.
Bei der Pulsweitenmessung verwendet der Zähler die interne Zeitbasis, um die Impulsbreite des am Input A vorhandenen Signals zu messen. Der Zähler zählt die ansteigenden Flanken der internen Zeitbasis, nachdem eine ansteigende Flanke auf dem Input A ankommt. Bei der fallenden Flanke am Eingang wird der Zählerwert in einem Register gespeichert und der Zähler wird auf Null gesetzt. Bei der nächsten ansteigenden Flanke am Input A beginnt der Zähler erneut zu zählen. Bei jedem ADC-Takt ( 1 , 2 , …, 6 ) wird der Registerwert ausgelesen.
Bewegungs-Encoder haben normalerweise drei Kanäle: Kanal A, B und Z. Kanal A und Kanal B liefern das Rechtecksignal für den Counter und haben eine Phasenverschiebung von 90°. Mit dieser Phasenverschiebung kann der Decodierer die Rotationsrichtung des Bewegungs-Encoders erkennen. Der dritte Kanal gibt einen Puls bei einer bestimmten Position zu jeder Umdrehung aus. Dieser Puls wird verwendet, um den Counter nullzusetzen. Die Anzahl der Impulse pro Zyklus bei einem Bewegungs-Encoder ist vom Decodierungstyp abhängig: X1, X2, X4. Alle drei Typen sind auf dem TRION-CNT Modul verfügbar. Einige Bewegungs-Encoder haben zwei Eingänge, welche auf verschiedene Weise funktionieren. Entweder liefert Kanal A oder Kanal B das Rechtecksignal, abhängig von der Rotationsrichtung. Auch dieser Typ wird vom TRION-CNT Modul unterstützt.
Zuerst wird Typ X1 erklärt. Wenn Eingang A Eingang B in einem Quadraturzyklus lenkt, zählt der Counter bei steigenden Flanken des Eingangs A hoch. Wenn Eingang B Eingang A in einem Quadraturzyklus lenkt, zählt der Counter bei fallenden Flanken des Eingangs A runter. Bei jedem Erfassungszeitpunkt (1, 2, …, 9) wird der Counterwert ausgelesen.
Abb. 359 zeigt die resultierende Erhöhung und Abnahme für X1 Encoding.
Für X2 Encoding werden die steigenden und fallenden Flanken des Eingangs
A für das Hoch- und Runterzählen verwendet. Der Counter erhöht sich,
wenn Eingang A Eingang B lenkt und nimmt ab, wenn Eingang B Eingang A
lenkt. Dies ist in Abb. 360 sichtbar.
Für X4 Encoding erhöht sich der Counter oder nimmt ab bei jeder Flanke des Eingangs A und Eingangs B. Die Bedingung für die Erhöhung oder Abnahme ist dieselbe wie für X1 und X2.
Der dritte Eingangskanal Z, welcher auch als Indexkanal referenziert wird, bewirkt, dass der Counter mit Null geladen wird bei einer bestimmten Phase des Quadratur-Zyklus.
Abb. 362 zeigt die Resultate für X1 Encoding mit Eingang Z.
Der A-Up/B-Down Encoder unterstützt zwei Eingänge, A und B. Ein Puls am Eingang A erhöht der Counter bei steigender Flanke. Ein Puls am Eingang B verringert den Counter bei steigender Flanke. Bei jedem Erfassungszeitpunkt (1, 2, …, 9) wird der Counterwert ausgelesen. Diese Situation wird in Abb. 363 dargestellt.
Wie in Tab. 41 gezeigt, kann die Frequenzmessungen und
Ereignis-Counter-Messung mit allen TRION Modulen mit Counter-Eingang gemacht werden. Encoders und CDM+Trigger Sensoren können nicht am TRION-1620-ACC oder TRION-2402-dACC Modul angeschlossen werden, da diese nicht mehrere digitale Eingangskanäle pro Counterkanal haben. Winkel- und rpm Messungen sind also mit einem Counterkanal eines TRION-1620-ACC oder TRION-2402-dACC Modul möglich, jedoch kann keine Richtung bestimmt werden.
Bemerkung
Bitte beachten Sie, dass das vom TRION-2402-dACC Modul unterstützte Trigger-Level sich von den Softwaremöglichkeiten unterscheidet.
Vier einzelne Unterkanäle werden für jeden verfügbaren Counterkanal in der Kanalliste erstellt (COUNTER CNT 2/1 Sim in Abb. 364) Die Counter-Hardware eines Counterkanals (außer TRION-dACC und TRION-ACC Hardware) besteht aus zwei verschiedenen Counterlogiken, der Hauptcounter und der Nebencounter (siehe Abb. 365).
Der erste Unterkanal (CNT 2/1 Sim in Abb. 364) ist dem Hauptcounter zugewiesen. Wenn der Counterkanal als Ereignis-Counter oder im Encoder-Modus (X1, X2, X4, A-up/B-down) benutzt werden soll, muss dies in den Kanaleinstellungen des Unterkanals eingestellt werden. Auch der Frequenzmodus kann in dem Unterkanal ausgewählt werden, jedoch nur um die Kompatibilität mit alten Setup-Dateien zu garantieren. Wenn der Frequenzmodus ausgewählt wird, fallen die Unterkanäle 3 und 4 weg (Angle_CNT2/1Sim und Speed_CNT 2/1 Sim in Abb. 364).
Der zweite Unterkanal (Frequency_CNT 2/1 Sim in Abb. 364) ist dem Nebencounter zugewiesen. Dieser Kanal wird zur Frequenzmessung verwendet. Wenn der Frequenzmodus im Unterkanal eins (CNT 2/1 Sim in Abb. 364) ausgewählt wird, wird der zweite Unterkanal (Frequency_CNT 2/1 Sim in Abb. 364) deaktiviert und zeigt keine
Daten an.
Der dritte Unterkanal (Angle_CNT 2/1 Sim in Abb. 364) berechnet den Winkel mit den Daten der Haupt- und Nebencounterlogik.
Der vierte Unterkanal (Speed_CNT 2/1 Sim in Abb. 364) berechnet die Geschwindigkeit mit den Daten der Haupt- und Nebencounterlogik.
Bitte beachten Sie, dass die maximale Busdatenrate von 90 MB/s erreicht wird, wenn 6 Kanäle eines TRION-CNT Modul mit 2 MHz Abtastrate gespeichert werden.
Jeder der vier Unterkanäle hat eigene Kanaleinstellungen. Die Kanaleinstellungen der vier Unterkanäle sind in den Kanaleinstellungen des Haupt-Counterkanals (COUNTER CNT 2/1 Sim inAbb. 366) zusammengefasst und kann durch Klicken auf das Zahnrad erreicht werden (see Abb. 366). Die Skalierung eines Unterkanals kann in den jeweiligen Kanaleinstellungen geändert werden.
Im Folgenden werden die Kanaleinstellungen eines Haupt-Counterkanals und die Optionen für den Ereignis-Modus und Encoder-Modus anhand eines TRION-CNT Moduls erklärt. Aufgrund der limitierten Hardwaremöglichkeiten, bietet das TRION-ACC oder TRION-dACC Modul weniger Optionen.
Kanaleinstellungen für einen TRION-CNT Kanal im Ereignis-Modus¶
Abb. 367 Kanaleinstellungen für einen TRION-CNT Kanal im Ereignis-Modus¶
Tab. 42 Menü eines Counter-Channels im Event-Modus¶
Nr.
Funktion
Description
Verstärker-Optionen
1
Modus
Auswahl des Counter-Modus:
Ereignisse, Frequenz oderEncoder
2
Schwellwertlevel
Auswahl des Schwellwertlevels
(Trigger) (abhängig von der
TRION Hardware, siehe
Tab. 41)
3
Retrigger-Level
Auswahl des Retrigger-Levels
TRION Hardware, siehe
Tab. 41)
Anzahl der Pulse, welche pro
Umdrehung, Meter… vom Counter
ausgegeben werden
8
Re-Samplerate
Auswahl der Re-Samplerate;
nötig bei zeitsynchronen
Counter- und Analogdaten;
Geben Sie die Samplerate des
Analogkanals hier ein, damit
die Counterdaten zeitsynchron
sind
9
Filter length
Anwendung eines Filters für
den gleitenden Durchschnitt
auf die Geschwindigkeit
nach Anzahl der Impulse.
Zur Glättung des
Geschwindigkeitssignals ohne
ohne Verzögerung. Anwendbar
im Ereignis- und
Encoder-Modus.
10
Max. Geschwindigkeit
Die empfohlene
Höchstgeschwindigkeit
errechnet sich aus der
Abtastrate (pro Minute)
geteilt durch die Impulse pro
Umdrehung.
Max. speed [rpm] = Samplerate [Hz] * 60 / pulses perrevolution
11
Einheit
Auswahl der Einheit; für
Rotationssensoren
Umdrehung, für lineare
Sensoren wird standardmäßig
Meter eingestellt
Signal-Routing
12
HW Reset Button
HW Reset Auswahl; wenn diese
Option gewählt wird muss auch
ein zweites Eingangssignal
Source_Z ausgewählt werden.
Der Source_A Kanal wird
zurückgesetzt, wenn die
Flanke von Source_Z von 0
auf 1 steigt
13
Source_A Auswahl
Auswahl des Eingangssignals
als Source_A
14
SW Reset Button
SW Reset Auswahl; wenn diese
Option gewählt wird, wird
Source_A zurückgesetzt
nachdem die Anzahl an in ⑦
eingegebenen Pulsen erreicht
ist
15
Source_Z Auswahl
Auswahl des Eingangssignal
als Source_Z (nur
anwendbar, wenn HW Reset
ausgewählt ist)
16
Sofortiger Reset Button
Wenn dieser Button gedrückt
wird, wird ein manueller
Reset erzwungen
17
Invertieren Button
Invertiert den jeweiligen
Eingangskanal
Bemerkung
Ein automatischer Counter-Reset bei Aufzeichnungsstart wird nicht unterstützt.
Kanaleinstellungen für einen TRION-CNT Kanal im Encoder-Modus¶
Abb. 368 Kanaleinstellungen für einen TRION-CNT Kanal im Encoder-Modus¶
Tab. 43 Menü eines Counter-Channels im Encoder-Modus¶
Nr.
Funktion
Description
Verstärker-Optionen
1
Modus
Auswahl des Counter-Modus:
Ereignisse, Frequenz oderEncoder
2
Schwellwertlevel
Auswahl des Schwellwertlevels
(Trigger) (abhängig von der
TRION Hardware, siehe
Tab. 41)
3
Retrigger-Level
Auswahl des Retrigger-Levels
TRION Hardware, siehe
Tab. 41)
Anzahl der Pulse, welche pro
Umdrehung, Meter… vom Counter
ausgegeben werden
8
Encoder-Modus
Auswahl des Encoder-Modus:
X1, X2, X4,
A-Up/B-Down
9
Re-Samplerate
Auswahl der Re-Samplerate;
nötig bei zeitsynchronen
Counter- und Analogdaten;
Geben Sie die Samplerate des
Analogkanals hier ein, damit
die Counterdaten zeitsynchron
sind
10
Filterlänge
Anwendung eines Filters für
den gleitenden Durchschnitt
auf die Geschwindigkeit nach
Anzahl der Impulse. Zur
Glättung des
Geschwindigkeitssignals ohne
Verzögerung. Anwendbar im
Ereignis (Event)- und
Gebermodus (Encoder)
11
Max. Geschwindigkeit
Die empfohlene
Höchstgeschwindigkeit
errechnet sich aus der
Abtastrate (pro Minute)
geteilt durch die Impulse pro
Umdrehung.
Max. speed [rpm] = Samplerate [Hz] * 60 / pulses perrevolution
12
Einheit
Auswahl der Einheit; für
Rotationssensoren
Umdrehung, für lineare
Sensoren wird standardmäßig
Meter eingestellt
Signal-Routing
13
HW Reset Button
HW Reset Auswahl; wenn diese
Option gewählt wird muss auch
ein zweites Eingangssignal
Source_Z ausgewählt werden.
Der Source_A Kanal wird
zurückgesetzt, wenn die
Flanke von Source_Z von 0
auf 1 steigt
14
Source_A Auswahl
Auswahl des Eingangssignals
als Source_A
15
Source_B Auswahl
Zeigt das Signal, welches als
Source_B verwendet wird
(Routing kann im
Encoder-Modus nicht
geändert werden)
16
SW Reset Button
SW Reset Auswahl; wenn diese
Option gewählt wird, wird
Source_A zurückgesetzt
nachdem die Anzahl an in ⑦
eingegebenen Pulsen erreicht
ist
17
Source_Z Auswahl
Auswahl des Eingangssignal
als Source_Z (nur
anwendbar, wenn HW Reset
ausgewählt ist)
18
Sofortiger Reset Button
Wenn dieser Button gedrückt
wird, wird ein manueller
Reset erzwungen
19
Invertieren Button
Invertiert den jeweiligen
Eingangskanal
Bemerkung
Ein automatischer Counter-Reset bei Aufzeichnungsstart wird nicht unterstützt.
Jeder Counter- und Digitaleingang hat ein digitales Filter mit verschiedenen Torzeiten. Wenn der Filter auf „Aus“ geschaltet wird, wird kein Filter auf das Eingangssignal angewendet. Der Filterschaltkreis tastet das Eingangssignal bei jeder steigenden Flanke der internen Zeitbasis ab. Wenn das Eingangssignal seinen Zustand für mindestens die Dauer der Torzeit beibehält, wird der neue Zustand weitergeleitet. Als Ergebnis wird die Signalweiterleitung um die Torzeit verschoben.
Abb. 369 demonstriert die Funktionalität des Filters.
Der Zweck des Filters ist unerwünschte Zustände, z.B. Spannungsspitzen, Jitter, …, welches am Eingangssignal erscheinen kann, zu eliminieren, wie in Abb. 370 gezeigt.
Es kann zwischen acht verschiedenen Filtereinstellungen ausgewählt werden: Aus, 100 ns, 200 ns, 500 ns, 1 μs, 2 μs, 4 μs und 5 μs. Zwei Filtereinstellungen werden beschrieben. Der 100 ns Filter lässt alle Pulse (high und low), welche länger als 100 ns sind, durch und blockiert wiederum alle Pulse, welche 75 ns lang sind oder kürzer. Der 5 μs Filter lässt alle Pulse (high und low), welche länger als 5 μs sind, durch und blockiert wiederum alle Pulse, welche 4.975 μs lang sind oder kürzer. Die interne Taktuhr (Zeitbasis) taktet mit 80 MHz, also ist die Periodenzeit 12.5 ns. Pulsbreiten zwischen der Torzeit minus zwei internen Taktuhr-Periodenzeiten, können oder können nicht durchgelassen werden, abhängig von der Phase des Eingangssignals in Bezug auf die interne Zeitbasis.
Aufgrund der Software und TRION Hardwaremöglichkeiten unterstützt OXYGEN drei verschiedene Typen von Counter-Sensoren: Tacho
Sensoren, CDM+Trigger Sensoren und Encoder Sensoren. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Möglichkeiten und Unterschiede von verschiedenen Sensortypen:
Tab. 44 Charakteristiken von Tacho, CDM+Trigger und Encoder Sensoren¶
Montage
Verbindung
Pulse
Frequenz
Notwendige
digitale
Counter-
Eingänge
Measurement
RPM
Angle
Direction
Tacho
Leicht
Analog oder
verstellb.
CNT
1 kHz
0.1
1
✓
x
x
CDM+
Trigger
Schwierig
CNT
360 /
720 /
xxx
125 kHz
2
✓
✓
x
Encoder
coder
Schwierig
CNT
Bis zu
36000
und
mehr
~100 kHz
3
✓
✓
✓
Verpflichtende Kanaleinstellungen für Tacho Sensoren¶
Abb. 372 Kanaleinstellungen für einen Tacho Sensor¶
Verstärkermodus muss auf Ereignisse gesetzt sein
Schwellwert und Retrigger-Level muss an das Sensorsignal angepasst sein
Anzahl der Pulse muss auf 1 Puls / Umdrehung gesetzt sein
Sensorsignal muss Source_A sein
Verpflichtende Kanaleinstellungen für CDM+Trigger Sensoren¶
Abb. 373 Kanaleinstellungen für einen CDM +Trigger-Sensor¶
Verstärkermodus muss auf Ereignisse gesetzt sein
Anzahl der vom CDM-Signal bereitgestellten Pulse pro Umdrehung muss eingestellt werden
CDM-Signal muss Source_A sein und das Trigger-Signal Source_Z (HW Reset muss aktiviert sein)
Bemerkung
Der Verstärkermodus kann auch auf Encoder gesetzt sein. In diesem Fall sind die gleichen Einstellungen wie in Abb. 374 verpflichtend. Bitte beachten Sie, dass das Routing von Source_A und Source_B Eingang nicht geändert werden kann.
Verpflichtende Kanaleinstellungen für Encoder Sensoren¶
Abb. 374 Kanaleinstellungen für einen Encoder-Sensor¶
Verstärkermodus muss auf Encoder gesetzt sein
Anzahl der von Input_A und Input_B bereitgestellten Pulse pro Umdrehung muss eingestellt werden
Der Zählmodus X1, X2, X4 oder A-Up/B-Down muss ausgewählt werden
Die folgenden TRION-Karten bieten einen oder mehrere CAN-Ports:
TRION-CAN: 2 or 4 ports
TRION(3)-18x0-MULTI: 1 CAN port
TRION-2402-MULTI: 1 CAN port
TRION-1600-1802-dLV-CAN: 1 CAN port
Darüber hinaus können Vector Geräte der VNxxxx-Serie (z.B. VN1610 oder VN7610) auch für die CAN-Datenerfassung verwendet werden. Diese Geräte sind die dedizierte Hardware zur Erfassung von CAN-FD-Datenströmen und können daher auch für die CAN-Datenerfassung verwendet werden.
Bemerkung
Bitte beachten Sie, dass für die Nutzung von Vector VNxxxx Geräten eine separate Softwarelizenz erforderlich ist.
Bei Verwendung des CAN-Ports eines TRION(3)-18x0-MULTI oder eines TRION-2402-MULTI Moduls ist der CAN-Port auf AI 1 dieser Boards verfügbar. Für den Zugriff auf und die Nutzung dieser CAN-Ports müssen Sie zuerst den Messmodus von AI 1 auf CAN einstellen und dann den dedizierten CAN-Port aktivieren (siehe Abb. 376)
Wenn der Listen-Only-Modus aktiviert ist, kann die normale Busaktivität vom Gerät überwacht werden. Wird jedoch ein Fehlerframe vom lokalen CAN-Controller generiert, wird dieser nicht an den Bus übertragen. Da das Modul im Listen-Only-Modus über keine Sendefunktion verfügt, darf diese Funktion nicht in einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung verwendet werden.
Wirkt sich nur auf die CAN-Datenausgabe aus. Einzelheiten finden Sie in CAN-Datendekodierung.
Timestamp (siehe ⑥ in Abb. 375): Legt Zeitbasis fest, auf der die CAN-Signale ausgerichtet sind.
10 MHz:
Weist den CAN-Nachrichten und -Signalen einen Zeitstempel mit einer Auflösung von 100 ns zu. Dies ist die interne Zeitbasis des CAN-Ports.
AD-Abtastrate:
Ordnet den CAN-Nachrichten und -Signalen den Zeitstempel der höchsten analogen Abtastrate zu, d.h. 10 kHz analoge Abtastrate ergibt einen Zeitstempel mit 100 μs.
100 Hz … 10 MHz:
Eine benutzerdefinierte CAN-Zeitstempelauflösung kann ebenso definiert werden.
Die Framevorschau (siehe ⑦ in Abb. 375)zeigt eine Vorschau der empfangenen Nachrichten an, wenn alle Einstellungen (insbesondere Baudrate und Terminierung) korrekt eingestellt sind.
Zusätzliche Einstellungen:
CPAD (siehe ⑧ in Abb. 375): Wenn ein Modul der CPAD-Serie an den CAN-Bus angeschlossen ist, kann ein CPAD-Decoder hinzugefügt werden, um ihre Nachrichten und Signale zu dekodieren, ohne dass eine zugehörige dbc-Datei erforderlich ist. Weitere Informationen finden Sie in XRs und CPADs mit OXYGEN.
Ein Dialogfeldfenster wird geöffnet, um die richtige Datei zu durchsuchen und auszuwählen.
Bemerkung
ARXML-Dateidecodierung wird in OXYGEN R5.6 oder höher unterstützt.
ARXML-Datei Version 4.1 oder höher ist erforderlich.
Nach dem Laden der dbc/arxml-Datei erscheint ein Kanalauswahldialog. Es ist möglich, lediglich dedizierte CAN-Nachrichten und Signale zur Dekodierung oder alle in der Datei enthaltenen Kanäle auszuwählen und anschließend Ok zu drücken.
Die Option Nur aktive Nachrichten anzeigen führt einen Scan auf dem CAN-Bus durch, um zu überprüfen, welche CAN-Nachrichten auf dem CAN Bus verfügbar sind. Die in der dbc- oder arxml-Datei enthaltenen CAN-Nachrichten und Signale, die derzeit auf dem CAN-Bus verfügbar sind, sehen Sie nur, wenn diese Option aktiviert ist.
Nach dem Drücken von OK finden Sie die ausgewählten Nachrichten und Signale in der Kanalliste (siehe Abb. 379)
Abb. 379 CAN-Nachrichten und Signale in der Kanalliste¶
Sie können alle dekodierten Nachrichten und Kanäle löschen, indem Sie die Schaltfläche Clear all in der CAN-Port-Konfiguration
Wenn eine oder mehrere auf dem CAN-Bus verfügbare Nachrichten nicht in der ausgewählten dbc- oder arxml-Datei definiert sein sollten, können Sie diese manuell hinzufügen, indem Sie auf Add message channel (siehe ④ in Abb. 377) klicken und die richtigen Einstellungen im CAN-Nachrichten-Setup definieren. Weitere Details finden Sie im folgenden Abschnitt CAN-Nachrichten Setup.
Bemerkung
Es ist zudem möglich, während der Datenanalyse weitere CAN-Kanäle aus einer dbc- oder arxml-Datei hinzuzufügen und zu dekodieren (CAN-Offline-Dekodierung). Dazu müssen die oben genannten Schritte innerhalb des geladenen Datenfiles wiederholt werden.
Einzige Bedingung ist, dass der CAN-Rohdatenstrom während der Datenaufzeichnung gespeichert wurde.
Wenn die CAN-Nachricht ein zusätzliches Signal enthält, das nicht aus der dbc- oder arxml-Datei geladen wird oder in der dbc-Datei verfügbar ist, kann ein neues Signal hinzugefügt werden. Die Einstellung des Signals wird in CAN-Signal-Setup.
Folgende CAN-Signaleinstellungen können hier bearbeitet werden, wenn bestimmte Einstellungen in der geladenen dbc-Datei fehlerhaft waren:
Datenformat (siehe ② in Abb. 381): Intel oder Motorola
Datentyp (siehe ③ in Abb. 381):Double, Float, Signed Integer oder Unsigned Integer
Startbit (siehe ④ in Abb. 381 das Startbit des Signals innerhalb seiner Nachricht
Länge (siehe ⑤ in Abb. 381 innerhalb seiner Nachricht
Signaltyp (siehe ⑥ in Abb. 381): Regulär, Multiplexer oder Multiplexor
DBC-Skalierung (siehe ⑦ in Abb. 381): Ändern der Skalierung des Signals
Vorschau: (siehe ⑧ in Abb. 381): Die Vorschau zeigt die letzten 10 Sekunden des Signals an, um zu überprüfen, ob die richtigen Einstellungen auf das Signal angewendet wurden.
Signaltyp
Drei verschiedene Signaltypen stehen in OXYGEN zur Auswahl. Signale sind die kleinste Einheit an Information innerhalb einer CAN Nachricht. Das Startbit definiert die Position des Signals in der Nachricht.
Regular: dasselbe Signal wird an derselben Position in der Nachricht übermittelt.
Multiplexed: verschiedene Signale werden in derselben Nachricht übermittelt. Die Position der Signale wird durch einen Multiplex-Wert definiert. Dieser Wert wird in einem anderen Signal übertragen.
Multiplexor: dieses Signal beinhaltet die Information der Positionen der verschiedenen Signale, welche in einer Nachricht übertragen werden (Multiplexed).
Anstatt dbc- oder arxml-Dateien für die Datendekodierung zu verwenden, ist es auch möglich, CAN-Nachrichten und Signale manuell hinzuzufügen. OXYGEN stellt hierfür einen CAN-Editor zur Verfügung, der durch Drücken der Messages & Signals… Taste in der CAN-Port-Konfiguration (siehe ① in Abb. 382):
Der CAN-Editor kann für Folgendes verwendet werden
Manuelles Hinzufügen oder Löschen von CAN-Nachrichten und -Signalen (siehe ① in Abb. 383)
CAN-Nachrichten scannen, welche dann automatisch hinzugefügt werden mit ID und DLC. Nach dem Scan kann der Name definiert und Signale hinzugefügt werden (siehe ② in Abb. 383).
Umnennen der aktuell ausgewählte CAN-Nachricht oder -Signal (siehe ③ in Abb. 383)
Hinzufügen von Kommentaren zu Nachrichten und Signalen (siehe ④ in Abb. 383)
Bearbeiten von CAN-Nachrichten und Zugriff auf die gleichen Einstellungen zu wie in CAN-Nachrichten Setup (siehe ⑤ in Abb. 383)
Bearbeiten von CAN-Signalen und Zugriff auf die gleichen Einstellungen wie die in CAN-Nachrichten Setup (siehe ⑥ in Abb. 383)
Umstellen des CAN-Nachrichtenmodus auf Empfangen zum Erfassen von Daten oder Senden für die Ausgabe von OXYGEN-Daten über CAN (siehe ⑦ in Abb. 383)
Bereitstellen einer Vorschau der letzten 10 Sekunden des Signals, um zu überprüfen, ob die richtigen Einstellungen auf das Signal angewendet wurden (siehe ⑧ in Abb. 383)
Wenn Sie fertig sind, können Sie den CAN-Editor wieder beenden, indem Sie die Schaltfläche Schließen drücken (siehe ⑨ in Abb. 383).
Bemerkung
Der CAN Editor sowie das zugehörige CAN-Nachrichten- und Signal-Setup ist ebenfalls für CAN-FD Datenströme verfügbar.
SAE J1939 ist ein Overlay von Standard-CAN für den primären Einsatz in schweren Nutzfahrzeugen. Es verwendet ein standardisiertes Messaging-System mit Parametergruppennummern, die in der erweiterten Nachrichten-ID kodiert sind.
Haupteigenschaften:
Die Nachrichten-ID besteht aus
PGN-Nummer
Priorität und
Quelladresse
Nachrichten können aufgrund des Multi Frame Messaging-Systems länger als die Standard-CAN-Frame-Größe sein
Dekodierung von J1939-Nachrichten:
Ein einfacher CAN-Decoder kann Nachrichten mit Standardlänge empfangen und dekodieren, wenn der Decoder mit der genauen Nachrichten-ID parametrisiert wird. Wenn es um den praktischen Nutzen geht und der Benutzer Daten mit unterschiedlicher Priorität und / oder Quelladresse dekodieren und lesen möchte, wird es schwierig. Auch das Lesen von Multiframe-Nachrichten ist mit Standardwerkzeugen nicht möglich.
OXYGEN unterstützt Multi Frame Nachrichten sowie die Dekodierung von Nachrichtenmit unterschiedlicher Priorität und Quelladresse.
Jede Nachricht muss über die VFrameFormat-Eigenschaft 3 verfügen (gemäß ENUM).
BA\_"VFrameFormat"BO\_26338050543;
Das „alte“ Format (J1939 PG) wird nicht unterstützt, bitte fragen Sie unseren Support, wie Sie es in das neuere Format (J1939 PG (ext. ID)) konvertieren können.
Replace Source Address:
Wenn eine dbc- oder arxml-Datei geladen wird, die J1939-Nachrichten enthält, wird die Quelladresse angezeigt, wenn Nur aktive Nachrichten anzeigen aktiviert ist (siehe ① in Abb. 384).
Durch Auswahl von Adresse ersetzen ist es möglich, die aktuelle Quelladresse der dedizierten Nachricht durch eine benutzerdefinierte zu ersetzen (siehe ② in Abb. 384).
Abb. 384 Kanalauswahl für SAE J1939-Nachrichten und -Signale¶
Bitte beachten Sie, dass dies eine optionale Funktion ist und eine Lizenz erfordert.
Es ist möglich, OXYGEN-Kanäle zyklisch über den CAN-Bus zu übertragen. Diese Funktionalität wird von allen CAN-Ports unterstützt, die auf den verschiedenen TRION-Boards verfügbar sind, sowie von den CAN-Ports der Vector VN-Serie.
Für die Übertragung von CAN-Daten ist es entweder möglich, eine dedizierte dbc-Datei zu laden oder die CAN-Meldungen und -Signale über den CAN-Editor individuell zu definieren.
Um OXYGEN-Daten über CAN zu übertragen, muss dazu der CAN-Nachrichtenmodus auf Senden eingestellt sein (siehe ① in Abb. 385).
Die Ausgangsrate kann zwischen 0,1 … 100 Hz (siehe ② in Abb. 385) für jede Nachricht individuell definiert werden. Die Ausgangsverzögerung kann zwischen 1 … 500 ms (siehe ③ in Abb. 385). Ein dedizierter OXYGEN skalarer Zeitbereichskanal (d.h. Analoger oder digitaler Eingang, Leistungswert wie Wirkleistung oder ein anderer CAN-Kanal) kann einem CAN-Signal zugewiesen werden, indem der Kanal gezogen oder sein Name in den Channel-Bereich der Transmission Settings eingegeben wird (siehe ④ in Abb. 385).
Es ist auch möglich, einzelne Elemente eines Array-Kanals (z. B. Harmonische aus einer Leistungsgruppe) über CAN auszugeben. Fügen Sie dazu den Array-Kanal in den Abschnitt Kanal (siehe ④ in Abb. 385) der Übertragungseinstellungen ein und geben Sie den Index der Array-Elemente, die ausgegeben werden sollen, in Array-Index ein (siehe ⑤ in Abb. 385). Als Beispiel: Wenn die zweite Oberschwingung eines Spannungskanals über CAN ausgegeben werden sollen, geben Sie den Namen des Oberschwingungskanals im Abschnitt Kanal ein, z.B. U1_hRMS@POWER/0 und geben Sie den Index 1 im Abschnitt Array-Index ein (siehe Abb. 386).
Die Einstellung Ausgabemodus (siehe ⑥ in Abb. 385) bietet zwei Optionen: AVERAGE berechnet den linearen Mittelwert über eine Ausgabeperiode, und LAST_VALUE gibt den letzten gültigen Messwert aus.
Bitte beachten Sie, dass die Vorschau nicht die aktuell übertragenen Daten anzeigt und keine Funktionalität hat, wenn der Nachrichtenmodus Senden ist.
Die Option Autonomous Resend (siehe ① in Abb. 387) bietet die folgende Funktionalität für CAN-Ports, die Daten übertragen:
False (Default): Der Transceiver sendet die Daten nur einmal, egal ob der Empfänger eine Bestätigung sendet oder nicht und sendet direkt danach die nächste Nachricht. Dadurch wird die CAN-Datenübertragung auf einem korrekt terminierten CAN-Bus deterministischer. Es besteht jedoch die verbleibende Gefahr, dass eine Botschaft verloren geht.
Wahr: Das Risiko, Nachrichten während der Übertragung zu verlieren, ist gering, da die Nachricht erneut gesendet wird, falls keine Bestätigung vom Empfänger gesendet wird. Das Risiko, Nachrichten mehrerer Transceiver zu kollidieren, ist jedoch höher.
Um die Reaktionsfähigkeit und die Signalqualität der übertragenen Daten zu optimieren, haben wir die Ausgabeverzögerung eingeführt (siehe ③ in Abb. 385). Dies ist die Zeit, in der die Daten vor dem Senden verzögert werden. Die folgenden Grafiken zeigen den Unterschied zwischen zwei einzelnen Einstellungen:
Abb. 388 Blau: Analogeingang; Grün: CAN-Ausgang mit einer Verzögerung von 70 ms (Standardwert)¶
Abb. 389 Blau: Analogeingang; Grün: CAN-Ausgang mit einer Verzögerung von 10 ms¶
Es ist sichtbar, dass ein Sample wiederholt wird, falls die Verzögerung zu gering ist und noch keine aktualisierten Daten verfügbar sind.
Bemerkung
Nachrichten- und Signalcodierung
Die Signale werden mit dem Datentyp und der Länge kodiert, die in dern dbc-Datei oder im CAN-Signal-Setup definiert sind. Wenn der Kanal einen Wert hat, der höher (oder niedriger) als der mögliche Bereichist, wird der maximale (oder min) Wert übertragen.
Bitte stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen Bereich und die richtige Auflösung für den jeweiligen Kanal ausgewählt haben, um keine Informationen zu verlieren.
Kanal, dem kein Signal zugeordnet ist: Der Wert 0 (Null) wird übertragen
Kanaldaten sind NaN: NaN wird bei Float oder Double übertragen, 0 wird in allen anderen Fällen übertragen
Zur besseren Übersicht werden die Referenzkanäle für den CAN-Ausgang in der Kanalliste im erweiterten Bereich (siehe 19 in Abb. 175) mit dem Spaltennamen „Referenzkanal“ aufgeführt (siehe Abb. 390).
Die Bereiche der Kanäle werden standardmäßig definiert und sollen ein min/max Wert anzeigen, wenn die Kanäle in einem Messinstrument dargestellt werden. Die Bereiche sind weder minimale noch maximale Limits, daher können sie überschritten werden ohne „abgeschnitten“ zu werden.
Kanäle mit dem Datentyp double mit physikalischer Einheit können optional skaliert werden (siehe ⑰ in Abb. 175).Diese Option kann verwendet werden um die physikalische Einheit des Kanals von (Kilo-)Meter zu Meilen oder km/h zu mph zu ändern.
Kanäle mit dem Datentyp double können mathematischen Formeln (siehe Formelkanal) oder statistischen Berechnungen (siehe Statistische Werte) zugewiesen werden, da diese asynchrone Kanäle sind.
Während der Messung kann es passieren, dass die GPS Fix-Qualität nicht immer fix ist (z.B. GPS-Verbindung wird im Tunnel
unterbrochen). Wenn dies passiert, wird der letzte Wert des GPS-Kanals gehalten, bis die GPS Fix-Qualität wieder fix ist und ein neuer Wert erhalten wird.
Wenn die GPS Fix-Qualität länger als 60 Sekunden nicht fix ist, ändern die berechneten Kanäle Acceleration_GPS und Distance_GPS ihre Werte zu NaN bis die GPS Fix-Qualität wieder fix ist.
Die GPS Fix-Qualität ist fix, wenn der Kanal eine 1 (GPS fix), 2 (differentielles GPS fix), 3 (PPS fix), 4 (Real Time Kinematic) oder 5 (Float RTK) erhält. Die GPS Fix Quality ist nicht fix, wenn der Kanal 0 (fix nicht verfügbar), 6 (geschätzt (dead reckoning)), 7 (manual input more) oder 8 (Simulationsmodus) erhält.
Die individuellen Kanäle können folgenden Instrumenten zugewiesen werden:
Der Kanal GPS kann direkt per Drag-and-Drop von der Kanalliste zum Messbildschirm gezogen werden. Dadurch wird der aktuelle Wert der Kanäle Längengrad, Breitengrad, Höhe, Geschwindigkeit, Kurs, genutzteSatelliten, Qualität und Abweichung angezeigt (siehe Abb. 391).
Abb. 391 Drag-and-Drop die GPS-Kanäle zum Messbildschirm¶
Bemerkung
Während einer Analyse der GPS-Kanäle im PLAY Modus, können die GPS-Kanäle auch exportiert werden in ein *.txt, *.csv, *.mdf4 oder *.mat Format (siehe Kapitel 9). Bitte beachten Sie, dass GPS-Kanäle mit dem Datentyp String nur in *.txt oder *.csv Format exportiert werden kann, da dieser Datentyp für *.mdf4 und *.mat Formate nicht unterstützt wird.
TEDS steht für Transducer Electronic Datasheet und wird verwendet, um Einstellungen von einem Sensor direkt zu identifizieren und anzuwenden, ohne sie manuell einzugeben.
Die folgenden TRION(3)-Module unterstützen TEDS:
TRION(3)-18xx-MULTI
TRION-2402-MULTI
TRION-2402-dACC
TEDS-Funktionalität wird nur im IEPE®-Modus unterstützt.
Wenn ein Sensor mit TEDS-Schnittstelle mit einem entsprechenden TRION(3)-Modul verbunden ist, wird die TEDS-Schnittstelle automatisch erkannt und die Einstellungen auf den Kanal angewendet.
Um nach einer TEDS-Schnittstelle zu suchen, auch mit mehreren markierten Kanälen, drücken Sie auf den Button Scan TEDS am unteren Rand des Kanallistenmenüs, siehe Abb. 392. Wenn das vollständige Kanallistenmenü geöffnet ist, wird der Scan für TEDS kontinuierlich durchgeführt und ein manueller Scan ist nicht erforderlich, wenn der Sensor gewechselt wird. Dies ist nicht der Fall beim TRION-2402-dACC, bei dem der Scan mit der Taste durchgeführt werden muss, um nach TEDS zu suchen.
Es ist auch möglich, die TEDS-Erkennung zu deaktivieren, indem Sie einen oder mehrere Kanäle in der Kanalliste auswählen und auf den Button TEDS deaktivieren klicken, auch in Abb. 392. Nach der Deaktivierung der TEDS-Erkennung werden alle Einstellungen des TEDS gelöscht und können manuell vorgenommen werden.
Eine detaillierte Kanaleinstellung ist in Abb. 393 zu sehen. Je nach Sensortyp können einige Einstellungen variieren. Die Einstellungen des TEDS sind hier zu sehen und einige Einstellungen können manuell eingestellt werden, wie der Bereich. Durch Anklicken der angezeigten TEDS-Seriennummer, die in Abb. 393 rot markiert ist, sind alle TEDS-Informationen und Einstellungen zu sehen (siehe blauer Rahmen in Abb. 393).
Durch Anklicken von „Editor“ (siehe grüner Kreis in Abb. 393) kann der TEDS-Editor geöffnet werden (siehe grüner Rahmen), der die Möglichkeit bietet, die auf dem TEDS-Chip gespeicherten Daten zu bearbeiten. Es ist möglich, zwischen einer Reihe von Vorlagen zu wählen (siehe ① in Abb. 393) oder die auf dem TEDS-Chip gespeicherten Informationen manuell zu ändern (siehe ② in Abb. 393). Wenn alle Änderungen abgeschlossen sind, können die Informationen auf den TEDS-Chip geschrieben werden, indem man auf „Auf TEDS schreiben“ klickt (siehe violetter Kreis in Abb. 393). Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie bestätigen müssen, dass die Daten auf den TEDS-Chip geschrieben werden sollen.
Bemerkung
Wenn die Änderungen auf dem TEDS-Chip gespeichert werden, gehen die vorhandenen Daten auf dem TEDS-Chip verloren.
Folgende TEDS-Chips werden unterstützt:
DS2406
DS2430A
DS2431
DS2432
DS2433
Abb. 393 Detaillierte Kanaleinstellungen mit TEDS-Schnittstelle und TEDS-Editor¶
Um zu verhindern, dass die TEDS-Daten versehentlich überschrieben werden, ist die Funktion zum Schreiben von TEDS-Chips standardmäßig deaktiviert. Um die Funktion zu aktivieren, gehen Sie zu den erweiterten Einstellungen im OXYGEN Setup und aktivieren Sie das entsprechende Kontrollkästchen „TEDS Editor aktivieren“ (siehe Abb. 394).
Abb. 394 Aktivierung um Daten auf TEDS zu schreiben¶
Weitere Informationen zur festgelegten Skalierung finden Sie im Abschnitt Sensorskalierung, indem Sie zur Registerkarte TEDS wechseln. Die aktuell eingestellte Skalierung wird in grau dargestellt und kann nicht direkt geändert werden und dient nur zur Information des Benutzers. Um die Skalierungsinformationen zu ändern, können Sie eine 2-Punkt-Skalierung durchführen (detaillierte Informationen finden Sie unter „Ändern der 2-Punkt-Skalierung“ in Ändern der Kanaleinstellungen in den individuellen Kanaleinstellungen) und diese in den TEDS-Chip schreiben, indem Sie im Abschnitt „Skalierung“ der Kanaleinstellungen auf „Auf TEDS schreiben“ klicken (siehe Abb. 395).
Bemerkung
Wenn die Änderungen auf dem TEDS-Chip gespeichert werden, gehen die vorhandenen Daten auf dem TEDS-Chip verloren. Es ist jedoch möglich, eine zusätzliche Skalierung in der Registerkarte General hinzuzufügen, die zusätzlich zur bereits eingestellten Skalierung aus dem TEDS verwendet wird.
Die TEDS-Erkennung kann auch in den detaillierten Einstellungen deaktiviert werden, indem Sie auf die grüne TEDS-Schaltfläche klicken (grün markiert in:numref:detailed_TEDS).
Diese Schaltfläche hat je nach Zustand unterschiedliche Farben, die hier erläutert werden:
TEDS aktiv; Sensor erkannt wurde und wird verwendet.
TEDS aktiv; Es wurde kein Sensor erkannt.
TEDS aktiv; Sensor erkannt wurde, aber nicht kompatibel ist, entfernen Sie bitte den Sensor oder deaktivieren Sie TEDS.
Dieser Fall wird auch in der Kanalliste angezeigt.
Beim Laden eines Setups überprüft OXYGEN automatisch, ob derselbe TEDS auf dem aktuellen System erkannt werden kann.
Wenn die TEDS-Erkennung nicht übereinstimmt, ist dieser spezifische Kanal bzw. TEDS-Typ rot markiert. Wenn ein neuer Sensor erkannt wird, wird der neu erkannte TEDS rot markiert, wie in Abb. 396 gezeigt, und die neuen Einstellungen des Sensors können durch Klicken auf Anwenden des Popup-Fensters angewendet werden. Andernfalls muss die Neuzuordnung gelöscht werden, und die Kanäle, auf die die Einstellungen angewendet werden sollen, müssen manuell neu zugeordnet werden, wie in Abb. 397 zu sehen ist.
Wenn ein Sensor aus der Setup-Datei fehlt und beim Laden der Datei nicht erkannt wird, zeigt der TEDS-Typ die fehlende Meldung an, die Abb. 398.
Abb. 396 Hardware Mismatch: verschiedene TEDS erkannt¶
Abb. 397 Hardware Mismatch: manuelle Neuzuordnung der TEDS¶
Abb. 398 Hardware mismatch: fehlende TEDS in geladener Setup-Datei¶